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KonferenzZukunft? Jugend fragen!Im Fokus: Die Einstellungen junger Menschen zu Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung und Politik

Datum: 25. Januar 2018

betahaus, Prinzessinnenstraße 19-20, 10969 Berlin

Veranstalter

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Für wen? Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren 

Unter welchen Bedingungen wir in Zukunft leben, wird schon heute entschieden. Dies gilt ganz besonders für die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung.
Jugendliche und junge Menschen sollen mitreden können! Auf der Jugendkonferenz Zukunft? Jugend fragen! besteht die Gelegenheit mit Entscheidungsträger/innen ins Gespräch zu kommen und folgende Fragen aus Sicht von Jugendlichen zu diskutieren und zu verhandeln:

  • Wie wichtig sind Umwelt- und Naturschutz heute und in Zukunft?
  • Wie sieht eine nachhaltigere Konsumkultur aus und wie könnte sie unterstützt werden?
  • Welche Formen des persönlichen Engagements für ein nachhaltiges und solidarisches Miteinander sind attraktiv?
  • Welche Vorstellungen von der Zukunft haben Jugendliche und junge Menschen?
  • Und wie stellen sie sich das Leben in der eigenen Stadt ganz konkret vor?
Moderation: Luisa Neubauer, Wir moderieren
10:00Eröffnung der Konferenz
    Dietmar Horn, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
10:15Kurzvorstellung des Projekts
„Zukunft? Jugend fragen! Eine umwelt- und stadtpolitische Agenda der Zukunft“, Dr. Gerd Scholl, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
10:20

Präsentation der Studie zu Einstellungen und Alltag
junger Menschen

Dietmar Horn, BMUB und Dr. Gerd Scholl, IÖW

10:30

Und wer bist du? Interaktives Aufstellungsspiel

10:45

Ergebnisse der Jugendstudie
Was denken junge Menschen über Umweltthemen? Was ist ihnen heute und in Zukunft wichtig? Und welche Erwartungen haben sie an die Politik? Diskussionen in Murmelrunden
Dr. Gerd Scholl, IÖW

11:25Kommentare zur Jugendstudie
Vertreter des Jugendprojektbeirats und des BMUB
anschließende Fragerunde
12:00Mittagspause
13:00Parallele Foren
14:30Kaffeepause
15:00

Flotter Hocker
Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft stellen sich
Euren Fragen, Wünschen und Forderungen

  • Ingrid Müller, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
  • Benjamin Peter, HDE Handelsverband Deutschland
  • Elke Plate, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Celia Wicher, stellvertretende Jugendsprecherin der BUNDjugend im BUND-Vorstand
16:00

Ende der Veranstaltung

Stand 11.01.2018, Änderungen behalten wir uns vor


Forum 1: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Alltag und beim Konsum für Dich?

Impulse:
-    Ergebnisse der Jugendstudie zu nachhaltigem Konsum und Barrieren, Dr. Brigitte Holzhauer, Holzhauerei
-    Leo Willen, Konsumkritische Stadtführungen WELTbewusst Lüneburg
Moderation: Ann-Kathrin Köther, Mitglied des Jugendprojektbeirats

Forum 2: Wie wollen wir in unserer Stadt (nachhaltig) leben?

Impulse:
-    Ergebnisse der Jugendstudie zum Leben in der Stadt und Beobachtungen aus den Zukunftswerkstätten, Harriet Fünning, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, und Dr. Bastian Lange, Multiplicities
-    Bericht aus der Zukunftswerkstatt, Schüler/innen des C. F. Gauss Gymnasiums Frankfurt/Oder
Moderation: Carl-Frederick Luthin, Mitglied des Jugendprojektbeirats

Forum 3: Wie politisch sind wir?

Impulse:
-    Ergebnisse der Jugendstudie zu Einstellungen gegenüber Politik und Gesellschaft, Michael Schipperges, sociodimensions
-    Lea Sonnenberg, Jugendbotschafterin der Jugenddialoge zur COP23
Moderation: Julius Neu, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung

Stand 11.01.2018, Änderungen behalten wir uns vor


Zukunft? Jugend fragen! Wir fragen – junge Menschen antworten

Was bewegt junge Menschen beim Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Und was bedeutet das für Umwelt- und Stadtpolitik? Diese Fragen standen im Zentrum der Studie „Zukunft? Jugend fragen! Nachhaltigkeit, Politik, Engagement – eine Studie zu Einstellungen und Alltag junger Menschen“, die das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gemeinsam mit Holzhauerei, Multiplicities und sociodimensions für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) durchgeführt hat. Die Studie entstand im Rahmen des Projekts „Zukunft? Jugend fragen! Eine umwelt- und stadtpolitische Agenda der Zukunft“, das im Auftrag des BMUB eine Bestandsaufnahme zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der heutigen Jugend und ihrem Leben in der Stadt erarbeitet hat. Die Ergebnisse der Jugend-Studie wurden am 25. Januar 2018 auf einer Konferenz mit rund 100 jungen Menschen im betahaus in Berlin vorgestellt und diskutiert.

