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Dienstreisen am IÖW

Bei der Durchführung von Dienstreisen berücksichtigt das IÖW ökologische Aspekte in hohem Maße. Hierfür haben wir uns institutsintern auf klare Vorgaben geeinigt. Zunächst versuchen wir – soweit sinnvoll und möglich – Dienstreisen zu vermeiden. Gleichzeitig lebt transdisziplinäre Wissenschaft auch vom persönlichen Austausch. Für den Fall, dass keine Alternative zum Reisen besteht, sind Bahn, öffentlicher Personennahverkehr und seit 2015 auch vereinzelt Fernbusse unsere Verkehrsmittel der Wahl. Vielreisenden Mitarbeiter*innen wird eine BahnCard 50 auf Kosten des IÖW zur Verfügung gestellt. Die Pkw-Nutzung und Flüge innerhalb Deutschlands sind nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Genehmigung der Geschäftsführung gestattet. Für Auslandsflüge haben wir 2022 neue Flugreiserichtlinien entwickelt: So werden Flüge für Strecken, bei denen eine Zugverbindung mit einer Reisezeit von weniger als zwölf Stunden verfügbar ist, nur in wenigen, gut begründeten Ausnahmefällen genehmigt. Ob und wie viel wir reisen, hängt stark von den Anforderungen unserer Projekte ab. Diese definieren, ob Forschungsaufenthalte oder Konferenzteilnahmen im Ausland notwendig sind, und bestimmen damit auch, ob und wie viele Mittel- und Langstreckenflüge unumgänglich sind. Sind Flüge nicht zu vermeiden, werden sie bei der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation Atmosfair kompensiert.

Nach einem starken, pandemiebedingten Rückgang 2020 und 2021 hat sich die Zahl der Dienstreisen 2022 und 2023 wieder erhöht. 2024 ist die Anzahl der Dienstreisen allerdings wieder zurückgegangen und bleibt weiterhin deutlich unter dem vorpandemischen Niveau. Insgesamt wurden für 2024 139 Dienstreisen erfasst. Nach wie vor werden die Dienstreisen vorwiegend mit der Bahn durchgeführt. So wurden 2024 mit diesem Verkehrsmittel 87.727 Kilometer zurückgelegt. Dennoch wurden 2024 insgesamt 14 Einzelstrecken auf einer Distanz von 18.912 Kilometern mit dem Flugzeug zurückgelegt, was 5 Prozent der Reisen und 18 Prozent der Personenkilometer entspricht. 

Auch sind die Reisen im Schnitt wieder etwas länger geworden: Wurden 2022 durchschnittlich 740 und 2023 durchschnittlich 757 Kilometer für Hin- und Rückfahrt zurückgelegt, waren es 2024 767 Kilometer.

Betrachtet man die Gesamtbilanz der Treibhausgasemissionen des IÖW lässt sich daher feststellen: Dienstreisen tragen aktuell nur wenig zu den Klimawirkungen des Instituts bei. Nach einem Höchststand im Jahr 2019 mit rund 17 Tonnen CO2-Äquivalenten gingen die Emissionen bis 2021 mit 0,5 Tonnen CO2-Äquivalenten auf den niedrigsten Wert seit Beginn unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung zurück. Im Jahr 2022 stiegen die Emissionen – im Wesentlichen durch einzelne Flugreisen – wieder auf 5,4 Tonnen CO2-Äquivalente. Dieser Trend setzte sich auch 2023 fort (13,4 Tonnen CO2-Äquivalente), die Treibhausgasemissionen durch Dienstreisen sanken 2024 jedoch wieder auf 9,6 Tonnen CO2-Äquivalente.

Hinweise zu den Daten: Das IÖW ermittelt die dienstreisebedingten CO2-Emissionen unter Zuhilfenahme des Umweltmobilchecks der Deutschen Bahn für Bahn- und Pkw-Reisen, bei dem laut Auskunft der DB die neuesten verfügbaren Emissionsdaten sowie eine differenzierte Betrachtung je nach eingesetztem Anteil an Ökostrom bei dem genutzten Eisenbahnverkehrsunternehmen hinterlegt sind. Durch Flugreisen verursachte Treibhausgasemissionen werden über den Emissionen-Rechner von Atmosfair ermittelt und die für Fernbus-Nutzung mithilfe des Berechnungstools von Raumobil. Laut Umweltmobilcheck verursachen Reisen im DB-Fernverkehr aufgrund des Anteils von 100 Prozent Ökostrom keinen CO2-Ausstoß und die beschriebenen Aktivitäten im Nahverkehr (energiesparendes Fahren, vermehrter Einsatz moderner Fahrzeuge mit Energierückspeisung beim Bremsen) tragen laut DB zu sehr geringen Treibhausgasemissionen pro Kilometer zurückgelegte Strecke bei.

Arbeitswege der IÖW-Mitarbeiter*innen

Das Institut ist zentral gelegen und sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. So können wir unsere Arbeitswege ressourcenschonend und emissionsarm gestalten. In der Mitarbeiter*innenbefragung 2024 haben wir zum wiederholten Mal evaluiert, mit welchen Verkehrsmitteln die Mitarbeitenden zum Arbeitsplatz kommen. IÖW-Beschäftigte kommen in der Regel mit dem Fahrrad (58 %) oder mit dem ÖPNV (33 %) zur Arbeit, eine Person kommt mit dem Auto und 6 % kommen mit Nah- und Fernverkehr ans IÖW. Die Umweltwirkungen der Mitarbeiter*innen-Mobilität haben wir nicht genauer quantifiziert, weil die Wege bereits sehr nachhaltig durchgeführt werden und nur sehr geringes Verbesserungspotenzial erkennbar ist. Seit März 2024 unterstützt das IÖW seine Mitarbeiter*innen bei der nachhaltigen Gestaltung ihrer Mobilität durch einen Zuschuss zum Deutschland-Ticket als Jobticket.