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IÖW-Newsletter 01/2017   Februar


Sehr geehrte Damen und Herren,

neues Jahr, neue Ideen: Wir haben vor Kurzem vier mehrjährige Forschungsprojekte begonnen, die wir Ihnen in diesem Newsletter vorstellen: Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir die Wärmewende in Berlin voranbringen, wir unterstützen Kommunen dabei, mehr Grün in die Städte zu bringen, arbeiten im Großprojekt Designetz an Lösungen für eine sichere und effiziente Energieversorgung in der Energiewende und erforschen die Auswirkungen der Digitalisierung auf Mensch und Umwelt.

Weiterhin laden wir Sie ein, auf unserer ersten Konferenz des Jahres am 1. März 2017 in Berlin mit uns über die transformative Kraft der Maker zu diskutieren. Es sind noch wenige Plätze frei.

Mit besten Wünschen für Sie im Jahr 2017 und winterlichen Grüßen aus dem IÖW,

Ihr Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Das IÖW auf Twitter @ioew_de.

Aktuell

Das IÖW trauert um seinen Gesellschafter Ludwig Trepl

Ludwig Trepl, langjähriger Gesellschafter und ehemaliger Wissenschaftler am IÖW, ist tot. Er starb am 19. Dezember 2016 im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit in Berlin. Der habilitierte Biologe war von 1987 bis 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IÖW und arbeitete dort mit Arnim von Gleich, Otto Ullrich, Reinhard Pfriem und anderen zu Theorie und Geschichte der Ökologie. Der von Ludwig Trepl geleitete „Arbeitskreis ökologischer Diskurs“ am IÖW arbeitete an einem ganzheitlichen Verständnis der „Ökologie“ mit ihren natur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Bezügen.

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Smarte grüne Welt? Projekt untersucht sozial-ökologische Folgen der Digitalisierung

Können Mobilitäts-Apps die Umwelt entlasten oder erhöhen die durch sie entstandenen neuen Möglichkeiten am Ende den CO2-Ausstoß? Wird der Konsum von Waren durch Onlineshopping gesteigert oder verringert er sich, wenn Verbraucher Produkte über Sharing-Plattformen teilen? Und fördert das Internet, dass mehr Menschen in der Gesellschaft mitbestimmen und sich damit nachhaltige Produkte leichter am Markt durchsetzen können? Ob die Digitalisierung Ressourcen spart oder verschwendet, ob sie demokratische Prozesse fördert oder hindert, untersucht das Forschungsprojekt „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“. Das gemeinsame fünfjährige Projekt des IÖW und der TU Berlin wird vom BMBF in der Sozial-ökologischen Forschung gefördert.

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Wärmewende für Berlin – Forschungsprojekt gestartet

In Deutschland wird ein Drittel der Energie genutzt, um Raumwärme und Warmwasser zu erzeugen – bislang ganz überwiegend auf Basis fossiler Brennstoffe. Während die Energiewende in der Stromerzeugung bereits fortgeschritten ist, fehlen Ansätze für eine umwelt- und klimaschonende Wärmeversorgung bislang weitgehend. Das neue vom IÖW geleitete Forschungsprojekt „Urbane Wärmewende“ entwickelt nun am Beispiel der Stadt Berlin Empfehlungen für eine sozial-ökologische Transformation der Energieinfrastrukturen. Es wird im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung des BMBF gefördert.

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Mit Stadtgrün dem Klimawandel trotzen

Parks, Kleingärten und andere Grünflächen in Städten haben viel zu bieten: Sie dienen der Erholung, Bewegung, dem sozialen Austausch oder als Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Sie können außerdem dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels zu dämpfen, indem sie Hitzewellen oder Starkregenereignisse abschwächen. Daher ist es wichtig, grüne Flächen so zu planen und zu pflegen, dass sie diese unterschiedlichen Aspekte berücksichtigen. Das vom IÖW geleitete Projekt Stadtgrün will Kommunen dabei unterstützen, eine Argumentationsgrundlage für mehr und diverse Grünflächen in der Stadt zu schaffen. Es wird vom BMBF in der Sozial-ökologischen Forschung gefördert.

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Neues Projekt Designetz: Baukasten Energiewende

In dem Projekt Designetz werden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland Lösungen entwickelt, wie eine klimafreundliche, sichere und effiziente Energieversorgung bei hohen Anteilen schwankender Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie umgesetzt werden kann. Das IÖW arbeitet in dem Projektkonsortium aus 46 Partnern daran, verschiedene Flexibilitätsoptionen wie z. B. Power-To-Heat oder Speicheroptionen in unterschiedlichen Beteiligungsformaten zu bewerten. Bei dem Projekt handelt es sich um eine von fünf Modellregionen, in denen mit Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium im Programm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) innovative Technologien und Verfahren für die intelligente Energieversorgung der Zukunft untersucht werden.

