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Ökologie des TeilensBilanzierung der Umweltwirkungen des Peer-to-Peer Sharing

Im Projekt PeerSharing wurden Nutzer/innen von Sharing-Onlineplattformen zu ihrem Konsumverhalten befragt, um die ökologischen Auswirkungen der Plattformnutzung zu ermitteln. Die Berechnungen entsprechen Lebenszyklusanalysen, die mit einem Stoffstrommodell durchgeführt wurden. Die Ergebnisse der Ökobilanzierung von Teilen über Onlineplattformen wurden in einer Studie veröffentlicht.
Generell zeigt eine Plattformnutzung leichte ökologische Vorteile. Geringe Vorteile bietet Kleidersharing, denn neben verstärkter Nutzung von Gebrauchtware fördert der erleichterte Zugang eine Konsumsteigerung. Bei Mitfahrgelegenheiten treten Reduktionen der Emissionen aus der Mobilität auf: Die Besetzungszahl der genutzten PKW steigt, so dass sich die personenbezogenen Emissionen reduzieren. Beim Mitfahren und beim privaten Automieten zeigen sich Vorteile des Sharing darin, dass die Nutzer/innen zum Teil ihre PKW abschafften und ihre übrige Alltagsmobilität entsprechend umstellen. Beim Apartment-Sharing werden Privatwohnungen mit Reisenden geteilt, was geringere Umweltlasten verursacht als Hotelübernachtungen. Einen Großteil der Lasten des Reisens resultiert aus den zurückgelegten Strecken, insbesondere Flugreisen, wobei Sharing zusätzliches Reisen anregt. Mithilfe einer Repräsentativbefragung wurden die Umweltpotenziale der Sharing-Praktiken für Deutschland hochgerechnet. Eine Trendfortschreibung und die Annahme eines Wertewandels hin zu nachhaltigem Konsum wurden betrachtet. Signifikante Umweltpotenziale finden sich vor allem im Bereich der Mobilität. Insgesamt hängt die Ausschöpfung ökologischer Potenziale von der nachhaltigen Ausrichtung des Konsums ab: additiver Konsum und ökologisch nachteiliges Verhalten wirken den potenziellen Vorteile des Sharing entgegen.

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