Die benötigten Arbeitskräfte für den Bau von Solarparks stellen einen Engpass für die Energiewende dar. Können digitale Innovationen helfen, ungelernte Arbeitskräfte schneller und besser zu qualifizieren? Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Quincy erarbeitet hierfür eine sensor-unterstützte Lernplattform, die zur Marktreife entwickelt und in einem europäischen Kollaborationsnetzwerk verbreitet werden soll.
Anwendungsfall ist die Montage von großen Photovoltaikanlagen auf Freiflächen. Der Industriepartner MEISER Solar stellt eine Lernplattform für die Installation der Unterkonstruktionen bereit. Diese wird im Projekt weiterentwickelt zu einem innovativen Assistenzsystem für sensorunterstütztes Arbeiten und Lernen. Dazu werden erstmals Sensorik, KI-basierte Tätigkeitserkennung und adaptive Lernsoftware zu einer integrierten Plattform für die Arbeit auf Baustellen kombiniert. Sensoren – etwa aus dem Smartphone oder einem Fitnessarmband – erkennen die Bewegungsabläufe der Arbeitskräfte. Die Software vergleicht die sensorisch erfasste Bewegung mit der geplanten Tätigkeit. So kann die App Feedback bei Fehlern geben, passende Lerninhalte bereitstellen oder eine gesündere Körperhaltung anregen. Zugleich erleichtert sie das Management der Großbaustelle.
Quincy will einen Mehrwert auf verschiedenen Ebenen schaffen:
Quincy ist eines von zehn Projekten im Förderschwerpunkt „Gestaltung der Arbeit in europäischen Kollaborationsnetzwerken (EuKoNet)“. Es wird im Programm „Zukunft der Arbeit“ als Teil des Fachprogramms „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus).