Die kommunale Wärmeplanung (KWP) ist das zentrale Instrument zur lokalen Umsetzung der Wärmewende. Den Kommunen kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu: Sie kennen die lokalen Begebenheiten und Herausforderungen in der Kommune und haben gleichzeitig das nötige Wissen zu lokalen Potenzialen erneuerbarer Energien sowie zu relevanten lokalen Akteuren und Stakeholdern. Diese Kenntnisse sind für die Umsetzung der Wärmewende entscheidend. Basierend auf Literaturanalysen, Projektworkshops und einem Clustertreffen mit vier Forschungsprojekten stellt der Bericht zentrale Erkenntnisse, Hemmnisse und Empfehlungen mit Blick auf die KWP strukturiert dar.
Der Bericht macht deutlich: Die kommunale Wärmeplanung leidet bislang unter uneinheitlichen Begrifflichkeiten, fehlenden Standards und unklaren gesetzlichen Vorgaben. So können wesentliche Hemmnisse wie fehlende Geschäftsmodelle für sektorenübergreifende Systeme, mangelnde Datengrundlagen und wirtschaftliche Unsicherheiten nur unzureichend adressiert werden.
Mit Blick auf eine beschleunigte Umsetzung der Wärmewende braucht es hingegen verbindliche Pläne mit klar definierten Umsetzungsinstrumenten (z. B. Anschlusszwänge, Bebauungspläne). Kommunen, Stadtwerke, Industrie, Wohnungswirtschaft und weitere lokale Akteure spielen spezifische Rollen und müssen frühzeitig eingebunden werden. Auch standardisierte Datenmodelle, juristische Klarstellungen (z. B. zur Abwärmenutzung), Anreize für Prosumer sowie eine zentrale Datenplattform sind Instrumente, um die KWP wirksam umzusetzen. Gleichzeitig braucht es strukturierte und auf den lokalen Kontext zugeschnittene Beteiligungsprozesse, Monitoring-Instrumente, sowie einen regelmäßigen Revisionsprozess der KWP. All das kann insbesondere dann gelingen, wenn es eine stärkere bundesweite Koordination und Erfahrungsweitergabe zur Unterstützung der kommunalen Ebene gibt.
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