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Eigenverbrauch, Selbstversorgung und Netzaustausch von Energiegemeinschaften Analyse der Energieflüsse verschiedener Konstellationen

In Deutschland gibt es unterschiedliche rechtliche Konstellationen, in denen Erneuerbare-Energiegemeinschaften gemeinsam Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, speichern und/oder verbrauchen können. Dazu zählen insbesondere Mieterstrommodelle (§ 42a EnWG), die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (§ 42b EnWG) sowie – seit der jüngsten gesetzlichen Verankerung – Energy Sharing (§ 42c EnWG). Durch Energy Sharing können verschiedene Akteursgruppen wie Privatpersonen, Kommunen sowie kleine und mittelgroße Unternehmen erstmals gemeinsam Energie aus erneuerbaren Anlagen erzeugen und standortübergreifend nutzen. 

Für die erfolgreiche Etablierung von Energiegemeinschaften und tragfähigen Geschäftsmodellen spielen die Höhe des Eigenverbrauchs sowie der Grad der Selbstversorgung eine zentrale Rolle, da sie maßgeblich die Wirtschaftlichkeit und Attraktivität für potenzielle Teilnehmende bestimmen. Gleichzeitig ist der Netzaustausch ein wesentlicher Indikator für die zusätzliche Entlastung oder Belastung der Stromnetze, die durch unterschiedliche Ausgestaltungen von Energiegemeinschaften entstehen kann. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, wie sich Eigenverbrauch, Selbstversorgung und Netzaustausch in Abhängigkeit verschiedener Konstellationen von Akteuren, Erzeugungstechnologien und Verhältnissen von Erzeugung zu Verbrauch verändern. 

Die Ergebnisse zeigen: Eine hohe Diversität von Erzeugungs- und Lastprofilen ist in nahezu allen betrachteten Szenarien vorteilhaft, weil sie sowohl den Eigenverbrauch als auch die Selbstversorgung erhöht und gleichzeitig den Netzaustausch reduziert. Die jeweilige Konstellation hat maßgeblichen Einfluss auf Eigenverbrauch und Selbstversorgung sowie den Umfang des Netzaustauschs. Besonders bei einer rein windbasierten Stromerzeugung variiert der Anteil des Eigenverbrauchs stark, nämlich um bis zu 13 Prozent je nach Konstellation.  

Die Arbeit bietet einen breiten Fundus an konkreten Werten für verschiedene Konstellationen. In der Präsentation sind die Eckdaten zusammengefasst.