Nach der Begrüßung durch die Moderatorin Luisa Neubauer (Studentin, Moderatorin und ONE-Jugendbotschafterin) eröffnete Dietmar Horn, Abteilungsleiter für Umwelt- und Stadtpolitik im BMUB, die Jugendkonferenz. Anschließend erläuterte Projektleiter Dr. Gerd Scholl (IÖW) das Besondere an dem Projekt: von Anfang an wurden junge Menschen nicht nur als „Beforschte“, sondern auch als „Forschende“ beteiligt, z. B. in Workshops, Zukunftswerkstätten und durch die Gründung eines Jugendprojektbeirats, der das Vorhaben kritisch und unterstützend begleitete. Gerd Scholl präsentierte die zentralen Ergebnisse der Jugendstudie: Für immerhin 44 Prozent der Befragten 14- bis 22-Jährigen gehört eine intakte natürliche Umwelt zu einem guten Leben unbedingt dazu. Junge Menschen haben zudem ein ausgeprägtes Bewusstsein für die globale Umweltzerstörung und den Klimawandel. Ein „Weiter so“ ist für die meisten nicht vorstellbar, so Scholl. Die Studie zeige aber auch, dass soziale Verantwortung und umweltbewusstes Handeln für viele junge Menschen nicht an erster Stelle stehen. Die Umsetzung des notwendigen sozialen und ökologischen Wandels sehen junge Menschen dennoch vor allem im Alltagshandeln: während gerade einmal elf Prozent der Befragten es sehr wichtig finden, sich politisch zu engagieren, ist es für doppelt so viele (22 Prozent) sehr wichtig, sich im Alltag umweltbewusst zu verhalten. Alle Ergebnisse der Befragung sind in der Broschüre „Zukunft? Jugend fragen! Nachhaltigkeit, Politik, Engagement – eine Studie zu Einstellungen und Alltag junger Menschen“ zu finden.


Foren: Wer trägt Verantwortung und wer kann was tun?

In den drei parallel stattfindenden Foren stellte das Projektteam Ergebnisse der Jugendstudie zu den Themen Nachhaltiges Verhalten im Alltag und im Konsum, Beteiligung junger Menschen an der Stadtentwicklung sowie Verständnis von Politik und politisches Engagement vor. Ergänzt wurden die Vorträge durch spannende Impulse junger Nachhaltigkeitsaktiver.

Im Forum „Was bedeutet Nachhaltigkeit im Alltag und beim Konsum für Dich?“ präsentierte Dr. Brigitte Holzhauer (Holzhauerei) die wichtigsten Ergebnisse der Studie zum Konsum- und Alltagsverhalten junger Menschen. Mit konsumkritischen Stadtführungen stellte Leo Willen von WELTbewusst Lüneburg eine Möglichkeit vor, erlebnisorientiert über nachhaltige Konsummöglichkeiten zu informieren: An verschiedenen Stationen der Führung werden die zumeist unerwünschten (und unbekannten) Nebenwirkungen aufgezeigt, die die Herstellung von Konsumprodukten in anderen Teilen der Welt verursachen und Alternativen zu diesen Produkten vorgestellt. Die Teilnehmenden des Forums diskutierten anschließend über ihr persönliches Konsumverhalten und darüber, was sie beim umweltgerechteren Konsum unterstützen könnte. Die Diskutant/innen formulierten hier insbesondere ihre Erwartungen an Bildungsangebote, neue Medien und Vorbilder für nachhaltige Verhaltensweisen. Auch der Abbau von Barrieren, wie hohe Kosten und fehlender Zugang zu nachhaltigen Angeboten, würde sie beim umweltgerechteren Konsum unterstützen. Letztendlich sahen Teilnehmenden des Forums die Verantwortung für ein nachhaltiges Konsumverhalten aber trotz allem bei sich selbst.

Harriet Fünning vom IÖW stellte im Forum „Wie wollen wir in unserer Stadt (nachhaltig) leben?“ die wichtigsten Ergebnisse der Studie zum Themenfeld nachhaltige Stadtentwicklung vor. Schüler/innen des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums aus Frankfurt/Oder berichteten anschließend von den Ergebnissen einer Zukunftswerkstatt zum Thema "Wie soll meine Stadt aussehen?", die sie zusammen mit dem Projektpartner Dr. Bastian Lange von Multiplicities durchgeführt haben. Die Schüler/innen erarbeiteten und identifizierten konkrete Verbesserungswünsche für ihre Stadt, die sie demnächst örtlichen Entscheidungsträger/innen vorstellen wollen. Dann waren die weiteren Teilnehmenden gefragt: Von kleineren Aktionen bis zu größeren Projekten gab es unterschiedliche Veränderungsvorschläge, die das Leben in der Stadt verbessern sollen: so z. B. gemeinsame „Aufräum-Feste“, um die Straßen sauber zu halten, mehr Grünflächen und ein besser ausgebauter öffentlicher Nahverkehr. Die Mehrzahl der Teilnehmenden wünschte sich, dass die Politik jungen Menschen mehr Freiräume schafft, ihre Stadt mitzugestalten. So könnten junge Menschen motiviert werden, sich für ihre Wohnumgebung zu engagieren. Weniger Anonymität und mehr Verantwortungs- und Gemeinschaftsgefühl seien dafür unterstützende Faktoren.

