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Energetische Sanierungen in Wohnungseigentümer-Gemeinschaften Studienauswertung und Ergebnisse einer empirischen Online-Befragung unter Eigentümer*innen und Hausverwaltungen

Die Sanierung der Gebäude in Deutschland ist eine der dringlichen Herausforderungen für den Erfolg der Energiewende und die Einhaltung der Klimaschutzziele. Mit einem Anteil von 22 Prozent aller Wohneinheiten in Deutschland stellen Wohnungseigentümer-Gemeinschaften dabei eine zentrale Zielgruppe dar. Die Studie befasst sich mit der energetischen Sanierung in solchen Wohnungseigentümer-Gemeinschaften.

Sie geht der Frage nach, welche Rolle Eigentümer*innen, Hausverwaltungen sowie Fachleute bei Sanierungen spielen, was spezifische Sanierungshemmnisse und -motive sind, welche Faktoren Sanierungsentscheidungen beeinflussen und welche Unterstützungsangebote für Wohnungseigentümer-Gemeinschaften sinnvoll sind. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde zunächst eine Literaturauswertung durchgeführt. Anschließend wurden Wohnungseigentümer*innen und Hausverwaltungen mittels einer Onlinebefragung befragt.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass in Wohnungseigentümer-Gemeinschaften ein erheblicher Sanierungsstau besteht: Oft wurden insbesondere die Außenwände und die Kellerdecke noch nicht gedämmt; viele Heizungen sind veraltet. Förderlich für die energetischen Sanierungen wirken sich aus Sicht der Eigentümer*innen die erzielbare Energieeinsparung, der Werterhalt oder die Wertsteigerung der Immobilie und die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen aus. Wichtige Hemmnisse für energetische Sanierungen sind Uneinigkeit zwischen Eigentümer*innen, hohe Skepsis gegenüber größeren Investitionen und Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Während die befragten Wohnungseigentümer*innen der Wärmewende größtenteils positiv zugewandt sind, stehen viele befragte Hausverwaltungen der Gebäudedämmung insgesamt sehr kritisch gegenüber, was ein weiteres Hemmnis für die Umsetzung von Dämmmaßnahmen sein kann. Fachleute wie Architektinnen und Energieberater haben aus Sicht der Eigentümer*innen nur selten einen relevanten Einfluss auf die Entscheidung der Wohnungseigentümer-Gemeinschaften. Gleichzeitig fühlen sich nur wenige zu energetischen Sanierungen gut beraten. Insgesamt haben die befragten Wohnungseigentümer*innen einen großen Bedarf nach konkreter Unterstützung und zeigen eine große Offenheit gegenüber unterstützenden Maßnahmen.

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