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platforms2shareInterdisziplinäre Nachwuchsforschungsgruppe zur Plattformökonomie

Welche Chancen bieten genossenschaftliche Modelle und die Blockchain-Technologie für die Sharing Economy? In Zusammenarbeit mit ForscherInnen an der Universität Mannheim und am Fraunhofer IBP in Stuttgart werden am IÖW Formen der Dezentralisierung in der Sharing Economy auf unterschiedlichen Ebenen erforscht und ihre Wirkungen untersucht.

Ausgangssituation und Forschungsfrage

Mit neuen, digitalen Formen des Teilens, Tauschens und Gemeinsam-Nutzens in der Sharing Economy sind hohe Erwartungen bezüglich ihrer Wirkungen verbunden: Eine bessere Ressourceneffizienz oder gesteigerte Teilhabe sind Beispiele möglicher positiver Wirkungen. Bestehende Plattformorganisationen wie Airbnb oder Uber werden in der öffentlichen Debatte jedoch auch zunehmend kritisch betrachtet: Einsparungen und Renten würden zentral abgeschöpft, ökologische Vorteile durch Rebound-Effekte nivelliert, gesetzliche Regelungen umgangen. Eine Frage ist, ob durch neue Technologien (z.B. Blockchain Technologien) und Organisationsformen (z.B. Plattformkooperativen und -genossenschaften) mögliche positive Wirkungen besser erreicht werden. Welche Chancen bieten genossenschaftliche Modelle und die Blockchain-Technologie für die Sharing Economy?

Projektziele und Vorgehen

platforms2share untersucht die Ausgestaltungsformen von Plattformorganisationen aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben den technologischen Voraussetzungen und Entwicklungspfaden von Plattformorganisationen (z. B. Blockchain-Technologie, Kryptowährungen und Smart Contracts) werden Transformationspotentiale kooperativer Organisationsformen (z.B Genossenschaften, Plattform-Kooperativen) und der institutionelle Kontext untersucht. Auf individueller Ebene werden Motive, Merkmale und das Verhalten von GründerInnen, MitarbeiterInnen und NutzerInnen von Plattformorganisationen erforscht. Zudem werden mögliche gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Wirkungen wie z.B. Verteilungs- und Wohlfahrtseffekte sowie Einflüsse auf Wettbewerb und Marktstrukturen erforscht. Ökologische Wirkungen auf die natürliche Umwelt werden unter Berücksichtigung von Rebound-Effekten untersucht. Hierfür werden bestehende Methoden der Ökobilanzierung weiterentwickelt.

Die Nachwuchsgruppe hat zum Ziel, Entwicklungspfade und Gestaltungsoptionen für die digitale Sharing Economy aufzuzeigen, mit denen eine Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft befördert werden kann. Auf Grundlage der Wirkungsanalyse sollen ordnungspolitische Implikationen formuliert werden, die dazu beitragen, die sozial-ökologischen Potentiale von digitalen Plattformkooperativen der Sharing Economy zu heben.

IÖW-Projektteam

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