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Leitfaden unterstützt Peer-to-Peer Plattformen bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen

Um Internetdienste, die das Teilen, Tauschen und Leihen zwischen Privatpersonen ermöglichen, zu unterstützen, wurde im Projekt PeerSharing ein Leitfaden für mögliche Geschäftsmodelle von Peer-to-Peer Sharing-Plattformen entwickelt. Mit praktischen Tipps anhand von Fallbeispielen und Tricks bei möglichen Herausforderungen sollen diese Geschäftsmodelle weiterentwickelt und optimiert und so die jungen Unternehmen vor allem in der Startphase unterstützt werden.

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Postwachstum: Was bieten die makroökonomischen Theorien?

IÖW-Postwachstumsexperte Steffen Lange zeigt in einem Vortrag, welche Erkenntnisse die makroökonomischen Theorien für Postwachstumsökonomien bieten. Was kann von Keynes, Marx und den Neoklassikern abgeleitet werden? Der Vortrag, den Lange im November 2016 an der Universität Hamburg im Arbeitskreis Plurale Ökonomik gehalten hat, ist als Zusammenschnitt online frei verfügbar.

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ZfK-Umfrage: Ausweitung der EEG-Umlage auf Sektoren Wärme und Verkehr umstritten

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft und das IÖW hatten im Herbst 2016 in einer Kurzstudie gezeigt, dass die EEG-Umlage auf den Strompreis deutlich sinken könnte, wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien auch über den Verbrauch fossiler Energieträger in den Sektoren Wärme und Verkehr mitfinanziert wird. Die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) hat ihre Leser/innen zu diesem Vorschlag befragt und teilt in ihrer Januar-Ausgabe mit, dass 55 Prozent der Umfrageteilnehmenden eine solche Ausweitung begrüßen würden.

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IÖW-Gründer Reinhard Pfriem in den Ruhestand verabschiedet

Nach über zwanzig Jahren als Hochschullehrer für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und betriebliche Umweltpolitik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sich IÖW-Gründer Professor Reinhard Pfriem am 17. Januar 2017 in den Ruhestand verabschiedet. Reinhard Pfriem ist seit den 1980er Jahren ein Vordenker der ökologisch aufgeklärten Betriebswirtschaftslehre und gründete das IÖW 1985. Nachdem Pfriem einige Jahre als geschäftsführender Gesellschafter maßgeblich am Aufbau des Instituts beteiligt war, nahm er einen Ruf an die Universität Oldenburg an, um dort weiter an einer paradigmatischen Neuorientierung von Ökonomik und Ethik zu arbeiten. Sein zentrales Anliegen ist dabei die unternehmerische Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung.

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Zur Pressemeldung der Universität Oldenburg

Blog Postwachstum: Gutes Leben statt Externalisierungsgesellschaft

Josef Estermann arbeitet die grundlegenden Parallelen und Unterschiede zwischen der Weltanschauung andiner indigener Gemeinschaften und der Postwachstumsbewegung heraus. Ob ein allzu komplexes Indikatorensystem die Aussagekraft des Berichts der Bundesregierung zur Lebensqualität verwässert, beleuchten Hermann E. Ott und Matthias Zimmer kritisch. Mit dem Begriff der „Externalisierungsgesellschaft“ verweist Stephan Lessenich auf die Auswirkungen unserer wachstumsfixierten Wirtschafts- und Lebensweise. Caron Pomp hat dessen jüngste Publikation „Neben uns die Sintflut“ rezensiert. Gleich zwei Veranstaltungen widmeten sich den Alternativen zur Wachstumspolitik. Judith Krauss berichtet von den Ausgestaltungsmöglichkeiten und -Grenzen, die im Rahmen einer Tagung des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen des BUND diskutiert wurden. Lesen Sie außerdem den Bericht von Jana Holz und Miriam Boschmann zur ersten öffentlichen Veranstaltung des neuen Projekts Fokus Wachstumswende.

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Termine

1. März 2017: Konferenz: „Die transformative Kraft der Maker“

Immer mehr Kreativköpfe, Bastler und Querdenker experimentieren mit dezentralen Produktionstechnologien, vom traditionellen Handwerk bis zu innovativem 3D-Druck. In einer neuen Kultur des gemeinsamen Produzierens zwischen Hobby und kommerzieller Verwertung arbeiten sie in Makerspaces, FabLabs, Hackerspaces oder RepairCafés – digital vernetzt und weitgehend ideologiefrei. Revolutioniert die Maker-Bewegung Wissensentwicklung und stoffliche Produktion?

Datum: Mittwoch, 1. März 2017, 10:00-18:00 Uhr
Ort:
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Veranstalter:
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Mehr Informationen zur Konferenz

17. März 2017: Neue Antworten auf die Wachstumsfrage

In einer Session des Kongresses „Grüner Wirtschaften für mehr Lebensqualität“ der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen diskutieren IÖW-Geschäftsführer Thomas Korbun und IÖW-Fellow Jana Gebauer mit Prof. Dr. André Reichel über neue Antworten auf die Wachstumsfrage. Der Kongress dreht sich darum, wie unsere Art zu wirtschaften und Ressourcen zu verschwenden hin zu einer neuen, grünen Wirtschaftsweise umgebaut werden kann, die für alle verlässlich und gerecht gestaltet ist. Mit Bürger/innen, Forscher/innen, Gewerkschafter/innen und Unternehmer/innen wird diskutiert, wie die sozial-ökologische Modernisierung quer durch alle Branchen gelingt. Der Kongress findet am 17. März 2017 statt. Eine Anmeldung ist bis zum 14.03.2017 möglich.

