Menü image/svg+xml

Nachhaltigkeitsberichterstattung in Deutschland: Ergebnisse und Trends im Ranking 2005

Bereits zum 5. Mal untersuchten die Unternehmervereinigung future e.V. und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) die Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte der 150 größten deutschen Unternehmen und schaffen damit Transparenz über die Themen und die Qualität der Berichterstattung.
Bewertet wurde also nicht die Leistung der Unternehmen, sondern „nur“ die Berichterstattung darüber. Dennoch gehen die Verfasser von einem positiven Zusammenhang aus. Ein Unternehmen, das einen guten Nachhaltigkeitsbericht vorlegt, berichtet über Ziele, Maßnahmen und Aktivitäten. Es dürfte folglich auf dem Weg der kontinuierlichen Verbesserung und womöglich sogar im Vergleich zu Mitbewerbern besonders fortschrittlich sein.
Beim umgekehrten Rückschluss ist dagegen Vorsicht angebracht: Ein schwacher Bericht ist nicht zwingend ein Indikator für mangelhafte Leistung. Etwas sicherer kann der Kehrschluss allerdings bei den Non-Reportern gezogen werden. Im Vergleich zu den Unternehmen mit Nachhaltigkeitsberichten sind die Non-Reporter in Sachen Umweltschutz und gesellschaftlicher
Verantwortung sicher weniger fortgeschritten. Doch sind auch hier Ausnahmen denkbar, wenngleich die Verfasser sie nicht erwarten.
Diese Aussagen basieren auf langjährigen Erfahrungen: 1994 wurde erstmals das Ranking der Umweltberichte durchgeführt und von da an regelmäßig wiederholt (www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de). Die Bewertungskriterien wurden dabei stetig weiterentwickelt und bildeten sich in Deutschland zu einem anerkannten Qualitätsstandard aus.
Für das aktuelle Ranking wurden die Anforderungen grundlegend überarbeitet und für die Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten angepasst. Dabei wurden neben eigenen Forschungsergebnissen insbesondere folgende Arbeiten berücksichtigt:

  • GRI Reporting Guidelines
  • World Business Council for Sustainable Development (WBCSD)
  • Branchenberichte des Internationalen Verbands der Chemischen Industrie (CEFIC)
  • Standard SA 8000
  • Standard AA 1000

Die auf dieser Basis entwickelte Bewertungsskala von Loew und Clausen (2005) wurde im Januar 2005 veröffentlicht.
Die Ergebnisse des Rankings wurden am 17. Februar 2005 im Wirtschaftsmagazin „Capital“ exklusiv veröffentlicht. Der vorliegende Bericht ergänzt die Informationen in „Capital“, indem er die Ergebnisse des Rankings vertiefend analysiert.
Die Bedeutung des Rankings für den Nachhaltigkeitsdiskurs in und mit der Wirtschaft bewog Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung (www.nachhaltigkeitsrat.de), die Schirmherrschaft für das Ranking 2005 zu übernehmen.

Hauptnavigation

Servicenavigation