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Energieverbrauch am IÖW

Endenergieverbrauch am IÖW

Der Gesamtendenergieverbrauch wird für das Jahr 2019 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas und Strom zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2019 vorliegen. Der Gesamtendenergieverbrauch für Strom und Wärme am IÖW lag 2019 bei 253.149 kWh. Dies entspricht – bei steigender Mitarbeiter/innenzahl – einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 210.691 kWh. Über einen längeren Zeitraum betrachtet ist der Gesamtendenergieverbrauch starken Schwankungen unterworfen, die mit der Größe des Instituts (Mitarbeiter/innen und Büroflächen) und mit den unterschiedlich kalten Wintern zusammenhängen können. Von 2012 bis 2014 war ein Rückgang in Folge des geringeren Wärmeenergiebedarfs durch gebäudeenergetische Verbesserungsmaßnahmen am Standort Berlin zu beobachten. Dieser positive Trend wurde in 2015 und 2016 unterbrochen. 2017 sank der Gasverbrauch wieder auf 182.613 kWh und 2018 um weitere 3,7 Prozent (175.858 kWh). Der Stromverbrauch verringerte sich im gleichen Zeitraum um 4,8 Prozent (34.833 kWh gegenüber 36.574 kWh).

Die Betrachtung der relativen Verbräuche zeigt: Im Jahr 2019 wurde pro Vollzeitäquivalent 11 Prozent mehr Energie verbraucht als im Jahr zuvor (4.168 kWh gegenüber 3.764 kWh). Wir zeigen im Folgenden die Entwicklung in der Zeitreihe seit Beginn der Datenerfassung in 2011.

Stromverbrauch am IÖW

Das IÖW deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Seit 2015 beziehen wir unseren Strom von den Berliner Stadtwerken, einem kommunalen Anbieter für die lokale, verbrauchernahe Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Damit unterstützen wir das Ziel der Stadt Berlin, bis zum Jahr 2050 oder sogar früher klimaneutral zu werden.

Seit 2018 trugen unsere Bemühungen, Strom einzusparen, Früchte. 2018 verbrauchten wir mit 34.833 kWh 4,8 Prozentpunkte weniger Strom als in 2017 (36.574 kWh). Im darauffolgenden Jahr verringerte sich der Stromverbrauch nochmals und liegt 2019 bei 34.350 kWh. Da der Stromverbrauch sank, obwohl die Zahl der Mitarbeitenden am IÖW und die Vollzeitäquivalente stetig anstiegen, ist auch der Jahresverbrauch an Strom pro Vollzeitäquivalent gesunken. 2018 betrug dieser 622 kWh und 2019 nur noch 566 kWh.

Da sich der Abrechnungszeitraum für Strom im Jahr 2020 verändert hat und uns deshalb nur 9 von 12 Monaten des Verbrauchs vorlagen, zeigt die Grafik den Stromverbrauch lediglich bis 2019. Die Auswirkungen der Coronapandemie auf den Stromverbrauch werden wir daher erst im nächsten Bericht darstellen können.
 

Seit 2015 haben wir verschiedene Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs aus unserem Nachhaltigkeitsprogramm umgesetzt. Dazu gehört unter anderem die Einführung einer Richtlinie zur Beschaffung von energieeffizienten und ressourcenschonenden IKT-Geräten (siehe Beschaffung am IÖW). Diese setzten wir konsequent um, zum Beispiel durch die Beschaffung von strom- und ressourcensparenden „Thin-Clients“, mit denen wir möglichst vielen Anwender/innen ermöglichen, die geteilte Rechenleistung auf Terminalservern gemeinsam zu nutzen.

Wärmeversorgung 

Die IÖW-Büros in Berlin und Heidelberg befinden sich in gemieteten Altbauten. Die Gebäude werden durch gasbefeuerte Zentralheizungen der Vermieter beheizt. Beide Büros wurden vor einigen Jahren partiell gedämmt, weitere Maßnahmen sind von Vermieterseite derzeit nicht vorgesehen. Das Gas zum Beheizen unserer Büroräume in Berlin und Heidelberg war im Jahr 2019 für 66 Prozent unserer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wir befinden uns in regelmäßigem Austausch mit unserem Vermieter in Berlin, um weitere ökologische Verbesserungen zu erzielen.

Unser Gasverbrauch wird für 2019 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas zum Zeitpunkt der Berichtslegung noch nicht für das Jahr 2020 vorliegen. Er stieg im Jahr 2019 um 24 Prozent von 175.858 kWh auf 218.799 kWh. Der Anstieg beendet den Trend der vergangenen Jahre, in denen wir den Gasverbrauch kontinuierlich senken konnten. Wir führen den Anstieg zum Teil auf die Anmietung neuer Büroflächen in Berlin zurück. Den Anstieg des klimabereinigten spezifischen Gasverbrauchs je Quadratmeter Bürofläche können wir uns noch nicht erklären. Er betrug im Jahr 2019 188 kWh/m², während es 2018 nur 160 kWh/m² waren (+17,5 Prozent). Wir haben deshalb die Analyse und Verringerung des Gasverbrauchs neu in das Nachhaltigkeitsprogramm aufgenommen und werden dafür technische sowie verhaltensbezogene Maßnahmen entwickeln und umsetzen.
 

Nachhaltigkeitsprogramm

Das Nachhaltigkeitsprogramm umfasst zwei Maßnahmen zu der Zielstellung „Analysieren und Reduzieren der Treibhausgasemissionen durch Heizen“.

Hinweise zu den Daten

Hinweise zu den Daten: Die Verbrauchszahlen für Gas liegen zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2019 vor. Deshalb kann der Gesamtenergieverbrauch nur bis zum Stichtag 31.12.2019 ermittelt und hier berichtet werden. Ferner korrigieren wir zur Verbesserung des Monitorings schon seit 2015 den spezifischen Gasverbrauch um Witterungseinflüsse. Dabei werden die spezifischen Gasverbräuche für jeden Standort (Berlin, Heidelberg) mit dem entsprechenden Klimafaktor des Deutschen Wetterdienstes für das jeweilige Jahr multipliziert. Dies ermöglicht es, die Effekte von Maßnahmen zur Reduktion des Gasverbrauchs unabhängig von Änderungen der zu beheizenden Fläche oder von der Härte oder Milde des Winters zu bestimmen.

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