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IÖW-Newsletter 3/2011   September


Sehr geehrte Damen und Herren,

unabhängig werden von Öl und Gas, Kohle und Atom. Die Energie für Strom und Wärme selbst und vor Ort aus erneuerbaren Quellen produzieren. Eine Utopie? Mitnichten! Ungeachtet energiepolitischer Zickzackkurse beantworten immer mehr Kommunen und Regionen die Frage der zukünftigen Energieversorgung für sich selbst. Über 100 sogenannter „Erneuerbare-Energie-Regionen“ gibt es bereits in Deutschland. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ behandelt die Chancen und Risiken dieses Modells der Energieversorgung als Schwerpunktthema.

Das IÖW befasst sich etwa als Projektpartner in der Forschungsgruppe EE-Regionen mit der Selbstversorgung aus regenerativer Energie. Und das Thema expandiert: Mitte dieses Monats geht es bei einer von der Forschungsgruppe veranstalteten internationalen Konferenz um „Changing the Energy System to Renewable Energy Self-Sufficiency“. 

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre unseres September-Newsletters.

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Aktuell

IÖW/future-Ranking: Unternehmen spüren steigendes Verbraucherinteresse an Nachhaltigkeit

Deutsche Großunternehmen bemerken ein steigendes Interesse bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, Beschäftigten und Investoren an nachhaltigem Wirtschaften, so die Ergebnisse einer aktuellen Unternehmensbefragung des IÖW/future-Rankings der Nachhaltigkeitsberichte. Auch KMU richteten sich verstärkt auf Nachhaltigkeit aus, so die Studie: über 50 KMU veröffentlichen ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht. Das Ranking wird unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vom Rat für Nachhaltige Entwicklung, Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ist Schirmherrin des Rankings.

zur Pressemitteilung | Studie Großunternehmen (pdf) | Studie KMU (pdf)

CORPUS – Europäische Konsumexperten fordern eine neue Forschungspolitik für nachhaltige Ernährung

Weltweite Nahrungsmittelkrisen machten es erforderlich, im Bereich der Ernährungsforschung neue Schwerpunkte zu setzen, so europäische Experten aus Ernährungsforschung und -politik. Mehr als 100 Fachleute haben eine Agenda zum nachhaltigen Konsum von Nahrungsmitteln erarbeitet, die die großen Herausforderungen für die nächsten Jahre adressiert. Die neue Forschungsagenda ist das Resultat der Zusammenarbeit führender Ernährungs- und Konsumspezialisten aus ganz Europa: Sie entstand im Projekt CORPUS, das vom IÖW koordiniert wird.

 www.scp-knowledge.eu | Forschungsagenda zum Download

Vergriffener Bestseller jetzt zum Download: „Bionik – Aktuelle Trends und zukünftige Potenziale“

Meist ressourceneffizient, ausgeklügelt, ökologisch angepasst und fehlertolerant, also tendenziell nachhaltig. Die von Organismen entwickelten »technischen« Leistungen und Lösungen sind oft vorbildlich. Das Buch „Bionik. Aktuelle Trends und zukünftige Potenziale“ von Universität Bremen und IÖW, das die wichtigsten Trends und Potenziale der Bionik auslotet, ist seit Kurzem vergriffen. Da es nach wie vor stark nachgefragt ist, gibt es das Werk ab sofort als kostenlosen PDF-Download.

zum Download (pdf)

Neues Buch: „Aus weniger mehr machen – Strategien für eine nachhaltige Ressourcenpolitik in Deutschland“

Auch im 21. Jahrhundert werden in Deutschland noch viele Ressourcen verschwendet. Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind aufgefordert, den Ressourcen- und Klimaschutz mit erheblich stärkerem Einsatz voranzutreiben. Die Autoren des Konsortiums „Material- und Ressourceneffizienz“, an dem das IÖW beteiligt war, untersuchen in dem Buch verschiedene Politikansätze, um die Grundlage für eine engagierte, nachhaltige Ressourcenpolitik in Deutschland zu schaffen. Darin IÖW-Konsumexperte Dr. Gerd Scholl mit einem Beitrag zu ausgewählten Instrumenten einer konsumorientierten Ressourcenpolitik.

