10.30 Begrüßung (Jörg Rechenberg, UBA, Ulrich Petschow, IÖW)
Vormittag: Konzeptionelle Ebene
10.45 Einführung in die Fragestellung: Kompensation, Kostenverteilung und Anreizsituation (Jesko Hirschfeld, IÖW)
- Strukturierung des Kompensationsproblems
- Betrachtungsphasen (Vorsorge-, Hochwasser-, Schadensregulierungsphase)
- Kompensationsgegenstände
- Kompensationspartner
- Instrumente der Kompensation
- Beispiele für typische Probleme und Defizite beim Zustandekommen (bzw. Nicht-Zustandekommen) von Kooperation und Kompensation
- Ansätze zur Analyse der Anreizsituation
Diskussion
11.30Institutionen des Hochwasserschutzes (Daniel Drünkler, IÖW)
- institutionelle Regelungen im Bereich des Hochwasserschutzes
- Darstellung der komplexen Verteilung der Zuständigkeiten hinsichtlich der drei Säulen des Hochwasserschutzes an Beispielen:
- Flächenvorsorge – räumliche Planung
- Verhaltensvorsorge (Bauvorsorge) - kommunale Bauleitplanung
- Technischer Hochwasserschutz – Deichbau und Unterhaltungsverbände
- Wirkung von Institutionen auf den vorbeugenden Hochwasserschutz – Defizite und alternative Gestaltungsmöglichkeiten
Diskussion
12.15 Ökonomische Anreizstrukturen des Zustandekommens von Kooperation und Kompensation: Umwelt- und institutionenökonomische Analyse
(Prof. Urs Luterbacher, Chairman Environmental Studies Unit, Graduate Institute of International Studies, Genf)
- Hochwassergefährdung oder -schutz als „grenzüberschreitende“ externe Effekte bestimmter Flächennutzungen und Hochwasserschutzmaßnahmen oberstrom
- ökonomische Ansätze für eine Internalisierung
- Determinanten für das Zustande-/Nichtzustandekommen von Kooperationslösungen (event. spieltheoretische Begründung)
Diskussion
------------------------ 13.00 Mittagspause ----------------------
Nachmittag: Kompensationslösungen in der Praxis
14.00 Anreizwirkungen der Ausgestaltung von Versicherungslösungen
(Dr. Franz Prettenthaler, Joanneum Research, Institut für Technologie- und Regionalpolitik, Graz)
- internationaler Vergleich der Versicherung von Hochwasser- und anderen Elementarschäden
- freiwillige private Versicherung vs. Pflichtversicherung
- allgemeine Elementarschadensversicherung vs. spezielle Hochwasserversicherung
- Anreizwirkung staatlicher Eingriffe in die Schadensregulierung (z.B. post hoc-Fonds, Prämienzuschüsse)
- Anreizwirkung von Marktlösungen (z.B. Selbstbehaltmodelle, obligatorischer Versicherungsnachweis bei Immobilienkrediten)
- Reformoptionen
Diskussion
14.45 Oberlieger-Unterlieger-Ausgleich in der Praxis: Kooperation im Zweckverband Elsenz/Schwarzbach, Baden-Württemberg (Verbandsgeschäftsführer Gerold Werner)
- flusseinzugsgebietsbezogene Planung und Umsetzung von technischen Hochwasserschutzmaßnahmen an einem Fluss zweiter Ordnung
- Verteilung der Kosten nach Nutzenverhältnissen der einzelnen Gemeinden (Verteilungsschlüssel)
- Erfolgsbedingungen der kooperativen Umsetzung – Anreizsituation
- Frage nach der Begrenzung nur auf den technischen Hochwasserschutz
Diskussion
-----------------------------Kurze Pause-----------------------------------
15.30 Zwei Arbeitsgruppen zu vorstrukturierten Thesenpapieren:
A: Ökonomische Instrumente – Reformoptionen und innovative Ansätze für Kostenverteilung und Anreizgestaltung <//a>
B: Institutionelle Instrumente – Reformoptionen und innovative Ansätze für Anreizgestaltung und Kooperation <//a>
16.30 Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und Abschlussdiskussion
17.00 Ende des Fachgesprächs