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Regional Governance - Engine for Sustainable Development?

International Summer Academy

25. August 2002  -  28. August 2002
Ökostation "Bauen und Technik", Wuppertal
Die Summer Academy ist Bestandteil des IÖW-Projektes "Governance and Sustainability". Es wird im Rahmen des Programmes "Sozial-ökologische Forschung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Veranstaltungsort:
Ökostation "Bauen und Technik"
Bundesallee 222
D-42103 Wuppertal
Tel/Fax: +49 (0)202-563 2310

Teilnahmegebühr:
Die Teilnahmegebühr von 350 Euro beinhaltet Unterkunft und Verpflegung.

Organisation und Durchführung:
Dr. Guido Nischwitz, IÖW / ENSURE
Dr. Reimar Molitor; Regionale 2006 GmbH / ENSURE

Teilnehmer/innen: Die Summer Academy ist auf 25 Teilnehmer/innen begrenzt. Sie richtet sich an Entscheidungsträger/innen, Praktiker/innen und Expert/innen aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung, Wissenschaft und Beratung in Europa.

Sprache: Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt.

Übernachtung: Hotelzimmer sind im Hotel Mercure<//a> reserviert. Das Hotel ist fünf bis zehn Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof Wuppertal und vom Veranstaltungsort entfernt.

Anreise: Wuppertal verfügt über eine gute Zuganbindung. Darüber hinaus sind die internationalen Flughäfen Düsseldorf und Köln mit dem Zug in 40 bis 60 Minuten zu erreichen. Einen ausführlichen Reiseplan erhalten die Teilnehmer/innen bei Anmeldung.

Fragen und Ziele

Der dynamische Wandel von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft verändert die Bedingungen, Kapazitäten und Fähigkeiten einer Steuerung räumlicher Entwicklung. Im Zusammenspiel mit dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung ergeben sich im politisch-räumlichen Mehrebenensystem tiefgreifende Veränderungen: Im Rahmen regionaler und z.T. informeller Selbstorganisationsmuster mit neuen Akteurskonstellationen gewinnen Regionen Gestaltungsmacht bei ihrer Entwicklung zurück. Sie thematisieren und formieren sich dabei neu. Gleichzeitig werden im Spannungsfeld von Globalisierung und Regionalisie­rung Handlungskompetenzen und Gestaltungsspielräume vor Ort sowohl reduziert als auch erweitert.

Im Rahmen dieses Entwicklungsprozesses treten neue Steuerungsformen auf, die in der gesellschaftspolitischen Diskussion zunehmend mit dem Begriff ,Governance’ besetzt werden. Das Weißbuch „Good Governance“ der Europäischen Kommission (2001) übersetzt ,Governance’ „(...) als Reformangebot der Kommission, (...) als Versuch von Deregulierung und Abdankung von öffentlichen Institutionen zugunsten privater Akteure, als Öffnung staatlicher Institutionen gegenüber der Zivilgesellschaft, als Versuch der Erarbeitung modernerer (themen- und ebenenübergreifender) Politikverfahren“.

Die Summer Academy ,Regional Governance’ beleuchtet die zentralen Herausforderungen und Auswirkungen für Staat, Unternehmen/Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die sich aus neuen Steuerungsformen auf regionaler Ebene ergeben. Zu bearbeitende Fragestellungen sind:

  • Wer macht ,Governance’ und wie ist ,Regional Governance’ organisiert?
  • Welche institutionellen / instrumentellen Grundlagen benötigt ,Regional Governance’?
  • Wie können Unternehmen als Akteure in Governancestrukturen für nachhaltige Raum­entwicklung eingebunden werden?
  • Welche regionsspezifischen Ausgangslagen bilden welche Governancestyles aus?
  • Welche Erfolgspotenziale verspricht man sich von ,Regional Governance’ und wo sind dabei die Grenzen zu anderen Steuerungsansätzen?
  • Wie verhält sich ,Regional Governance’ im Kontext der Globalisierung?
  • Kann ,Governance’ ein Motor für nachhaltige Raum- und Wirtschaftsentwicklung sein und wenn ja, welche Voraussetzungen werden benötigt?

Ziel der Summer Academy ist es, ‚Governance‘ in Bezug auf seine verschiedenen räum­lichen Dimensionen und zur sozial-ökologischen Forschung aus internationaler Perspektive zu diskutieren. Dabei sollen Berührungspunkte zwischen den einzelnen Ebenen bestimmt werden, die zukünftig für eine mögliche strategische Beförderung von ,Governance’ genutzt werden können. Letztendlich geht es um eine Aufarbeitung und Systematisierung der Chancen und Grenzen von ‚Regional Governance‘ für eine nachhaltige Entwicklung. Neben dieser Operationalisierung des Konzeptes sollen die unterschiedlichen räumlichen Handlungsebenen und ihre Verknüpfung mit neuen Themenzugängen wie Ziele und Inhalte, Akteure und Kommunikation, Organisationsformen und Instrumente diskutiert werden. Eine mögliche thematische Eingrenzung bietet der Zugang über neue institutio­nelle und instrumentelle Ansätze in der Raumplanung und in der regionalen Wirtschafts­politik.

Die Summer Academy ist als ein internationaler Austausch zwischen anwendungsorientier­ter Forschung und gesellschaftlicher Praxis angelegt. Angesprochen werden Experten aus Wissenschaft, Praxis, dem Consulting-Bereich und Verwaltung in Europa, die sich insbesondere aus regionalen Erfahrungszugängen heraus mit ‚Governance‘ beschäftigen.

