Gesundheit und Lebensqualität sind eng mit der Qualität der Umwelt verbunden. Der Beitrag stellt Ergebnisse der Umweltbewusstseinsstudie 2024 vor und zeigt, wie Menschen in Deutschland Umweltbelastungen wahrnehmen und welche Zusammenhänge sie zwischen Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz sehen.
Besonders häufig werden gesundheitliche Belastungen durch Hitzeperioden, Luftschadstoffe, Allergene sowie Schad- und Kunststoffrückstände in Lebensmitteln und Trinkwasser genannt. Die Autorinnen verknüpfen diese Wahrnehmungen mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den gesundheitlichen Folgen von Klimawandel und Umweltverschmutzung. Gleichzeitig wird deutlich, dass Umweltbelastungen nicht alle Menschen gleichermaßen treffen: Ältere Menschen, Personen mit niedrigem Einkommen oder geringeren Ressourcen sowie Bewohner*innen von Städten sind oftmals stärker betroffen.
Der Artikel macht zudem deutlich, dass Umweltgerechtigkeit sowohl eine soziale als auch eine globale Dimension hat. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen auch als Beitrag zu Gesundheit und Lebensqualität verstehen. Daraus leiten die Autorinnen die Notwendigkeit ab, Umwelt- und Gesundheitspolitik stärker gemeinsam zu denken und soziale Gerechtigkeit bei politischen Maßnahmen konsequent mitzuberücksichtigen.