Im Forum „Wie politisch sind wir?“ präsentierte Projektpartner Michael Schipperges (sociodimensions) zunächst die Ergebnisse der Studie zu den Einstellungen junger Menschen gegenüber Politik und Gesellschaft. Lea Sonnenberg berichtete als Teilnehmerin von den Jugenddialogen zur COP23 und beschrieb ihren persönlichen Weg zum politischen Engagement. In Gruppen diskutierten die Teilnehmenden im Anschluss, wofür sie sich engagieren (würden), was ihnen ihr politisches Engagement erschwert und wie es erleichtert werden könnte. Fehlende Informationen über die verschiedenen Engagement-Möglichkeiten seien oftmals ein erstes Hindernis. Zudem forderten die Teilnehmenden, dass ehrenamtliches Engagement einen höheren Stellenwert haben und auch in Schule und Universität eine höhere Anerkennung, z.B. in Form von Freistellungen, erfahren sollte.

Flotter Hocker – Junge Menschen stellen ihre Fragen und Forderungen

In der abschließenden „Flotten Hocker“-Diskussion stellten sich Ingrid Müller (BMUB), Elke Plate (Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen), Benjamin Peter (HDE Handelsverband Deutschland) und Celia Wicher (BUNDjugend) den Fragen, Wünschen und Forderungen der jungen Konferenzteilnehmenden. Themen der angeregten Diskussion waren unter anderen die Möglichkeiten und Grenzen für nachhaltiges Konsumverhalten junger Menschen, die Verantwortung von Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung, die Möglichkeiten für bessere Umweltbildung sowie die Schwierigkeit, junge Menschen an den überwiegend sehr langfristig angelegten Planungsprozessen in der Stadtentwicklung zu beteiligen.

Das Fazit: Stimmen aus dem Jugendprojektbeirat

„Die Jugendkonferenz war eine sehr tolle Erfahrung für mich, da nicht nur die Ergebnisse der Studie sehr interessant waren, sondern auch die anderen jungen Leute auf der Konferenz, mit denen man sich über diese austauschen konnte, da die Studie konkret über uns und unsere Vorstellung zu den Themen Umwelt, Stadt und Politik war.“ (Julia)

„Das Ergebnis der Arbeit kann sich sehen lassen, es ist eine umfangreiche Studie entstanden, die viele Aspekte der Lebenswirklichkeit unserer Generation aufgreift.“ (Carolin)

Hier geht es zu den Bildern von der Veranstaltung.

 

 


EINFÜHRUNG

Kurzvorstellung des Projekts
„Zukunft? Jugend fragen! Eine umwelt- und stadtpolitische Agenda der Zukunft“ (PDF, 1.190 KB)
Dr. Gerd Scholl, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Ergebnisse der Jugendstudie

Was denken junge Menschen über Umweltthemen? Was ist ihnen heute und in Zukunft wichtig? Und welche Erwartungen haben sie an die Politik? (PDF, 2.431 KB)
Dr. Gerd Scholl, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

FOREN

Forum 1: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Alltag und beim Konsum für Dich?
Ergebnisse der Jugendstudie zu nachhaltigem Konsum und Barrieren (PDF, 962 KB)
Dr. Brigitte Holzhauer, Holzhauerei

Forum 2: Wie wollen wir in unserer Stadt (nachhaltig) leben?
Ergebnisse der Jugendstudie zum Leben in der Stadt und Beobachtungen aus den Zukunftswerkstätten (PDF, 595 KB)
Harriet Fünning, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, und Dr. Bastian Lange, Multiplicities

Forum 3: Wie politisch sind wir?
Ergebnisse der Jugendstudie zu Einstellungen gegenüber Politik und Gesellschaft (PDF, 1.505 KB)
Michael Schipperges, sociodimensions

Erfahrungsbericht (1.004 KB)
Lea Sonnenberg, Jugendbotschafterin der Jugenddialoge zur COP23

Die Konferenz findet zum Abschluss des Projekts „Zukunft? Jugend fragen! Eine umwelt- und stadtpolitische Agenda der Zukunft“ statt, das vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Zusammenarbeit mit sociodimensions, Holzhauerei und Multiplicities im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) durchgeführt wurde.

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