Die 32.000-Einwohner-Gemeinde Weyhe in der Nähe von Bremen will bis 2035 klimaneutral sein. Um dieses Ziel im Bereich Wärme zu erreichen, soll ein Wärmenetz mit lokalen Energiequellen entstehen, etwa mit Abwasserwärme und einem Heizkessel für lokalen Grünschnitt. Seit 2017 begleitet das Forschungsprojekt „Suburbane Wärmewende“ den Prozess. Gemeinsam mit der Gemeinde Weyhe untersucht das Forschungsteam, wie ein Nahwärmenetz im Ortskern Leeste erfolgreich umgesetzt werden kann.
Das Infoblatt erläutert zentrale Erkenntnisse aus der zweiten Phase des Projekts und stellt die durchgeführten Untersuchungen und Maßnahmen vor. Es gibt Einblicke in die Befragung von Gebäudeeigentümer*innen im potenziellen Versorgungsgebiet. Vorgestellt werden zudem die im Projekt erprobten Beteiligungsformate – etwa die Klimaakademie und der Klimaschutzmarkt.
Im Forschungsprojekt „Suburbane Wärmewende 2“ hat das IÖW zwei weitere Infoblätter entwickelt, die Kommunen ohne eigenes Stadtwerk gezielt bei der Umsetzung von Wärmenetzen unterstützen. Grundlage bilden dabei Erkenntnisse aus dem Projektverlauf, bestehende Fachliteratur sowie Interviews mit Vorreiterkommunen und Expert*innen aus der Praxis. Ein einführendes Infoblatt beleuchtet zentrale Fragen rund um die Planung und Umsetzung von Netzkonzepten. Ein zweites Infoblatt stellt im Detail unterschiedliche Betreibermodelle vor und zeigt jeweilige Vorteile sowie Herausforderungen auf.