Sehr geehrte Damen und Herren,

immer mehr Kommunen rufen den Klimanotstand aus. Dass das mehr als reine Symbolik ist, zeigen wir in einer aktuellen Untersuchung. Oftmals angestoßen durch zivilgesellschaftliche Akteure wie Fridays for Future, können Klimanotstandskommunen durch ihren breit angelegten Klimaschutz- und Vorsorgeansatz zu neuen Vorreitern werden, sagte Prof. Bernd Hirschl auf dem ersten Klimanotstandskongress in Berlin.

Dass die Klimadebatte auch eine Debatte über Wirtschaftswachstum sein muss, argumentieren Herausgeberinnen Irmi Seidl und IÖW-Fellow Angelika Zahrnt in ihrem Buch „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“. Ihre Forderungen: Weniger auf Wachstum und Erwerbsarbeit fixieren, bezahlte und unbezahlte Arbeit neu gewichten und das Steuer- und Sozialsystem so umbauen, dass es weniger von Erwerbsarbeit abhängig wird.

Neugierig? Melden Sie sich bei uns (kommunikation@ioew.de) – unter den ersten zehn Zuschriften verlosen wir ein Exemplar des Buchs.

Mit herzlichen Grüßen aus dem IÖW

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Wir twittern @ioew_de.

Aktuell

IÖW-Studie: „Klimanotstand“ für viele Kommunen mehr als reine Symbolik

Den „Klimanotstand“ auszurufen, bedeutet für viele Kommunen mehr als reine Symbolik. Mit einer Klimanotstandskommune tritt ein neuer Akteur in Erscheinung, der seitens der nationalen Klimaschutzpolitik stärker beachtet werden sollte. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der IÖW-Wissenschaftler/innen Lena Pfeifer und Bernd Hirschl, die am 2. November 2019 auf dem „Klimanotstandkongress“ in Berlin vorgestellt wurden. Aus ganz Deutschland kamen Kommunen zusammen, die einen Beschluss gefasst haben, mit dem sie erklären, dass die Klimakrise existiert und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen um gegenzusteuern. Hirschl: „Die nationale Förderpolitik sollte solche Kommunen, die durch ihren in der Regel breit angelegten Klimaschutz- und Vorsorgeansatz zu neuen Vorreitern werden können, bei der Umsetzung unterstützen.“ Der Bericht wird in Kürze veröffentlicht.

Weiterlesen... | Zum Vortrag von Bernd Hirschl

Nachhaltigkeitsforschung an Hochschulen: IÖW-Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/2020

Von Energieversorgung über Landschaftsplanung zu nachhaltiger Digitalisierung – IÖW-Mitarbeiter/innen und -Fellows bringen Ergebnisse und Erkenntnisse der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung auch in die universitäre Lehre. In diesem Wintersemester bieten sie unterschiedliche Seminare und Vorlesungen in Senftenberg, Bernkastel-Kues, Berlin, Hamburg und anderen Städten an.

Ein Überblick.

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Stärkt Digitalisierung nachhaltigen Konsum? Potenzial ja, Selbstläufer nein

Shopping, Suchmaschinen, Sharing: Die Digitalisierung verändert das Konsumverhalten. Inwieweit jedoch wirkt sie auch auf nachhaltigen Konsum? IÖW-Mitarbeiterinnen Vivian Frick und Maike Gossen geben in dem Bericht „Digitalisierung von Märkten und Lebensstilen – Neue Herausforderungen für nachhaltigen Konsum“ einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Zusammenhängen und Auswirkungen der Digitalisierung auf nachhaltigen Konsum. Der Bericht ist beim Umweltbundesamt erschienen. Die Autorinnen arbeiten auch in der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Weiterlesen... | Download des Berichts | Projekt "Digitalisierung von Märkten und Lebensstilen" 

