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VerbraucherrolleNeue Konsumpraktiken und Wandel der Verbraucherrolle

Durch das Internet und digitale Netzwerke haben Praktiken der kollaborativen Ökonomie in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Auftrieb erfahren. Da Kollaborationen zwischen Fremden vor allem durch das Aufkommen von Vermittlungsplattformen erheblich vereinfacht wurden, konnten neue proaktive Konsumpraktiken wie das Sharing, Making oder Crowdfunding bis in den Mainstream vordringen. Was dieser gesellschaftliche Wandel für die Verbraucher/innen bedeutet, war bislang kein expliziter Gegenstand der Forschung. Etwa ist die neue Rolle von Konsument/innen in der kollaborativen Ökonomie und die Folgen, die der Rollenwandel für die Verbraucherpolitik und -strategien nach sich zieht, bisher weder konzeptionell noch empirisch ausreichend adressiert worden.

Um diese Lücke zu schließen, setzt sich das Projektteam zum einem grundlagentheoretisch mit dem Begriff der „Verbraucherrolle“ auseinander und wird diesen Begriff definieren. Im nächsten Schritt werden Interviews und Fokusgruppen mit Nutzer/innen der neuen Konsumpraktiken Sharing, Making und Crowdfunding durchgeführt, um explorativ zu erforschen, inwieweit das zuvor definierte Leitbild „Verbraucherrolle“ bei diesen abweicht. Im Kern stehen dabei die diese Praktiken anleitenden Erwartungsmuster und Verhaltensmotive. Welche Rolle spielt das Erleben in den neuen Konsumpraktiken? Wie verändert sich das Verhältnis der Konsument/innen zum Produkt? Welchen Stellenwert spielt die Community innerhalb derer kollaboriert wird? Aufbauend auf den konzeptionellen und empirischen Auseinandersetzungen mit den neuen Konsumpraktiken schlägt das Projekt dann strategische Implikationen für die Verbraucherpolitik vor. Ziel ist es, eine Orientierungshilfe für die Verbraucherleitbilddebatte zu entwickeln, die auch Herausforderungen mitdenkt, die sich im Zuge der Ausbreitung proaktiver Konsumpraktiken stellen.

IÖW-Projektteam

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