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KonferenzSTADTGRÜN IST MEHRWERT

Datum: 12. September 2019

Neue Rathaus Leipzig, Martin-Luther-Ring 4, 04109 Leipzig

Veranstalter

Stadt Leipzig
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Welchen Wert haben städtische Grünflächen für die Menschen und wie können Kommunen diesen besser vermitteln? Welche Argumente und Strategien helfen, urbane Grünflächen zu erhalten und auszubauen? Wie können Kommunen Prozesse kommunaler Grünflächenentwicklung so gestalten und kommunikativ begleiten, dass die Bürger/innen diese Maßnahmen befürworten und ihre Grünflächen mehr wertschätzen?

Parks, Kleingärten und andere Grünflächen in Städten haben viel zu bieten: Sie dienen der Erholung, Bewegung, dem sozialen Austausch oder als Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Sie können außerdem dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels zu dämpfen, indem sie Hitzewellen oder Starkregenereignisse abschwächen. Daher ist es wichtig, grüne Flächen so zu planen und zu pflegen, dass sie diese unterschiedlichen Aspekte berücksichtigen. Die kommunale Praxis zeigt jedoch, dass solch ein integrierter Ansatz in der Stadtplanung noch zu selten umgesetzt wird. Das Projekt STADTGRÜN, das unter Federführung des IÖW gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und vier Partnerkommunen bearbeitet wird, unterstützt Kommunen dabei, eine Argumentationsgrundlage für mehr und diverse Grünflächen in der Stadt zu schaffen. Die kommunale Praxis zeigt, dass bei der Stadtentwicklung Biodiversität und Klimawandel selten berücksichtigt werden.

Um besser für mehr Grünflächen in der Stadt argumentieren zu können, die gleichzeitig sowohl die Klimaresilienz urbaner Räume erhöhen als auch zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen, werden zentrale Ökosystemleistungen urbaner Grünflächen erfasst und ökonomisch bewertet. Durch die Monetarisierung soll der Wert von Stadtgrün sichtbar werden.

Die Ergebnisse der Bewertung werden in ein Onlinetool eingearbeitet, dass es Kommunen ermöglicht, die Effekte urbaner Grünflächen und deren Wert in ihrer Vielschichtigkeit abzubilden und Argumente zu deren Erhalt und Ausweitung zu generieren. Mit dem Ziel, weitere Akteure in den Erhalt und die Erweiterung von Stadtgrün einzubinden, erarbeitet das Projektteam beispielhaft, wir die Ergebnisse des Tools strategisch in Beteiligungs- und Kommunikationsprozesse der Stadt eingesetzt werden können. Dadurch wird der Transformationsprozess durch breite Bürgerbeteiligung unterstützt und Akzeptanz und Mitgestaltung gefördert.

Die Konferenz bietet ein Forum für die Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen des Projektes Stadtgrün wertschätzen und weiterer Projekte, für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie für die Vernetzung von Akteuren, die sich für den Erhalt urbanen Grüns einsetzen.

Die Veranstaltung möchte die wissenschaftliche Diskussion um die Leistung von Grünflächen in der Stadt voranbringen mit dem Ziel, Argumente für den Erhalt und die Ausweitung von Stadtgrün zu formulieren und zu bündeln.

Sie möchte die Frage diskutieren, wie die Handlungsmöglichkeiten von Kommunen (und insb. Grünflächenämtern) erweitert werden können, um die (wachsenden) Anforderungen an die Städte hinsichtlich der Anpassung an den Klimawandel und die Förderung der biologischen Vielfalt zu konkretisieren und umzusetzen. Hier soll auch darauf eingegangen werden, wie Kommunen den, vom Weißbuch Stadtgrün geforderten, integrativen Ansatz umsetzen können.

Wertschätzung basiert unter anderem auf Information und Beteiligung der Menschen, die in Städten wohnen. Daher möchte die Veranstaltung auch ein Forum bieten für gute Beispiele für die Kommunikation mit gesellschaftlichen Gruppen und die Einbindung in die Planungsprozesse rund um Stadtgrün.

Die Konferenz richtet sich an Akteure aus der kommunalen Praxis (Grünflächenamt, Stadtplanungsamt und deren Dachorganisationen) und Akteure aus der angewandten Stadtforschung, die sich mit den Herausforderungen der integrierten Stadtplanung befassen.

Ein detailliertes Programm wird noch bekannt gegeben.

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