Buchbeitrag: Zur Konzeptualisierbarkeit einer Postwachstumsökonomie

Die Annahme, dass wirtschaftliches Wachstum per se wünschenswert sei, ist tief im wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream verankert. Aber auch stabiles Nullwachstum lässt sich innerhalb einflussreicher neoklassischer Theorien grundsätzlich abbilden. Allerdings kommen dabei bedeutsame Aspekte zu kurz. Im Buchbeitrag „Zur Konzeptualisierbarkeit einer Postwachstumsökonomie“ zeigt IÖW-Wissenschaftler Steffen Lange gemeinsam mit den beiden Autoren Jonathan Barth und Johannes Euler, dass es vieler Zugänge und theoretischer Perspektiven bedarf, um eine Postwachstumsökonomie umfassend zu analysieren: Hierzu zählen etwa die Rolle des Geldsystems, von Gewinnen, Zinsen, Sozialsystemen und Reproduktionsarbeit, Privateigentum und Wettbewerb, politischer Ökonomie und Macht.

Weiterlesen... | Mehr zum Buch

Rückblick auf Zukunftsforum Ecornet „Kooperation oder Konfrontation? Die Zivilgesellschaft in der Transformation“

Die Interessen von Umwelt-, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Gewerkschaften sind bisweilen konträr. So entstehen Konfliktlinien nicht nur mit der Politik, sondern auch zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren. Neue Formen der Kooperation sollen zukünftig den Weg für gemeinsame Strategien zum Umweltschutz ebnen. Wie das aussehen könnte, diskutierten am 4. November 2019 in Berlin zahlreiche Teilnehmende beim dritten Zukunftsforum Ecornet.

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Wie wollen wir tätig sein? – Buch „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“ vorgestellt

Es war voll am Abend des 28. Oktober im Veranstaltungssaal der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Die Herausgeberinnen des Buches „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“ Irmi Seidl und IÖW-Fellow Angelika Zahrnt stellten zusammen mit einigen der Autor/innen ihr Buch vor und diskutierten dessen Thesen. Thomas Korbun, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des IÖW, moderierte die Veranstaltung.

Neben der wichtigen Rolle, die Erwerbsarbeit für ein erfülltes Leben der Menschen spielt und ihrer großen Bedeutung für das Sozialsystem und Steueraufkommen, müssen in der Debatte um die Neubewertung von Arbeit auch verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt werden. Etwa die Digitalisierung, den Wertewandel bezüglich des Stellenwerts von Erwerbsarbeit, den Arbeitskräftemangel in einzelnen Bereichen, den ökologisch motivierten Strukturwandel oder die rückläufige Produktivitätsentwicklung.

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Blog Postwachstum

Wie gestalten wir den Wandel?

Was bedeutet das Ergebnis der Landtagswahl in Thüringen für die Klima- und Postwachstumsbewegung? Dennis Eversberg sieht die Bewegung in die Defensive gedrängt – und das sollte sie auch abseits der Klimathematik politisieren, so seine Schlussfolgerung.

Wo muss angesetzt werden, um eine Dekarbonisierung der Gesellschaft zu erreichen? Auf politischer Ebene? Oder beim individuellen Konsum? Und welche Verantwortung tragen Unternehmen? Am Beispiel Flugreisen debattieren Maike Gossen und Lukas Warning diese Frage.

Städtische Räume und Gesellschaften werden sich in den nächsten Jahren radikal verändern. Wollen und können wir diesen Wandel aktiv gestalten? Anton Brokow-Loga berichtet von den Ergebnissen der Konferenz „Postwachstumsstadt. Perspektiven des sozial-ökologischen Wandels der Stadtgesellschaft“.

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Termine

28. November 2019 | Zweiter MERU-Praxisdialog „Rebound-Effekte in Unternehmen“

Unternehmen haben ein Interesse daran, Energie und Ressourcen effizient zu nutzen. Das kommt auch der Umwelt zugute. Als Nebenwirkung von Effizienzmaßnahmen kann jedoch ein neuer Energie- oder Ressourcenverbrauch entstehen – etwa, wenn durch höhere Effizienz Verbrauchskosten sinken und das eingesparte Geld für neue Güter oder Investitionen eingesetzt wird. Wie groß sind diese sogenannten Rebound-Effekte? Wie lassen sie sich erfassen, messen und managen? Welche Erfahrungen haben Unternehmen und Auditoren dabei gesammelt, was sind gute Praxisbeispiele? Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmensvertreterinnen und -vertreter.

