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IÖW-Newsletter 6/2014   Oktober


Sehr geehrte Damen und Herren,

werden wir oder unsere Kinder das tatsächlich erleben? – Eine deutsche Hauptstadt, die klimaneutral ist? Der Berliner Senat hat sich genau dies vorgenommen, bis zum Jahr 2050 soll es soweit sein. Was das heißt? Wir Berliner/innen müssen unsere Kohlendioxidemissionen um mindestens 85 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren!

Dass das klappen kann, hat eine Machbarkeitsstudie gezeigt, an der das IÖW beteiligt war. Am kommenden Montag gibt der Senat nun den Startschuss für die Entwicklung eines Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms, das als zentrales und ganzheitliches Instrument den Fahrplan hin zur Klimaneutralität beschreiben soll. Das IÖW leitet die Entwicklung des Programms, unser Energieexperte Prof. Dr. Bernd Hirschl stellt das Vorhaben auf dem Auftaktforum der Öffentlichkeit vor.

Diese und weitere aktuelle Nachrichten aus dem IÖW finden Sie in unserem Oktober-Newsletter.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Das IÖW auf Twitter @ioew_de.

Aktuell

Biokraftstoffe zwischen Sackgasse und Energiewende – Buch diskutiert ihre Rolle für sozial-ökologische Transformation der Energiesysteme

Noch vor wenigen Jahren waren Biokraftstoffe in Deutschland und Europa die Hoffnungsträger einer alternativen Kraftstoffversorgung und wurden als Allheilmittel gegen Klimawandel, Ölabhängigkeit und für die Entwicklung ländlicher Regionen gehandelt. Heute werden diese potenziell positiven Wirkungen der Biokraftstoffe zunehmend infrage gestellt und dennoch politisch gefördert. Das im oekom Verlag erschienene Buch „Biokraftstoffe zwischen Sackgasse und Energiewende“ widmet sich dieser widersprüchlichen Entwicklung, ausgehend von der Frage, welche Rolle sie für eine sozial-ökologische Transformation der Energiesysteme spielen können. Der Sammelband entstand im Projekt “Fair Fuels?“, das vom IÖW im Programm Sozial-ökologische Forschung des BMBF geleitet wurde.

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Ein Abend rund ums Wasser: Buchpräsentation "Social Entrepreneurship in the Water Sector"

Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen auf unserem Planeten. Es ist Grundlage für die Entstehung und Existenz von Leben. Mit dieser Ressource müssen wir sparsam und richtig umgehen. Im Wassersektor haben sich auch deshalb viele sogenannte Social Entrepreneurs gebildet. Mit diesem Thema beschäftigt sich das Buch „Social Entrepreneurship in the Water Sector – Getting Things Done Sustainably“, das am 9. Oktober 2014 vor rund 50 Interessierten im IÖW vorgestellt wurde. In Geschichten und Bildern zu Reisen und Aktionen rund um das Projekt und das Buch präsentierten die Autorinnen und Autoren die Essenz aus vier Jahren Forschung in zwei Stunden.

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Zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit: Unternehmen diskutieren über Herausforderungen der „Next Economy“

Wachstum ist die vorherrschende Zielvorstellung modernen Wirtschaftens. Unternehmenswachstum gilt als Normalfall und Leistungsnachweis: Wer es richtig macht, wird auch wachsen. Doch was heißt Erfolg in Unternehmen, die es nach dieser Vorstellung nicht „richtig“ machen? Um diese und andere Fragen zu diskutieren, trafen sich die IÖW-Mitarbeiter/innen des Projekts „Postwachstumspioniere“ erneut mit rund 20 Vertreterinnen und Vertretern kleiner und mittlerer Unternehmen zu einem Workshop mit Vorträgen und Weltcafé-Diskussionen in Karlsruhe.

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Smart Grids aus gesellschaftlicher, technischer und marktlicher Perspektive – InnoSmart veröffentlicht erste Berichte

Welche gesellschaftlichen Veränderungen sind mit der intelligenten Vernetzung von Komponenten der Energieinfrastruktur zu einem Smart Grid verknüpft? Und wann ist aus technischer und marktlicher Perspektive mit einem funktionierenden intelligenten Energieversorgungssystem zu rechnen? Diese Fragen beleuchtet das vom IÖW geleitete Projekt InnoSmart in seinen ersten beiden Berichten und liefert damit wichtige Bausteine für das Verständnis des Smart-Grid-Begriffes. Die Berichte stehen auf der Homepage des Projekts zum Download bereit.

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Kurzstudie: Die Rolle des Handels für eine nachhaltige Ressourcenpolitik

400.000 Betriebe und ein Umsatz von 428 Milliarden Euro – der Einzelhandel ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftszweig. Er hat als „Gatekeeper“ einen maßgeblichen Einfluss auf Waren- und Informationsströme zwischen Herstellern und Verbrauchern und damit auch auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Zu den Fragen, wie nachhaltig die Handelsbetriebe bereits heute sind, was sie für den Ressourcenschutz tun und woran weiter gearbeitet werden muss, verfassten Gerd Scholl und Jana Herr vom IÖW die Kurzstudie „Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz in Handelsunternehmen“, die online frei zum Download angeboten wird.

