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Nachhaltige Governance des Peer-to-Peer Sharing

Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es, um Nachhaltigkeitspotenziale des Peer-to-Peer Sharing zu stärken? Um diese Frage zu beantworten, fasst der Beitrag die wesentlichen Nachhaltigkeitspotenziale des privaten Teilens zusammen, diskutiert staatliche und anderweitige Steuerungsmöglichkeiten und veranschaulicht deren Vor- und Nachteile anhand konkreter Fallbeispiele aus den Bereichen Mobilität und Wohnen. Übergeordnetes Ziel ist es, eine Typologie unterschiedlicher Governance-Ansätze in der Sharing Economy zu entwickeln und diese in Verbindung zu den Nachhaltigkeitspotenzialen zu setzen.

Die Analyse der Wirkungen und Potenziale des Peer-to-Peer Sharing zeigt erstmal relevante Problemfelder des privaten Teilens auf, die den Autoren nach, durch geeignete Steuerinstrumente auf nachhaltige Entwicklungspfade gesetzt werden müssen. So ist beispielsweise die ökonomische Nachhaltigkeit durch Tendenzen der Monopolisierung der Plattformen und Fragen des Verbraucherschutzes gefährdet. Unter Aspekten der sozialen Nachhaltigkeit sind die zunehmende Kommerzialisierung privater Lebensbereiche und die Fortschreibung sozialer Klassenunterschiede problematisch. Ökologische Nachhaltigkeitspotenziale werden vor allem durch die Substituierung nachhaltiger Praktiken durch weniger umweltfreundliche Aktivitäten und zusätzlichen Konsum geschmälert.

Es wird nichtsdestotrotz auch gezeigt, dass das Teilen von Gütern positive Nachhaltigkeitswirkungen mit sich bringen. Voraussetzung dafür, dass Sharing-Plattformen jene erzeugen, ist, dass sie einem adäquaten Governance-Rahmen eingebettet sind. Der Rahmen muss sicherstellen, dass staatlich festgelegte Mindeststandards eingehalten werden und es nicht zu einer Unterminierung bestehender Regulierungen kommt. Die Darstellung alternativer Regulierungsansätze verdeutlicht, dass den Behörden für die Schaffung eines solchen Rahmens mehr Optionen zur Verfügung stehen, als häufig angenommen. Zusammenfassend unterscheiden die beiden Autoren diese drei wesentlichen Regulierungssätze: 1) Formen der Selbstregulierung auf verschiedenen Ebenen, 2) ordnungsrechtliche Maßnahmen und 3) Formen der Ko-Regulierung.

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