Wann: 28. November 2019
Wo: Sparkassenakademie, Pariser Platz 3 A, 70173 Stuttgart

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9. Dezember 2019 | Marktdialog: Kreislauffähige Textilien – Produktanforderungen und Erwartungen von Großabnehmern an hochwertige Businesshemden und Bettwäsche

Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit: Bei Textilien nur Trendbegriffe oder realisierbar? Materialmix, Funktionalität, Design, Optik, Haptik, Nutzungsdauer, Pflegeanspruch: Berufsbekleidung und Flachwäsche müssen viele Anforderungen erfüllen. Auf dem Marktdialog des Projektes DiTex werden Designkonzepte für rezyklierbares Businesshemd und Bettwäsche vorgestellt sowie Produktanforderungen und Erwartungen von Großabnehmern diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an Beschaffungsverantwortliche und Entscheider/innen von Konzernen und öffentlichen Stellen sowie Textildienstleister.

Wann: 9. Dezember 2019, 10:30-16:30 Uhr
Wo: Dechema, Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main

Mehr zur Veranstaltung | Mehr zum Projekt DiTex

27. Januar 2020 | Forum Bits & Bäume: Welche umwelt- und wirtschaftspolitischen Instrumente machen die Digitalisierung zukunftsfähig?

Digitalisierung und Klimaschutz – zwei heiße Eisen, über deren politische Ausgestaltung derzeit viel diskutiert wird. Im Gespräch ist dabei vor allem eine alte Bekannte: Die Steuer. Eine Digitalsteuer, damit Digitalkonzerne zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben beitragen. Eine CO2-Steuer oder ein erweiterter Emissionshandel, um klimaschädliche Emissionen zu senken. Im zweiten Forum Bits & Bäume werden die beiden Herausforderungen Digitalisierung und Klimawandel zusammengedacht. Wie können Steuern und andere Instrumente in der Digitalen Ökonomie ökologische Lenkungswirkung entfalten und zugleich soziale Gerechtigkeit unterstützen? Reichen Konzepte wie die CO2-Steuer um die Digitalisierung umweltgerecht zu gestalten? Und reicht die Digitalsteuer, um eine Polarisierung der Gesellschaft im digitalen Zeitalter zu verhindern? Braucht es neben diesen bekannten Instrumenten innovative Ansätze wie einen CO2-Zoll für die digitale Welt oder eine Steuer auf Datenverkehr?

++ Save the date ++ Die Anmeldung ist noch nicht eröffnet ++

Wann: 27. Januar 2020, 16:00-19:00 Uhr
Wo: Einstein Center Digital Future, Wilhelmstraße 67, 10117 Berlin

Mehr zur Veranstaltung | Zum Projekt

7. Februar 2020 | Tagung: Der nächste Crash als Chance

Die Tagung „Der nächste Crash als Chance“ diskutiert die Gefahr einer nächsten Finanzkrise und entwickelt visionäre Ideen zu Finanzmarktreformen, Geld- und Fiskalpolitik und zur Zukunft des Geldes, des Euros und der Banken entwickeln. Dabei stehen keineswegs pessimistische Katastrophenszenarien im Vordergrund, sondern die große Vielfalt an zukunftsweisenden politischen Handlungsoptionen. Im Idealfall kann so der nächste Crash verhindert oder als Chance genutzt werden, um den Umbau hin zu einem nachhaltigen, gerechten und stabilen Geld- und Finanzsystem vorzunehmen, mit dem die Gesellschaft insbesondere der drohenden Klimakatastrophe angemessen begegnen kann.

