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Self-consumption and self-sufficiency in energy sharing communities in Germany What is the impact of wind energy?

Deutschland entwickelt derzeit einen gesetzlichen Rahmen für Energy Sharing. Durch Energy Sharing erhalten Bürger*innen die Möglichkeit, Energiegemeinschaften zu bilden und Strom über das öffentliche Netz zu teilen. Damit werden neben Photovoltaik (PV) auch Windenergieanlagen, die an das öffentliche Netz angeschlossen sind, zu einer Option für Eigenverbrauch und Selbstversorgung von Energiegemeinschaften. Mithilfe eines Bottom-up-Energiesystemmodells bietet dieser Beitrag neue Erkenntnisse zu den energetischen Wechselwirkungen zwischen dem Haushaltsstromverbrauch und einem Stromerzeugungsmix, der auch Windenergie umfasst. Die Analyse erfolgt anhand einer Vielzahl potenzieller Energiegemeinschaften, die sich hinsichtlich des Verhältnisses von Wind- zu PV-Erzeugung sowie im Verhältnis von Energieerzeugung zu -verbrauch unterscheiden. Aufgrund ihrer zunehmenden Relevanz und einer identifizierten Forschungslücke liegt ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen der Elektrifizierung der Wärmeversorgung sowie des Einsatzes von Batteriespeichern.

Die Ergebnisse zeigen, dass ein Mix aus 75 Prozent Windenergie und 25 Prozent Photovoltaik zu den höchsten Eigenverbrauchs- und Selbstversorgungsgraden führt. Dieses Ergebnis ist unabhängig vom Erzeugungs-Verbrauchs-Verhältnis sowie von der Elektrifizierung der Wärmeversorgung oder der Installation von Batteriespeichern. Die Ergebnisse bieten eine bisher einzigartige Datenbasis und können beispielsweise zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit genutzt werden, wenn der gesetzliche Rahmen für Energy Sharing beschlossen wurde.

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