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Conceptualizing the Role of the State in the Digital Platform Economy

In der aktuellen Debatte um die Politik der Plattformökonomie scheinen sich zwei konkurrierende Hypothesen durchgesetzt zu haben: Einige Wissenschaftler/innen gehen davon aus, dass der Aufstieg globaler Plattformplayer wie Google, Facebook oder Amazon die Fähigkeit von Staaten, aktiv in ihre Volkswirtschaften einzugreifen und diese zu gestalten, grundlegend einschränkt. Andere wiederum behaupten, dass im Kontext des Auftretens dieser neuen global agierenden Wirtschaftsakteure die wichtige Rolle, die Staaten bei der Regulierung und Ausgestaltung digitaler Märkte spielen, überhaupt erst wieder richtig verdeutlicht würde.

Jonas Pentzien argumentiert in diesem Buchbeitrag, dass beide Perspektiven in die Irre führen. Da sie sich fast ausschließlich auf Ex-post-Formen von staatlicher Aktivität fokussieren, werden jene Aktivitäten, die den Aufstieg dieser Plattformplayer überhaupt erst ermöglicht haben, häufig ausgeblendet. Um eine solche Perspektive in die Debatte einzubringen, entwickelt der Autor einen Mehrebenen-Analyserahmen für die Plattformökonomie, der es ermöglicht, staatliche Aktivität auch durch eine Ex-ante-Linse zu betrachten – und dadurch gegenwärtiges staatliches Handeln in der Plattformökonomie mit dem historisch gewachsenen Zusammenspiel zwischen Staat und Markt in einen Kontext zu setzen. Anhand von aktuellen Beispielen zu staatlichem Handeln in der Plattformökonomie demonstriert das Kapitel abschließend, warum genau solch ein Rahmen vonnöten ist, um die vielfältigen Rollen zu verstehen, die Staaten in der Gestaltung der aufstrebenden Plattformökonomie spielen.

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