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Technisch-ökonomische Bewertung von Quartierspeichern Eine Betrachtung der Wirtschaftlichkeit und der regionalökonomischen Effekte von Quartierspeichern

Quartierspeicher ermöglichen es, Erzeugung und Verbrauch zu entkoppeln und können damit im Energiesystem der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um den Herausforderungen der fluktuierenden Stromerzeugung durch erneuerbare Energien zu begegnen. Allerdings ist eine wichtige Vorraussetzung für die weitere Verbreitung von Quartierspeichern ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit.

Derzeit werden Batteriespeicher vornehmlich in Eigenheimen und zur Eigenverbrauchsoptimierung eingesetzt. Dahinter steht zum einen der Wunsch nach Autarkie. Zum anderen ist mit der Speicherung von selbst erzeugtem Strom zur späteren Nutzung auch eine wichtige Erlösquelle bei dem Betrieb eines Speichers verbunden. Denn die zu erzielenden Erlöse aus dem Verkauf von nicht selbst verbrauchtem Strom liegen deutlich unter den Kosten für den Strom, der aus dem Netz bezogen werden muss. 

Das Arbeitspapier zeigt, dass im Vergleich zu vielen kleinen, privaten Heimspeichern durch einen gemeinsam genutzten Quartierspeicher mehr selbstproduzierter Strom im Quartier verbraucht werden kann. Nichtsdestotrotz bestätigt diese Arbeit frühere Erkenntnisse, dass weder Quartier- noch Heimspeicher derzeit wirtschaftlich betrieben werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse über Eigenverbrauchsquoten können allerdings in zukünftigen Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit von PV-Speichersystemen bei veränderten Markt- und Rahmenbedingungen einfließen. 

Um wirtschaftlich tragfähig zu sein, kann der Quartierspeicher neben der Eigenverbrauchsoptimierung noch weitere Erlöse durch Netz- und Systemdienstleistungen wie z.B. die Bereitstellung von Regelenergie oder die Kappung von Lastspitzen erbringen. In diesem Fall spricht man von einem Multi-use. Diese Arbeit zeigt, dass dies auch ohne größere Schmälerung der Eigenverbrauchs- und Autarkiequoten geschehen kann.
Die Studie untersucht außerdem, inwiefern der Speicher neben dem individuellen Nutzen zu einer regionalen Wertschöpfung beitragen kann.
 

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