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Klimaneutral bis 2050: IÖW leitet Erstellung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms

Dr. Bernd Hirschl

Das Land Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Was genau hierfür passieren muss, bis wann und durch wen – diese Fragen bearbeitet nun das IÖW gemeinsam mit Partnern im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Bis zum Sommer 2015 soll der Fahrplan stehen und den Weg über Zwischenetappen in den Jahren 2020 und 2030 hin zur klimaneutralen Stadt aufzeigen. Ziel ist es, ein Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm zu erarbeiten, das konkrete Maßnahmen für die Handlungsfelder Energieversorgung, Verkehr, Wirtschaft, Konsum sowie Gebäude vorsieht. Am 3. November 2014 gab Senator Michael Müller in Berlin auf einem öffentlichen Auftaktforum den Startschuss zum Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm.

Berlin: Auf dem Weg zur Klimaschutz-Hauptstadt?

Mit einem so ambitionierten Klimaschutzziel wie dem der Klimaneutralität ist Berlin zwar nicht allein, zählt damit aber nicht nur in Deutschland sondern auch weltweit zu den Vorreitern. Berlin greift für die Erstellung des Energie- und Klimaschutzkonzepts auf eine Reihe erfahrener Partner zurück, die bereits gemeinsam die Machbarkeitsstudie „Klimaneutrales Berlin 2050“ erstellt haben, die im März diesen Jahres gemeinsam mit dem Berliner Senat präsentiert wurde.

„Das Klimaschutzkonzept wird auf der Machbarkeitsstudie aufbauen, die erstmalig in schlüssigen Szenarien für alle Handlungsfelder aufgezeigt hat, wie Berlin klimaneutral werden kann“, erläutert Projektleiter Bernd Hirschl vom IÖW. „Die Studie konnte zeigen, dass Berlin hohe Potenziale aufweist, sich selbst mit umweltfreundlicher Energie insbesondere aus Kraft-Wärme-Kopplung und Solarenergie zu versorgen.“ Das Konzept wird an das geplante Berliner Energiewendegesetz gekoppelt sein und stellt mit diesem zusammen den Kern der Berliner Energie- und Klimapolitik dar.

Viele Handlungsfelder, viele Partner – Wer ist an der Erstellung des Berliner Energie und Klimaschutzprogramms beteiligt?

Neben dem IÖW sind insgesamt sieben weitere Institutionen daran beteiligt, das Berliner Energie und Klimaschutzprogramm zu erarbeiten. „Für so verschiedene Handlungsfelder wie Gebäude, Verkehr oder Konsum, sowie für die Analyse ökonomischer Aspekte, von CO2-Effekten oder rechtlicher Fragen, braucht es viele Spezialisten, die sich sowohl fachlich auskennen als auch mit den besonderen Begebenheiten in Berlin vertraut sind“, erläutert Bernd Hirschl. „Mit dieser Kooperation spannt Berlin seine relevanten Akteure in die Erstellung des IEKK ein.“ Im Einzelnen sind folgende Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, BLS Energieplan GmbH, Planergemeinschaft Kohlbrenner eG, Luftbild Umwelt Planung GmbH, VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH, UmbauStadt GbR sowie Gaßner, Groth, Siederer & Coll. Dr. habil. Fritz Reusswig vom PIK wird dabei, wie bereits bei der Machbarkeitsstudie, gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Hirschl die Leitung des Vorhabens bestreiten.

Öffentlichkeit soll intensiv in Erstellung des Klimaschutzkonzepts eingebunden werden

Das Konzept soll mit hoher Beteiligung der breiten und fachlichen Öffentlichkeit sowie mit der Verwaltung und den politischen Entscheidungsträgern Berlins zusammen erarbeitet werden. Schließlich geht es darum, die richtigen, also sozial-ökologisch wie ökonomisch besten Instrumente und Maßnahmen vorzuschlagen. Das IÖW bringt hier seine langjährigen Erfahrungen als transdisziplinäres Institut ein und wird das Partnerprojekt unter der Leitung der IFOK GmbH, das formal für die Öffentlichkeitsarbeit und den Beteiligungsprozess zuständig sein wird, aktiv unterstützen. Bereits ab November 2014 wird mit den ersten Veranstaltungen zum IEKK begonnen werden.

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Mehr Informationen zum Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK)...

Mehr Informationen zur Machbarkeitsstudie Klimaneutrales Berlin...

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