Um Biodiversität und Ökosystemleistungen zu schützen, werden verschiedene Politikinstrumente diskutiert und eingesetzt – regulative, informatorische und ökonomische. Ökonomische Anreizinstrumente wirken über finanzielle Mechanismen: Positive Anreize belohnen naturverträgliches Wirtschaften, negative erhöhen die Kosten für umweltschädliches Verhalten – mit dem gemeinsamen Ziel, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass insgesamt nachhaltiger gewirtschaftet wird.
Das Projekt erfasst und bewertet systematisch bestehende ökonomische Anreizinstrumente, um Empfehlungen für deren zukünftige Anwendung und Ausgestaltung zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch ökonomische Anreize motiviert werden können, freiwillig zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt beizutragen.
Das Projektteam erarbeitet zunächst einen Überblick und eine Typologie ökonomischer Anreizinstrumente für naturverträgliches Wirtschaften, bevor es ausgewählte Instrumente vertiefend analysiert und bewertet. Fallstudien ergänzen die konzeptionelle Arbeit um praxisorientierte Erfahrungen und Daten aus der realen Umsetzung in Unternehmen. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger*innen sowie zuständige Verwaltungsstellen abgeleitet und verbreitet.