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Befristung, Entfristung, Institutszugehörigkeit

Für die berufliche Perspektive von Wissenschaftler/innen ist die mehrfache Befristung von Arbeitsverhältnissen über viele Jahre hinweg ein wesentliches Problem. Oft beschäftigen Hochschulen und Forschungsinstitute Wissenschaftler/innen nur auf bestimmte Zeit und bieten ihnen danach aus rechtlichen oder personalpolitischen Gründen keine weitere Anstellung an. Dies gilt für Qualifizierungs- und für drittmittelfinanzierte Stellen gleichermaßen. Eine wissenschaftliche Karriere jenseits der Professur ist daher oft schwierig zu bewerkstelligen und auch riskant.

Demgegenüber zielt das IÖW auf eine langfristige Beschäftigung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies ist wegen der ausschließlichen Drittmittelfinanzierung keine einfache Aufgabe. Gleichwohl wirken einzelne Mitarbeiter/innen schon länger als drei Jahrzehnte, viele Mitarbeiter/innen schon länger als zehn Jahre am IÖW. Die durchschnittliche Institutszugehörigkeit der Wissenschaftler/innen hat sich von 2010 bis 2015 kontinuierlich erhöht, und ist seit 2016 in Folge der Neueinstellungen zunächst gesunken. 2019 ist die durchschnittliche Institutszugehörigkeit wieder gestiegen (2019: 7,2 Jahre; +0,5 Jahre im Vergleich zu 2018).

Neueinstellungen nehmen wir vor, wenn es die Projektlage erlaubt. In der Regel werden neue Wissenschaftler/innen zunächst auf ein konkretes Drittmittelprojekt befristet eingestellt. Kommen weitere Projekte hinzu, werden Stellenumfang und Befristungsdauer der neuen Finanzierungssituation angepasst. Nach mehreren Jahren erfolgreicher Forschungstätigkeit am IÖW laden wir Mitarbeiter/innen in der Regel ein, Gesellschafter/innen der gemeinnützigen GmbH zu werden, und entfristen ihre Anstellungsverhältnisse.

In 2019 war ein höherer Anteil wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen unbefristet angestellt als befristet. Die Anzahl an wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen betrug 23. Der Anteil an unbefristeten wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen ist im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas angestiegen, von 50 Prozent im Jahr 2018 auf 51 Prozent im Jahr 2019. Der Anteil unbefristeter nicht-wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen hat sich von 2018 bis 2019, in Folge vieler Neueinstellungen, die befristet erfolgen, von 89 Prozent auf 80 Prozent reduziert.