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Mehr erneuerbare Wärme ins Leitungsnetz: Studie untersucht innovatives Konzept „LowExTra“

Im Wärmesektor kommt die Energiewende bisher schleppend voran – erst elf Prozent der Wärmeenergie wird aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Dies liegt auch daran, dass Wärme aus Umweltenergien wie Solarthermie, Geothermie, Grundwasser, Luft und Abwärme aufgrund zu geringer Temperaturen meist nicht ins Wärmenetz eingespeist werden kann, da dieses mit mindestens 80° C betrieben wird. Am IÖW startete jetzt ein Projekt, das die Wirtschaftlichkeit einer innovativen Möglichkeit zur Nutzung erneuerbarer Wärme untersucht: sogenannte „LowExTra-Netze“ – Niedrig-Exergie-Trassen. Diese mit unterschiedlichen niedrigen Temperaturniveaus betriebenen Leitungen können erneuerbare Wärme aufnehmen und parallel zum bereits existierenden Fernwärmenetz betrieben werden.

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Ein neues Gewand für den Blauen Engel – Studie zur Neuausrichtung des ersten Umweltzeichens der Welt

Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres startete der Blaue Engel seine Kampagne „Schulstart mit dem Blauen Engel“, denn nur wenige der 200 Millionen Schulhefte, die jährlich in Deutschland gekauft werden, sind aus 100 % Altpapier gefertigt. Auf dem Programm stehen Themenwochen, ein Blauer-Engel-Carrotmob oder ein Blauer-Engel-Marktcheck mit Ergebnispräsentation bei Facebook. Viele neue Materialien und zeitgemäße Ideen für ein traditionsreiches Siegel. Unabhängig von dieser Einzelkampagne untersuchte das IÖW in einer Studie, wie der Blaue Engel strategisch und kommunikationspolitisch neu ausgerichtet werden kann. Die Ergebnisse stehen online zum Download bereit.

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Post Wachstum?! Unternehmen geben Antworten – Eine neue Reihe auf dem Blog Postwachstum.de

In den nächsten Wochen veröffentlicht das IÖW-Projekt „Postwachstumspioniere“ regelmäßig Interviews mit Unternehmer/innen zum Thema Wachstum auf dem Blog Postwachstum. Sebastian Sladek von den EWS Schönau beschreibt dabei die Zielkonflikte zwischen Unternehmensmission und betriebswirtschaftlichen Wachstumszielen. Zudem erschien der erste Beitrag unseres neuen US-amerikanischen Kooperationspartners CASSE. Herman Daly stellt in seinem Artikel das Konzept einer Steady State Economy anderen Strategien zur Integration von Ökonomie und Ökologie gegenüber. Nicolas Morgenroth und Alexander Repenning geben außerdem spannende Einblicke in ein Vernetzungstreffen französischer und spanischer Degrowth-Aktivist/innen. Bei dem Treffen im „Postwachstumsdorf“ Can Decreix diskutierten die Teilnehmer/innen kritisch über Produktivismus und Konsumfixierung.

Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

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Termine

3. Nov. 2014: Startschuss für Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm

Der Berliner Senat verfolgt das langfristige Ziel, Berlin bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln und die Kohlendioxidemissionen um mindestens 85 Prozent bezogen auf das Basisjahr 1990 zu reduzieren. Mit einem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) soll ein zentrales und ganzheitliches Instrument zur Erreichung der energie- und klimaschutzpolitischen Ziele der Hauptstadt geschaffen werden. Das IÖW leitet die Erstellung dieses Programms. Prof. Dr. Bernd Hirschl, Leiter des IÖW-Forschungsfelds Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz, stellt das Vorhaben beim Auftaktforum der Öffentlichkeit vor.

3. November 2014, 17:00 Uhr, Berlin

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17.-20. Nov. 2014: Vilmer Expertentagung – Vom rechten Maß und der richtigen Vermittlung ökonomischer Ansätze im Naturschutz

Das Memorandum "Ökonomie für den Naturschutz" forderte ein Umdenken im Naturschutz in Richtung eines stärkeren Einsatzes ökonomischer Instrumente. Der internationale TEEB-Bericht (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) stellt zudem die Frage des wirtschaftlichen Wertes von biologischer Vielfalt und Ökosystemleistungen ins Zentrum einer weltweiten Analyse. In dem dreitägigen Strategieworkshop sollen Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren ökonomischer Ansätze im Naturschutz analysiert und erste Ansätze für Good-Practice-Empfehlungen zu deren Umsetzung erarbeitet werden. IÖW-Ökonom Dr. Jesko Hirschfeld hält auf dem Workshop ein Impulsreferat und moderiert die Arbeitsgruppe „Ökonomische und nicht-ökonomische Ansätze zur Erfassung von Werthaltungen als Information für die Politik“.

17.-20. November 2014, Insel Vilm

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Forschung zur Energiewende – Interaktive Landkarte zeigt 33 sozial-ökologische Energieforschungsprojekte

Nach den ersten Schritten in Richtung Energiewende müssen Politik und Gesellschaft nun weitere wichtige Themen angehen. Wissen zum Handeln ist zentral für das Gelingen dieser Transformation. Die Online-Plattform www.transformation-des-energiesystems.de bietet Besuchern die Möglichkeit, sich über aktuelle Ergebnisse aus 33 Projekten des BMBF-Programms „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ zu informieren. Interessierte erfahren auf einer interaktiven Landkarte Neues über Forschungsergebnisse, Veranstaltungen sowie Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und Veröffentlichungen, unter anderem aus den Projekten Gebäude-Energiewende, InnoSmart, Prosumer-Haushalte, Klima-Citoyen und Resystra, an denen das IÖW beteiligt ist. Die wissenschaftliche Koordination des Programms wird vom Öko-Institut und dem Institut für sozial-ökologische Forschung durchgeführt.

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Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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