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Der Weg zur klimaresilienten Schwammstadt Empfehlungen für wirksame und transformative Politikinstrumente und Instrumentenmixe

Das Projekt „Schwammstadt: Blau-grüne Infrastrukturen umsetzen“ hat untersucht, wie die Transformation hin zu klimaangepassten und wassersensiblen Städten gelingen kann und welche Politikinstrumente Kommunen auf diesem Weg unterstützen können. Das Fact Sheet stellt die wesentlichen Schlussfolgerungen vor. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Herausforderungen durch Hitze, Wasserknappheit und Starkregen ist ein Kern des Leitbildes der Schwammstadt, Niederschlagswasser möglichst vor Ort zurückzuhalten, zu speichern, zu versickern oder zu nutzen und damit den natürlichen Wasserkreislauf stärker wiederherzustellen. Im Mittelpunkt des Schwammstadt-Konzeptes stehen drei Ziele: 

  • Klimaanpassung, um Schäden durch Extremwetterereignisse zu reduzieren und die Lebensqualität in Städten zu verbessern.
  • Annäherung an den natürlichen Wasserhaushalt, um Verdunstung, Grundwasserneubildung und die Funktionen urbaner Ökosysteme zu stärken.
  • Entlastung der Kanalisation, damit Regenwasser bei Starkregen nicht zu Überflutungen führt.

Wesentliches Element der Schwammstadt sind blau-grüne Infrastrukturen wie Entsiegelungen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Regenrückhalteanlagen oder Versickerungssysteme. 

Die Transformation zur Schwammstadt ist nicht allein eine technische Aufgabe, sondern erfordert zugleich einen gesellschaftlichen und institutionellen Wandel. Daher hat das Projekt die Wechselwirkungen zwischen Technologien, Akteuren und Institutionen als sogenanntes soziotechnisches System analysiert. Zentrale Hemmnisse der Umsetzung sind fehlendes Wissen, unzureichende finanzielle und personelle Ressourcen, starre Verwaltungsstrukturen, mangelnde Kooperation zwischen Akteuren, Flächennutzungskonflikte sowie ein geringes Engagement privater Eigentümer.

26 Politikinstrumente, die die Umsetzung zur Schwammstadt unterstützen können, hat das Projektteam mit Blick auf ihr Wirksamkeits- und Transformationspotenzial untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Förderprogramme für Kommunen sowie eine rechtliche Verankerung von blau-grünen Infrastrukturen in der Stadt- und Bauplanung besonders wirksam sind. Ein hohes transformatives Potenzial besitzen außerdem ökonomische Anreize für private Akteure, die Förderung transdisziplinärer Forschungs- und Innovationsprojekte sowie die rechtliche Anerkennung von Regenwasser als wertvolle Ressource.

Die zentrale Schlussfolgerung: Einzelne Instrumente reichen nicht aus. Stattdessen empfiehlt das Projekt einen abgestimmten Instrumentenmix, der finanzielle Förderung, Anreizsysteme, rechtliche Vorgaben sowie Wissens- und Transferangebote miteinander kombiniert. Besondere Synergien entstehen, wenn Förderprogramme durch Standards und Vorschriften flankiert werden, Forschung neue Lösungen hervorbringt und Informationsangebote die Umsetzung unterstützen. Auf diese Weise können mehrere Hemmnisse gleichzeitig adressiert und dauerhafte Veränderungen im gesamten System angestoßen werden. Der Weg zur klimaresilienten Schwammstadt erfordert insbesondere langfristige politische Strategien, ausreichende Ressourcen, kontinuierliche Evaluationen und einen lernfähigen Policy Mix

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