Mehr Informationen zum Kongress

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Aus dem IÖW

Ria Müller neue Nachhaltigkeitsbeauftragte am IÖW

Seit Januar 2017 ist Ria Müller neue Nachhaltigkeitsbeauftragte am IÖW. Die Wissenschaftlerin forscht seit 2011 im Forschungsfeld Ökologische Produktpolitik. Die Expertin für umweltfreundliche Beschaffung übernimmt den Posten von Maike Gossen, die sich nach drei Jahren verstärkt Projektaufgaben widmen wird.  

Mehr über Ria Müller

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Mentoringprogramm der VÖW

Mit einem Mentoringprogramm bietet die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung  (VÖW) interessierten Nachwuchskräften die Möglichkeit sich von berufs- und praxiserfahrenen Personen im Bereich des Nachhaltigen Wirtschaftens bei ihrer Karriereplanung beraten zu lassen. Alle Interessierten (Studierende, Promovierende, Berufseinsteiger/innen) sind dazu eingeladen, in dem neuen Programm Mentee zu werden. Über 30 Mentor/innen nehmen an dem Programm teil. Eine Bewerbung ist bis 28. Februar 2017 möglich.

Mehr Informationen zum VÖW-Mentoringprogramm

Ausschreibung: BUND-Forschungspreis für nachhaltige Entwicklung

Der BUND lobt einen Forschungspreis für wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Nachhaltige Entwicklung aus. Mit dem Preis will der BUND wissenschaftliche Arbeiten für Nachhaltige Entwicklung anregen, herausragende Leistungen anerkennen und insgesamt zu einer stärkeren Ausrichtung des Wissenschaftssystems an den großen gesellschaftlichen Herausfor­derungen beitragen. Eingereicht werden können studentische Arbeiten und Forschungsarbeiten aus allen Fachdisziplinen. Besonders erwünscht sind interdisziplinär angelegte Arbeiten. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2017.

 Weitere Informationen und Teilnahmebedinungen

Buch: Zwischen den Arbeitswelten – Der Übergang in die Postwachstumsgesellschaft

Eine zukunftsfähige Ökonomie muss sich vor allem an ökologischen und sozialen Zielen orientieren. Die entscheidende Rolle kommt dabei der Gestaltung des Arbeitslebens zu. Und dessen Transformation – von einem industriekapitalistischen hin zu einem gemeinwesenorientierten Leitbild – hat schon längst begonnen. Was bedeutet Arbeit für Menschen in unserer Gesellschaft? Wie und von wem wird sie organisiert und gestaltet? Und von welchen Wertvorstellungen wird sie geprägt? Das Buch „Zwischen den Arbeitswelten“ unter Mitarbeit von IÖW-Gesellschafter Volker Teichert betrachtet durch verschiedene Perspektiven Bedingungen und Möglichkeiten des Arbeitens in einer Postwachstumsgesellschaft.

Mehr zum Buch

30 Jahre politische ökologie

Seit 30 Jahren prägt die Zeitschrift politische ökologie die Debatte und den Dialog über Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven. Seit es sie gibt, ist sie auch für das IÖW ein regelmäßiger Publikationsort. In ihrem Jubiläumsjahr bietet der oekom Verlag im Dossier Postwachstum: „Was wachsen soll und was nicht“ einen Ein- und Überblick, etwa zu Perspektiven für eine Postwachstumsgesellschaft, Alternativen zum Wachstumsparadigma und vielem mehr. Neben Beiträgen der PÖ stehen dort auch Artikel aus der IÖW-Zeitschrift ÖkologischesWirtschaften und anderen zum freien Download bereit.

Zu den Artikeln des Dossiers Postwachstum

21. März 2017: 6. BilRess-Netzwerkkonferenz mit Schwerpunkt „Digitalisierung und Ressourcenbildung“

Digitalisierung, Industrie 4.0, Cloud-Working, smarte Orte und Produkte werden aktuell intensiv diskutiert und haben weitreichende Wirkungen auf die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereiche unserer Gesellschaft – auch auf die Bildung. Dabei rücken zunehmend auch die Einflüsse der Digitalisierung auf Potenziale für Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung in den Fokus. Mögliche negative Rebound-Effekte werden bislang kaum diskutiert. Die 6. BilRess-Netzwerktagung wird den aktuellen Themenkomplex „Digitalisierung & Ressourcenbildung“ in Theorie und Praxis aufgreifen. Sie wird unter anderem vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Partner des IÖW im Ecological Research Network (Ecornet), ausgerichtet.

Mehr Informationen und Anmeldung

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Impressum

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Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
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Redaktion: Richard Harnisch, Nina Prehm

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