Erster Tag

10 Regionen = eine Region?
Der erste Tag der Summer Academy widmet sich der Frage, aus wie vielen verschiedenen Regionen eine Region besteht: Abseits einer administrativen Abgrenzung ist eine Region durch viele in ihr liegende Regionen gekennzeichnet oder sie ist selbst Teil einer größeren Region. Was auf den ersten Blick verwirrend klingt ist im Rahmen von ,Regional Governance’ eine sinnvolle Fragestellung. Der Begriff ,Region’ ist - in Anbetracht einer nachhaltigen Entwicklung - nicht länger nur durch administrative Anforderungen der Raumplanung definiert, sondern geht viel weiter: Er beschreibt z.B. ein thematisches Netzwerk, einen Wirtschafts-Cluster oder ein besonderes Schutzgebiet. In der Regel haben diese ,Regionen’ nur wenige Berührungspunkte, besonders in stärker urbanisierten Gebieten, wo die Zahl verschiedener Akteurs-Netzwerke, die zu einer Region gehören, sehr hoch ist. Am ersten Tag der Summer Academy soll die Möglichkeit erörtert werden, wie verschiedene Regionen bzw. regionale Netzwerke für das Ziel einer nachhaltigen Regionalentwicklung ,verlinkt’ werden können und inwiefern Regional Governance dazu beitragen kann.

Zweiter Tag

Unternehmen als treibende Kraft nachhaltiger Regionalentwicklung
Viele Studien haben gezeigt, dass Unternehmen eine vernachlässigte Akteursgruppe im Rahmen von Prozessen nachhaltiger Entwicklung sind. Abseits von Programmen, die Aktionen in Unternehmen initiieren und unterstützen - wie z.B. Aktivitäten im Bereich Öko-Effizienz - wurde bisher sehr wenig unternommen, um Unternehmen in den Prozess nach­haltiger Regionalentwicklung zu integrieren. Insbesondere die Agenda-21-Aktivitäten auf der lokal-regionalen Ebene äußern häufig einen Bedarf nach stärkerer Unternehmenseinbindung. Der zweite Tag der Summer Academy stellt die Ambitionen von Unternehmen in den Mittelpunkt, stärker regional zu denken und zu handeln. Es soll versucht werden, mögliche Wege einer konsistenten Einbindung in regionale Entwicklungsprozesse zu identifizieren. Abgerundet wird dieses Thema durch den Besuch von Unternehmen, die am aktuellen Entwicklungsprozess der Region im Bergischen Städtedreieck (Remscheid, Wuppertal, Solingen) der ,Regionale 2006’, teilnehmen.

Dritter Tag

Herausforderungen und Bedarfe
Der dritte und letzte Tag der Summer Academy zielt auf darauf ab, Entwicklungskorridore für den Beitrag zu formulieren, den ,Regional Governance’ in näherer Zukunft für die nach­haltige Entwicklung von Regionen leisten muss. Da die Summer Academy als eine europa­weite Veranstaltung konzipiert ist, wird vor allem das Zusammentragen der jeweiligen nationalen Sichtweisen und zukünftigen Herausforderungen und Bedarfe im Mittelpunkt stehen. Die Veranstaltung wird am dritten Tag ein besonderes Augenmerk auf die Periode ,2006+’ legen und der Frage nachgehen, welche Formen Regionalentwicklung in einer erweiterten und modifizierten Europäischen Union haben wird.

Sonntag, 25. August 2002
Anreise/Einführung

19.00
Einführung:
"Regional Governance und Sustainable Development - ein Titel, wie viele Zugänge?"
IÖW/ENSURE

20.00
Abendessen

Montag, 26. August 2002
10 Regionen = eine Region?

9.30
Statements
Prof. M. Narodoslawsky / N.N.

10.00
Parallele Arbeitsgruppen
"Governance-Ebenen in verschiedenen nationalen Kontexten"

12.00
Mittagspause

13.00
Präsentation und Diskussion von Ergebnissen der Arbeitsgruppen

17.30
Empfang im Wuppertaler Rathaus
Dr. H. Kremendahl, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal

Dienstag, 27. August 2002
Unternehen als treibende Kraft einer nachhaltigen Regionalentwicklung

9.00
Statements
Dr. R. Molitor, G. Sweeney

10.00
Parallele Arbeitsgruppen
"Unternehmen/Wirtschaft als engagierte Akteure für Regionalentwicklung"

12.00
Kurze Präsentation und Diskussion von Ergebnissen der Arbeitsgruppen

13.00
Mittagspause

14.00
Exkursion zu drei regional ansässigen Unternehmen
Regionale 2006 / Regionalbüro Bergisches Städtedreieck

20.00
Abendprogramm

Mittwoch, 28. August 2002
Regional Governance - Herausforderungen und Bedarfe

9.00
Statements
Dr. T. Moss / Prof. D. Fürst

10.00
Parallele Arbeitsgruppen
"Regional Governance - Konzept, Prozess, Instrument?"

12.00
Mittagspause

13.30
Kurze Präsentation und Diskussion von Ergebnissen der Arbeitsgruppen

14.30
Posiumsdiskussion und Aussprache
Dr. T. Moss, Prof. H. Majer, Prof. M. Narodoslawsky, G. Sweeney, N.N.

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