Wann: 7. Februar 2020
Wo: Silent Green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin

Mehr zur Veranstaltung | Zur Anmeldung

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Laura Merz

Laura Merz arbeitet seit September 2019 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im IÖW-Forschungsfeld Ökologische Produktpolitik zu den Themen Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Zuletzt absolvierte sie ein Masterstudium in Nachhaltiger Entwicklung an der Universität Uppsala in Schweden.

Mehr zu Laura Merz
| E-Mail an Laura Merz

Neu am IÖW: Jana Flemming

Jana Flemming ist seit Ende Oktober Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsfeldes Umweltökonomie und Umweltpolitik am IÖW. Als Sozialwissenschaftlerin beschäftigt sie sich mit Themen an der Schnittstelle Soziales und Ökologie und kann zahlreiche Publikations- und Vortragstätigkeiten zum Thema vorweisen. Sie promoviert zum Thema „Gewerkschaften als Akteure einer sozial-ökologischen Transformation?“ am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort war sie Junior-Fellow am DFG-Kolleg Postwachstumsgesellschaften. Außerdem war sie als Referentin für die Enquete-Kommission des deutschen Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ tätig. 

Mehr zu Jana Flemming | E-Mail an Jana Flemming

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Aus dem IÖW-Netzwerk

28. November – 1. Dezember 2019 | Konferenz n: „Bildung, Bits & Bäume – Hochschulen digital & nachhaltig?!“

Digitalisierung und Nachhaltigkeit – keine klassischen Verwandten, jedoch sind im 21. Jahrhundert beide nicht mehr wegzudenken. Auf der Konferenz des Netzwerk n werden Schnittstellen und Synergien beider Bereiche im Hochschulkontext aus interdisziplinären Perspektiven betrachtet und dabei Chancen sowie Schwierigkeiten erörtert. IÖW-Fellow Tilman Santarius stellt die Forderungen für eine nachhaltige Digitalisierung von Bits & Bäume an die Politik vor.

Wann: 28. November 1. Dezember 2019
Wo: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE)

Mehr zur Veranstaltung & Anmeldung | Mehr zu Prof. Dr. Tilman Santarius | Mehr zu Bits & Bäume

12. Dezember 2019 | Studien-Infoabend von Cusanus Hochschule und IÖW

Die Cusanus Hochschule und das IÖW verfolgen gemeinsam das Ziel, den akademischen Nachwuchs zum schöpferischen Umgang mit den drängenden Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu befähigen. Hierfür bieten sie ein innovatives Bildungs- und Studienkonzept: An der Cusanus studieren, am IÖW Praxiserfahrungen sammeln. Cusanus-Studierende im Master-Studiengang „Ökonomie und Gesellschaftsgestaltung“ bearbeiten in einer studienbegleitenden Mitarbeit am IÖW in verschiedenen Drittmittelprojekten sozial-ökologische Nachhaltigkeitsfragen und erwerben forschungspraktische Kompetenzen.

IÖW und Cusanus laden ein zu einem Infoabend: Alle Neugierigen und Interessierten sind herzlich willkommen!

Wann: 12. Dezember 2019, 18:30 Uhr
Wo: IÖW, Potsdamer Str. 105, 10785 Berlin

Mehr Informationen und Anmeldung

Transformative Wissenschaft – Dokumentation Sommerakademie von VÖW und BUNDjugend

Wo und wie muss sich die Wissenschaft wandeln, wenn sie Partnerin von zivilgesellschaftlichen Bewegungen wie Fridays For Future sein will und wenn sie sich viel stärker aktiv in die Bewältigung gesellschaftlicher Probleme einbringen will? Ist das überhaupt ihre Aufgabe? In welche Widersprüche begibt sich Wissenschaft schon jetzt, wenn die Grenzen zwischen Aktivismus und vorgeblich wertneutraler, objektiver Wissenschaft verschwimmen? Diese und weitere Fragen diskutierte die 9. VÖW-Sommerakademie „Transformative Wissenschaft“ in Zusammenarbeit mit der BUNDjugend vom 3. bis 6. September 2019.

Zur Dokumentation

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
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Redaktion: Richard Harnisch, Zoe Rose, Anne Schroeder

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