Die Umweltbewusstseinsstudie 2024 untersuchte zum 15. Mal das Umweltbewusstsein und umweltpolitische Einstellungen der Menschen in Deutschland. Dieser wissenschaftliche Bericht stellt Analysen der Hauptbefragung sowie qualitativer und quantitativer Zusatzerhebungen vor. Die dargestellten Ergebnisse umfassen segmentierende Analysen der Stichprobe in soziale Milieus und Umwelttypen, Analysen zum Schwerpunktthema „Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität“ sowie zu den Zeitreihen zum Umweltbewusstsein und umweltpolitischen Einstellungen.
Die Ergebnisse zeigen etwa, dass die Wichtigkeit des Umwelt- und Klimaschutzes im Vergleich zu den vergangenen Jahren abnahm. Andere politische Themen wie steigende Kosten durch Inflation und der Zustand der öffentlichen Daseinsvorsorge wurden relevanter. Zudem nahmen die Befragten einen Zusammenhang zwischen ihrer Lebensqualität und Gesundheit mit der Qualität ihrer direkten Umwelt wahr. Der Großteil der Befragten bewertete die Umweltqualität im direkten Wohnumfeld als gut. Mehrheitlich wurden Auswirkungen des Klimawandels auf die eigene Gesundheit wahrgenommen, v. a. durch Hitzeperioden. Weibliche Personen sowie Menschen mit niedrigem Einkommen und niedriger formaler Bildung zeigten sich stärker belastet.
Im Diskussionskapitel werden zwei zentrale Ergebnistrends der Studie erläutert: das sinkende Umweltbewusstsein in der Bevölkerung sowie die soziale Gerechtigkeit beim Umwelt- und Klimaschutz. Es folgen Empfehlungen für die Umweltpolitik und -kommunikation sowie zukünftige Forschung und Umweltbewusstseinsstudien. So wird unter anderem empfohlen, bei der Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen stärker auf eine sozial gerechte Ausgestaltung zu achten und Möglichkeiten zur Beteiligung zu fördern. Auch sollten Politik und Verwaltung Maßnahmen des Umweltschutzes stärker mit der Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit verknüpfen.
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