Mehr zum Buch

Druckfrisch: IÖW-Jahresbericht (de/en)

Im neu erschienenen Jahresbericht berichtet das IÖW über seine aktuelle Nachhaltigkeitsforschung. Darin zum Beispiel: „Natürlich nachhaltig? Mit Bionik die Wirtschaft verändern“ oder „Klimaschutz im Alltag – Potenziale für CO2-arme Lebensstile“. Die ausgewählten Projekte, Publikationen und Veranstaltungen geben einen Überblick zu den Aktivitäten des IÖW etwa in den Themenfeldern Nachhaltige Unternehmensführung, Klima und Energie, Produkte und Konsum sowie Innovation und Technologien. Der Bericht ist auf Deutsch und auf Englisch verfügbar.

Bericht zum Download (de) | Bericht zum Download (en)

Bestellung: vertrieb@ioew.de

Stakeholderdialog zur Klimaanpassung „Normung und Technische Regeln“ – Dokumentation veröffentlicht

Rund 25 Expertinnen und Experten aus Normungsinstituten, Behörden und Umweltverbänden sowie Verantwortliche aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten am 27. Juni 2011 auf einem Stakeholderdialog im Umweltbundesamt, wie die Normung proaktiv den Folgen des Klimawandels begegnen kann. Erörtert wurde etwa, inwieweit Normung und technisches Regelwerk anpassungsbedürftig sind, wie in diesem Bereich mit Unsicherheiten umgegangen werden kann und welche Maßnahmen und Verantwortlichkeiten getroffen werden sollten. Der Workshop ist Teil einer Serie von Stakeholderdialogen zur Klimaanpassung, die das IÖW im Auftrag des Umweltbundesamtes durchführt.

Zur Dokumentation des Dialogs | Zur Homepage des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass)

Top-Runner für die EU – UBA-Studie zur Förderung der umweltfreundlichsten Produkte erschienen

Ein Leitbild des produktbezogenen Umweltschutzes ist es, diejenigen Produkte am Markt zu fördern, die ökologisch am besten und hinsichtlich Energie- und Ressourceneinsatz am effizientesten sind. Der aus Japan bekannte sogenannte „Top-Runner“-Ansatz fördert die umweltgerechte Gestaltung und Verbreitung von Produkten. Obwohl der Ressourceneffizienz eine herausragende Bedeutung für die ökologische Modernisierung zugeschrieben wird, liegt bisher kein Konzept vor, das das Top-Runner-Modell in der EU konkretisiert. Eine Studie von Ökopol, dem IÖW und der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag des Umweltbundesamtes leistet nun einen Beitrag, diese Lücke zu schließen.

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Neuerscheinung: Nachhaltigkeitsstrategien in Politik und Wirtschaft

Innovation und Nachhaltigkeit sind aktuelle Schlagworte, wenn es um die Gestaltung von Zukunft geht. Doch wie sind Nachhaltigkeits- und Innovationsstrategien miteinander verknüpft? Und wie interagieren Staat und Privatwirtschaft, wenn es um die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung geht? Zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel von Rio analysiert das vorliegende Buch die Rolle und den Beitrag von Politik und Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung sowie den Zusammenhang von Innovations- und Nachhaltigkeitsstrategien.

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Ökologisches Wirtschaften

Erneuerbare-Energie-Regionen – Ökologisches Wirtschaften 3/2011

Die Ausgabe 3/2011 von «Ökologisches Wirtschaften» widmet sich dem Thema der Perspektiven von Erneuerbare-Energie-Regionen: Es wird aufgezeigt, welche Chancen mit der Einrichtung von Energie-Regionen verbunden sind und welche Hürden auf dem Weg zu einer regionalen Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien überwunden werden müssen.

weiterlesen…Ökologisches Wirtschaften Online

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Termine

International Conference: Changing the Energy System to Renewable Energy Self-Sufficiency (RESS)

Die internationale Konferenz RESS richtet sich an Wissenschaftler/innen aus einem breiten Disziplinenspektrum, die das Interesse teilen, einen Wandel des Energiesystems hin zu einer Versorgung aus erneuerbaren Energien zu untersuchen. Die Konferenz findet im Rahmen der BMBF-Nachwuchsgruppe „EE-Regionen“ statt und wird vom Zentrum für Erneuerbare Energien der Universität Freiburg, der Universität Hohenheim und dem IÖW veranstaltet.

