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IÖW präsentiert fünf Projekte auf BMBF-Tagung zur Energiewende

Heute stellte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in Berlin die aktuelle Forschungsinitiative des BMBF zur Energiewende vor und betonte die Wichtigkeit einer breiten Akzeptanz für konkrete Lösungen vor Ort. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ist an fünf Forschungsprojekten des Programms beteiligt, die das Ziel einer umwelt- und gesellschaftsverträglichen Transformation des Energiesystems verfolgen. Das Neue an der Forschungsagenda ist, dass sie technologische Grundlagenforschung, Systemforschung und sozial-ökologische Forschung integriert. Insgesamt fördert das Forschungsministerium 33 Verbundprojekte.

Thematische Schwerpunkte der BMBF-Energiewendeforschung sind Akzeptanz und Partizipation, Governance von Transformationsprozessen und Entwicklungsoptionen für das Energiesystem. Bei der Auftaktveranstaltung der Forschungsinitiative äußerte sich Wanka erfreut über die vielen Projekte: „Für die große Aufgabe der Energiewende brauchen wir tragfähige und von allen akzeptierte Lösungen vor Ort. Die Wissenschaft kann als neutraler Makler helfen, den Dialog zwischen Bürgern, Wirtschaft, Planern und Entscheidungsträgern zu fördern.“

Thomas Korbun, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des IÖW, unterstrich das breite Themenspektrum der an der Fördermaßnahme beteiligten IÖW-Projekte: „Die Energiewende ist ein komplexes Vorhaben. Ich bin hoch erfreut, dass das IÖW sich an vielen Facetten der Forschungsaktivitäten zur Energiewende einbringen kann. Neben dem Wärmeschutz von Wohngebäuden und dem Potenzial der Energieerzeugung seitens privater Haushalte befassen sich die Projekte mit dem Übergang zu resilienten Energiesystemen und den vielfältigen Beteiligungsoptionen für Bürger in der Energieerzeugung sowie der Frage, wie umweltfreundliche Innovationen erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.“

Die IÖW-Projekte des BMBF-Programms „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ im Einzelnen:

Effektiver Wärmeschutz und eigene Energieerzeugung

Im Projekt „Gebäude-Energiewende“ identifiziert das IÖW Entwicklungsoptionen für den Wärmeschutz und die Wärmeversorgung des Wohngebäudebestands, die ökonomisch und ökologisch vorteilhaft sowie sozial verträglich sind und von den beteiligten Akteuren akzeptiert werden. Ziel des vom IÖW geleiteten Projekts ist es, neues Wissen zu erarbeiten und somit zu einer zukünftig nachhaltigen Wärmeversorgung beizutragen.

www.gebaeude-energiewende.de

Das Projekt „Prosumer Haushalte“ untersucht die veränderte Rolle von privaten Haushalten: Vormals ausschließlich als Nachfrager auf dem Energiemarkt vertreten, geraten sogenannte „Prosumer-Haushalte“ zunehmend auch als Anbieter von innovativ erzeugtem Strom in den Blickpunkt. Das IÖW geht in dem Projekt etwa der Frage nach inwieweit Haushalte, die selbst Energie erzeugen, Verhaltensänderungen hinsichtlich des Energieverbrauchs aufweisen.

www.prosumer-haushalte.de

Intelligente und resiliente Energiesysteme

Als Erzeuger speisen Prosumer lokal produzierte Elektrizität in die Netze. So können ihre Stromspeicher in Zukunft einen Beitrag zur Netzstabilität leisten, indem sie Überkapazitäten kurzfristig speichern. Flexible „Smart Grids“ können ein Türöffner für den Rollenwechsel der Privathaushalte im Energiesystem sein: Angebot, Verbrauch und Speicherung von Strom werden preis- und bedarfsgerecht ausbalanciert. Die zentrale Frage des vom IÖW geleiteten Projekts „InnoSmart“ ist, wie entsprechende Innovationen erfolgreich in die Praxis eingeführt werden können. Bürgerinnen und Bürger früh in die innovative Gestaltung von Smart Grids einzubeziehen ist dabei der Ansatzpunkt des Projektes.

www.innosmart-projekt.de

Einen anderen Ansatz verfolgt das Projekt RESYSTRA, an dem das IÖW als Kooperationspartner beteiligt ist. Anhand der Fallbeispiele Methan als Speicher für erneuerbaren Strom sowie Regionale Selbstversorgung mit Energie untersucht das Projekt, wie genau der schwierige Übergang zu einem nachhaltigen und resilienten Energiesystem geleistet werden kann. Ziel ist unter anderem die Erarbeitung einer Methodik zur Bewertung einer möglichen Gefährdung der Versorgungssicherheit im Falle einer starken dezentralen Energieversorgung. Das Projekt ist ein Gemeinschaftsvorhaben des IÖW und der Universität Bremen.

Mehr zum Projekt RESYSTRA

Bürger in der Energiewende

Die Energiewende als gesellschaftlicher Wandlungsprozess ist auf der einen Seite durch neue Handlungsmöglichkeiten, auf der anderen Seite durch neue Verantwortlichkeiten gekennzeichnet: Den Bürgerinnen und Bürgern kommt die neue Aufgabe zu, die Energiewende aktiv und eigenverantwortlich mitzugestalten – beispielsweise als Konsumenten, Energieproduzenten oder Investoren. Das IÖW untersucht im Forschungsprojekt „Klima-Citoyen“ diese verschiedenen Rollen von Bürgern, und unterstützt Kommunen bei der Aktivierung von Bürger für die Energiewende durch die Erstellung eines praxisrelevanten Handlungsleitfadens.

Mehr zum Projekt Klima-Citoyen

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