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Energieverbrauch am IÖW

Endenergieverbrauch am IÖW

Der Gesamtendenergieverbrauch wird für das Jahr 2018 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas und Strom zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2018 vorliegen. Der Gesamtendenergieverbrauch für Strom und Wärme am IÖW lag 2018 bei 210.691 kWh. Dies entspricht – bei steigender Mitarbeiter/innenzahl – einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert, denn 2017 betrug der Endenergieverbrauch 219.187 kWh. Über einen längeren Zeitraum betrachtet ist der Gesamtendenergieverbrauch starken Schwankungen unterworfen, die mit der Größe des Instituts (Mitarbeiter/innen und Büroflächen) und mit den unterschiedlich kalten Wintern zusammenhängen können. Von 2012 bis 2014 war ein Rückgang in Folge des geringeren Wärmeenergiebedarfs durch gebäudeenergetische Verbesserungsmaßnahmen am Standort Berlin zu beobachten. Dieser positive Trend wurde in 2015 und 2016 unterbrochen. 2017 sank der Gasverbrauch wieder auf 182.613 kWh und 2018 um weitere 3,7 Prozent (175.858 kWh). Der Stromverbrauch verringerte sich im gleichen Zeitraum um 4,8 Prozent (34.833 kWh gegenüber 36.574 kWh).

Die Betrachtung der relativen Verbräuche zeigt: Im Jahr 2018 wurde pro Vollzeitäquivalent 18 Prozent weniger Energie verbraucht als im Jahr zuvor (3.764 kWh gegenüber 4.604 kWh). Wir zeigen im Folgenden die Entwicklung in der Zeitreihe seit Beginn der Datenerfassung in 2011.

Stromverbrauch am IÖW

Das IÖW deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Seit 2015 beziehen wir unseren Strom von den Berliner Stadtwerken, einem kommunalen Anbieter für die lokale, verbrauchernahe Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Damit unterstützen wir das Ziel der Stadt Berlin, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden.

Während die Ermittlung des Gesamtendenergieverbrauchs ausschließlich Werte aus 2017 berücksichtigt, wird der Stromverbrauch am IÖW hier sowohl für das Jahr 2017 als auch für das Jahr 2018 dargestellt, da beide Daten in diesen Bericht einfließen. Den Stromverbrauch allein können wir bereits auf Basis der aktuelleren Werte aus 2018 kommunizieren. In 2017 war der Stromverbrauch noch um 3,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Jahr gestiegen und lag bei 36.574 kWh. Nun zeigen unsere Bemühungen, Strom einzusparen, Früchte. Wir senkten unseren Gesamtstromverbrauch zwischen 2017 (36.574 kWh) und 2018 (34.833 kWh) um 1.740 Kilowattstunden und somit um 4,8 Prozentpunkte, während das Institut im gleichen Zeitraum zehn Prozent mehr Mitarbeitende einstellte. Deshalb entwickelte sich auch der spezifische Stromverbrauch sehr erfreulich: Der Jahresverbrauch an Strom pro Vollzeitäquivalent betrug 622 kWh (2017: 768 kWh, 2016: 792 kWh). Elf Jahre nach Beginn unserer Datenaufzeichnung zum Stromverbrauch liegen wir 22 Prozent und damit deutlich unter dem spezifischen Stromverbrauch von 2008 (798 kWh).

Seit 2015 haben wir verschiedene Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs aus unserem Nachhaltigkeitsprogramm umgesetzt. Dazu gehört unter anderem die Einführung einer Richtlinie zur Beschaffung von energieeffizienten und ressourcenschonenden IKT-Geräten (siehe Beschaffung am IÖW).  Diese setzten wir konsequent um, zum Beispiel durch die Beschaffung von strom- und ressourcensparenden „Thin-Clients“, mit denen wir möglichst vielen Anwender/innen ermöglichen, die geteilte Rechenleistung auf Terminalservern gemeinsam zu nutzen.
Wie nachhaltig wir sind, hängt erheblich von dem Verhalten der einzelnen Beschäftigten im Alltag ab. Um das zu demonstrieren und um Reduktionspotenziale zu erschließen, haben wir den Februar 2019 zum „Stromsparmonat“ ausgerufen. In jeder Woche wurde eine Maßnahme wie die Vermeidung von Stand-by oder stromsparendes Recherchieren als Gemeinschaftsaktion umgesetzt. Die kleinen Änderungen von Alltagsroutinen hatten eine messbare Wirkung: Im Stromsparmonat haben wir im Vergleich zu den Vormonaten rund 200 kWh Strom gespart. Dies entspricht sieben Prozent unseres durchschnittlichen monatlichen Stromverbrauchs des Vorjahres. Der Stromsparmonat diente auch dazu, den Mitarbeiter/innen die IÖW-Nachhaltigkeitsstrategie ins Bewusstsein zu rufen.

Wärmeversorgung

Die IÖW-Büros in Berlin und Heidelberg befinden sich in gemieteten Altbauten. Die Gebäude werden durch gasbefeuerte Zentralheizungen der Vermieter beheizt. Beide Büros wurden vor einigen Jahren partiell gedämmt, weitere Maßnahmen sind von Vermieterseite derzeit nicht vorgesehen. Das Gas zum Beheizen unserer Büroräume in Berlin und Heidelberg war auch im Jahr 2018 für 71 Prozent unserer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wir befinden uns in regelmäßigem Aus-tausch mit unserem Vermieter in Berlin, um weitere ökologische Verbesserungen zu erzielen.

Unser Gasverbrauch wird für 2018 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2018 vorliegen. Er reduzierte sich im Jahr 2018 um fast vier Prozent von 182.613 kWh auf 175.858 kWh. Er liegt damit zwar höher als in den Jahren 2014 und 2015, aber immer noch deutlich unter den Verbräuchen im Zeitraum von 2010 bis 2013. Mit 148 kWh pro Quadratmeter liegt der spezifische Gasverbrauch klimabereinigt um sechs Prozent niedriger als im Vorjahr (2017: 158 kWh).

Dass der Gasverbrauch leicht sinkt, ist erfreulich. Wir ruhen uns nicht darauf aus, sondern werden im Zuge der anstehenden erneuten Erweiterung unserer Büroflächen mit besonderem Augenmerk eruieren, welche Maßnahmen effektiv dazu beitragen können den Wärmeenergieverbrauch zu minimieren.

Nachhaltigkeitsprogramm

Das Nachhaltigkeitsprogramm nennt eine Maßnahme zu der Zielstellung „Spezifischen Stromverbrauch reduzieren – Auswirkungen von Nutzungsverhalten prüfen/Sensibilisierung“.

Hinweise zu den Daten

Hinweise zu den Daten: Die Verbrauchszahlen für Gas und Strom liegen zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2018 vor. Deshalb kann der Gesamtenergieverbrauch nur bis zum Stichtag 31.12.2018 ermittelt und hier berichtet werden. Ferner korrigieren wir zur Verbesserung des Monitorings schon seit 2015 den spezifischen Gasverbrauch um Witterungseinflüsse. Dabei werden die spezifischen Gasverbräuche für jeden Standort (Berlin, Heidelberg) mit dem entsprechenden Klimafaktor des Deutschen Wetterdienstes für das jeweilige Jahr multipliziert. Dies ermöglicht es, die Effekte von Maßnahmen zur Reduktion des Gasverbrauchs unabhängig von Änderungen der zu beheizenden Fläche oder von der Härte oder Milde des Winters zu bestimmen.

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