15.-16. September 2011, Freiburg

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CORPUS Sustainable Mobility Workshop II

Zweiter Workshop einer dreiteiligen Serie zum Thema Nachhaltige Mobilität. Unter dem Motto „Politik trifft Forschung“  bietet die CORPUS-Workshopserie eine Plattform des intensiven Wissenstransfers und professionellen Networkings. Gegenstand dieser Veranstaltung bilden politische Strategien und Instrumente zur Unterstützung nachhaltiger Mobilität.

6.-7. Oktober 2011, Szentendre (Ungarn)

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1st EU Dialogue on Sustainable Consumption and Economic Growth

Der Dialog bringt Forscher und Politikexperten auf europäischer Ebene zusammen, um Widersprüche zwischen nachhaltigem Konsum und Wirtschaftswachstum zu erörtern und Ansätze zu deren Überwindung zu entwickeln. Die Veranstaltung ist die erste in einer Reihe von drei EU-Dialogen des Projekts RESPONDER.

19.–21. Oktober 2011, Berlin

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Sustainable Consumption Conference 2011

Die internationale Konferenz im Rahmen des sozial-ökologischen (SÖF) Forschungsprogramms „From Knowledge to Action – New Paths towards Sustainable Consumption“ des BMBF legt ihren Fokus auf Konsumverhalten, dessen soziale und kulturelle Einbettung und Abhängigkeiten zu institutionellen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das IÖW ist Partner der Konferenz.

6.-8. November 2011, Hamburg

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Save the date: IÖW/VÖW-Jahrestagung 2011

Jahrestagung des Instituts und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung

11. November 2011, Berlin

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Astrid Henke und Ulrike Schulz

Seit August 2011 neu am IÖW: Astrid Henke hat die Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation in unserem Büro in Berlin angetreten. Diplom-Geologin Ulrike Schulz verstärkt als neue Teamassistentin das Forschungsfeld Umweltökonomie und Umweltpolitik.

Stellenausschreibung: Senior Researcher (w/m) Energie und Klima

Zum 1.12. sucht das IÖW für den Standort Berlin eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in zur Bearbeitung, Akquise und Leitung von inter- und transdisziplinären Forschungs- und Beratungsprojekten sowie Mitwirkung an Strategieentwicklung im Forschungsfeld Klima und Energie. Weitere Informationen unter www.ioew.de/jobs/

Zur Stellenausschreibung (pdf)

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Festschrift „Wirtschaft – Gesellschaft – Natur“ für IÖW-Mitgründer Prof. Dr. Eberhard Seifert

Die Zersplitterung der Wirtschaftswissenschaften ist für systemische Probleme transdisziplinären Ausmaßes von nachteiliger Bedeutung. Der Nachhaltigkeitsgedanke, der zunehmend auch in den Wirtschaftswissenschaften Bedeutung erlangt, bietet gute Möglichkeiten, selbstverständlich gewordene Fach-Prämissen und Ausgrenzungen von Faktoren zu hinterfragen. Diese Festschrift versammelt dazu aus unterschiedlichen Disziplinen, Blickwinkeln und Intentionen einige Ansätze sowie Überlegungen von Wegbegleitern und Mitstreitern des Jubilars.

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Petra Pinzler: „Immer mehr ist nicht genug!“

Schon oft moderierte ZEIT-Redakteurin Petra Pinzler Veranstaltungen des IÖW, zuletzt die IÖW/VÖW-Jubiläumstagung „Transformationen – Auswege aus der Wachstums- und Klimakrise“. In ihrem neuen Buch „Immer mehr ist nicht genug!“ plädiert die Journalistin nun für ein Umdenken – weg vom Wachstumswahn hin zum Bruttosozialglück. Denn nicht nur wirtschaftliches Wohlergehen sei wichtig für das Lebensglück, mindestens genauso entscheidend seien Faktoren wie Bildung, Gerechtigkeit, Gesundheit und eine intakte Umwelt. Warum das BIP ausgedient und Wachstum als Leitgedanke der Politik keine Zukunft hat.

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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