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Frisch erschienen: Ökologisches Wirtschaften „New Commons“

Gemeingüter haben es schon lange schwer. Klimakrise, Grundwasserbelastungen, Überfischung – nur drei Beispiele. Seit einiger Zeit gibt es einen neuen wachsenden Forschungsschwerpunkt, die sogenannten „New Commons“. Wie kann der nachhaltige kollektive Umgang mit Ressourcen, etwa aus den Bereichen Software und Internet oder Saatgut und Sorten gestaltet werden? Das untersuchen die Autor/innen in der aktuellen Ausgabe von ÖkologischesWirtschaften. Unterschiedliche Anwendungsbeispiele illustrieren, wie die Praxis der New Commons sich darum bemüht, wirtschaftliche und soziale Innovationen zu fördern.

Konzeptionelle Fragen zum Charakter der New Commons

Im Schwerpunkt diskutieren die Autor/innen konzeptionelle Fragen: Welches Potenzial haben New Commons für Nachhaltigkeitstransformationen? Sind sie in der Lage, wirtschaftliche und soziale Innovationen zu fördern? Können neue Formen der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung mit den etablierten Analyserahmen hinreichend beschrieben werden oder braucht es grundlegend neue Ansätze?

New Commons im Saatgutsektor

Stefanie Sievers-Glotzbach, Nina Gmeiner, Julia Tschersich, Nils Marscheider, Anoush Ficiciyan und IÖW-Wissenschaftlerin Lea Kliem beschreiben Zwischenergebnisse des BMBF-geförderten transdisziplinären Forschungsprojekts RightSeeds, das (New) Commons im Saatgutsektor charakterisiert und auf ihr sozial-ökologisches Transformationspotenzial hin untersucht. Am Beispiel des Vereins Kultursaat, der ökologischen Nutzpflanzensorten züchtet, ohne geistige Eigentumsrechte dafür zu beanspruchen, wird deutlich, dass auch kleine Initiativen einen wesentlichen Impuls für den Erhalt von Biodiversität und Ernährungssouveränität setzen können.

Bedeutung von Peer-Communities für Innovationsprozesse

IÖW-Mitarbeiter Jan Peuckert und Alexander Cuntz untersuchen die Bedeutung von Wissensweitergabe und -organisation in technikbegeisterten Peer-Communities (zum Beispiel Hackerspaces) für Innovationsprozesse. Sie vergleichen die Zahl und geografische Verteilung von Hackerspaces und Unternehmensgründungen im IT-Bereich und stellen heraus, dass der dynamische und offene Austausch in Peer-Communities eine ideale Umgebung für die Entwicklung innovativer Ideen und Produkte ist.

Wie kann transdisziplinäre Forschung wirkungsvoll gestaltet werden?

Die Förderung von Innovationen in Richtung Nachhaltigkeit steht auch oft im Zentrum von transdisziplinären Ansätzen. Doch wie kann transdisziplinäre Forschung wirkungsvoll gestaltet werden? Martina Schäfer und Alexandra Lux geben in ihrem Beitrag in der Rubrik Neue Konzepte eine Antwort auf dies Frage und skizzieren Qualitätsstandards für erfolgreiche Forschungsansätze in
diesem Bereich.

Leseproben:

•    Lukas Sattlegger, Lisa Zimmermann, Maik Birnbach: Von der unsichtbaren zur durchschaubaren Verpackung (pdf, 97 kB)

•    Siegfried Rupprecht: Die Verkehrswende braucht eine neue kommunale Planungskultur! (pdf, 103 kB)

Zum Inhaltsverzeichnis von ÖkologischesWirtschaften 1/2020

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Neu im freien Online-Zugang: Ausgabe 1/2018

Die Bioökonomie gilt als Hoffnungsträger, doch die einhergehenden Unsicherheiten sind groß. In der Ausgabe 01/18 fragten die Autor/innen nach potenziellen Risiken und Herausforderungen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Beiträge bieten wesentliche Erkenntnisse für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema aus Sicht der Nachhaltigkeit.

Die Heftausgabe ist ab sofort im freien Onlinezugang verfügbar:
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