Ende 2024 waren 69 Mitarbeiter*innen am IÖW tätig (ohne studentische Mitarbeiter*innen und Praktikant*innen). Nachdem wir 2022 mit 73 die bislang höchste Anzahl an Mitarbeiter*innen seit der Gründung 1985 verzeichnen konnten, war der Trend im Jahr 2023 erstmals seit 2014 wieder leicht rückläufig und setzt sich 2024 fort. Folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Zahl der Mitarbeiter*innen seit 2002.
Hinweise zu den Angaben:
Zur Gruppe der Beschäftigten im wissenschaftlichen Bereich zählen die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, Forschungsassistent*innen, der Wissenschaftliche Geschäftsführer und seine Referent*innen, die Leitung, Referent*innen und Volontär*in der Öffentlichkeitsarbeit. Die kaufmännische Geschäftsführung, die Mitarbeiter*innen im Finanzbereich, Sekretariat, EDV-Bereich und Personalentwicklung sowie die Teamassistent*innen und Assistent*innen der Öffentlichkeitsarbeit zählen zu den Mitarbeiter*innen im nicht-wissenschaftlichen Bereich.
2024 waren 50 Mitarbeiter*innen im wissenschaftlichen Bereich beschäftigt, in den vorangegangenen zwei Jahren waren es 51 (2023) und 54 (2022). Die Zahl der Mitarbeiter*innen im nicht-wissenschaftlichen Bereich blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 19 gleich.
Auch wenn die Zahl der Mitarbeiter*innen in den Jahren 2015 bis 2022 kontinuierlich gestiegen ist, verfolgt das IÖW keine Wachstumsstrategie. Wir versuchen, unsere Strukturen und die Arbeitsweise wachstumsunabhängig zu gestalten. Das bedeutet, den Fokus auf die Qualität des Arbeitens und unsere Produkte zu legen statt auf das quantitative Wachstum. Wenn eine gute Auslastung des Personalbestands absehbar ist, konzipieren und beantragen wir daher weniger neue Forschungsprojekte. Befürchten wir hingegen Auslastungslücken, so akquirieren wir mehr Projekte, um die Arbeitsmöglichkeiten im Institut langfristig zu sichern. Da wir im Vorhinein nie wissen können, welche Projektideen erfolgreich sein werden, müssen wir stets etwas mehr Skizzen und Anträge einreichen, als es der eigentliche Bedarf erforderlich machen würde. Obwohl wir in den letzten Jahren weniger Skizzen eingereicht haben, hat sich unser Projektvolumen aufgrund gestiegener Erfolgsquoten nicht verringert. Die Folge: Wir konnten viele neue Kolleg*innen einstellen, insbesondere zwischen 2015 und 2022. Angesichts der Situation der öffentlichen Haushalte, die sich auch stark auf die Forschungsförderung auswirkt, rechnen wir nicht damit, dass sich der Wachstumstrend fortsetzen wird.
Wir haben 2019 einen Prozess der Organisationsentwicklung begonnen, um zu verstehen, was das Wachstum mit dem Institut macht, und neue Formen der Zusammenarbeit, des Austauschs und der strategischen Entwicklung der Organisation zu finden. 2020 hat die Corona-Pandemie viele Prozesse verzögert. Im Jahr 2022 haben wir das Thema Organisationsentwicklung erneut aufgegriffen und den Prozess innerhalb von zwei Jahren Mitte 2024 erfolgreich abgeschlossen. Eine Gruppe von Mitarbeiter*innen – die AG „Zukunftswerkstatt IÖW“ – arbeitete gemeinsam mit einer externen Beraterin sowie im Rahmen von Workshops mit dem ganzen Institut an Themen wie Selbstverständnis, Kultur, Arbeitsweise oder auch Impact des IÖW.
Am Anfang stand eine Reflexionsphase entlang dieser Fragen: Wo stehen wir als Institut? Was macht das IÖW aus? Was motiviert die Kolleg*innen, sich am IÖW zu engagieren? Was ist nötig, damit das auch zukünftig so bleibt? Mithilfe von Kreativitätsmethoden (wie Briefen aus der Zukunft, Design Thinking und Prototyping) haben wir Zukunftsbilder und Ideen für Herausforderungen entwickelt, vor denen wir als ambitionierte Drittmittel-Forschende stehen. Basis der gemeinsamen Arbeit, so der Befund, ist ein breites geteiltes Wertefundament. Als Entwicklungsbedarfe haben wir die Themen Innovationsfähigkeit und Beteiligung, Vertrauenskultur und interne Kommunikation sowie den Umgang mit der Arbeitsbelastung benannt.
Für eine Phase des experimentellen Erprobens und der Umsetzung haben wir auf dieser Basis fünf zentrale Handlungsfelder identifiziert: die IÖW-Werte pflegen und fördern, das IÖW gemeinsam gestalten, den Arbeitsdruck senken, kreative Freiräume für inhaltliche Weiterentwicklung schaffen sowie die Innovationsfähigkeit des Instituts stärken. In diesen Handlungsfeldern haben wir kleinere und größere Experimente entwickelt und umgesetzt.
Viele Mitarbeiter*innen haben sich aktiv an der Gestaltung der Interventionen beteiligt – ein Aspekt, der sich auch im Leitbild des IÖW wiederfindet. Ein Ergebnis ist auch ein Leitfaden der AG Zukunftswerkstatt, der Tipps für die erfolgreiche Selbstorganisation und wirksame Mitgestaltung des IÖW im Rahmen von Arbeitsgruppen zusammenfasst.
Angesichts der Herausforderungen, mit denen das IÖW während und nach der Pandemie sowie durch das Wachstum des Instituts konfrontiert war, hat der zweijährige Organisationsentwicklungsprozess maßgeblich dazu beigetragen, zentrale IÖW-Werte wie die Kultur des Miteinanders und der Mitgestaltung zu stärken. Verschiedene Themen, die die AG identifiziert hat, aber nicht abschließend bearbeiten konnte, greifen wir an anderen Stellen, beispielsweise im Rahmen des Gender & Diversity-Prozesses, der AG Nachhaltigkeit oder im Bereich Personalentwicklung, auf.
Das Nachhaltigkeitsprogramm umfasst eine Maßnahme zu der Zielstellung „Weiterentwicklung der Arbeitskultur und Arbeitsweise“.