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Kooperationen zwischen Umweltorganisationen und Unternehmen sind wichtige Lern- und Experimentierfelder für nachhaltiges Wirtschaften

Die Anzahl der Kooperationen zwischen Unternehmen und Umweltorganisationen ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich angestiegen. Angesichts dessen, dass Kooperationen heute einen festen Platz im Handlungsrepertoire vieler Umweltorganisationen einnehmen, gab es Forschungsbedarf zum Stand von Forschung und Praxis dieser Aktivitäten. Insbesondere die Fragen, welche Potenziale die Zusammenarbeit für die Partner haben und ob Kooperationen einen tatsächlichen Mehrwert für die Umwelt bringen, wurden in einem 14-monatigen Forschungsvorhaben bearbeitet.

Die jetzt vorgelegte Studie liefert eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Thema Kooperationen zwischen Umweltorganisationen und Unternehmen. Franziska Sperfeld, Umweltwissenschaftlerin und Projektleiterin am UfU hält als wichtiges Ergebnis fest: „Kooperationen sind ein wichtiges Lern- und Experimentierfeld für nachhaltiges Wirtschaften, weil Ressourcen und Kompetenzen gebündelt werden, um gemeinsame Lösungswege zu gehen.“ Es entwickle sich, so Sperfeld, eine gute Praxis in diesem Bereich. Kooperationen sollten aber dennoch nur als komplementäres Instrument verstanden werden, weil auch die Watchdog-Funktion der Umweltorganisationen ein wichtiger Treiber für nachhaltige Entwicklung ist. Deshalb müsse die Balance zwischen Kooperation und Konfrontation in jeder Organisation, aber auch in der Umweltszene insgesamt gut austariert werden.

„In der Öffentlichkeit werden Kooperationen von Unternehmen und zivilgesell-schaftlichen Organisationen immer noch vor allem mit Spenden und Sponsoring in Verbindung gebracht – also mit einer eher passiven Zurverfügungstellung finanzieller Mittel“, so Moritz Blanke, Senior Projektmanager bei UPJ. Die Praxis der Zusammenarbeit von Umweltorganisationen und Unternehmen, mögliche Kooperationstypen und der damit verbundene Nutzen sind aber deutlich vielfältiger. Kooperationen werden daher von immer mehr Organisationen nicht ausschließlich aus einer Fundraisingperspektive betrachtet und „Unternehmen verstehen die Zusammenarbeit als lohnende Investition in die eigene Wettbewerbsfähigkeit“, so Blanke weiter.

Letztlich müsse sich so „eine Kooperation daran messen lassen, welchen Effekt sie auf die Umwelt hat“, ergänzt Christine Hobelsberger, Wissenschaftlerin am  IÖW. Allerdings sei der Umweltnutzen teilweise schwierig oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu bewerten. Als Faustregel lässt sich aber festhalten: Kooperationen, die an der Ursache von Umweltzerstörung ansetzen und unternehmerisches Handeln entsprechend transformieren, generieren einen nachhaltigeren Nutzen für die Umwelt.

Auftraggeber dieses Forschungsprojekts waren das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Das beauftragte Projektteam bestehend aus dem Unabhängigem Institut für Umweltfragen (UfU), dem Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und UPJ veröffentlichte nun die Ergebnisse als Abschlussbericht sowie mit Handlungsempfehlungen und Fallstudien.

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Fachliche Information:
www.ufu.de/projekt/kooperationen
Franziska Sperfeld: 030 4284 993 31, franziska.sperfeld(at)ufu.de

Pressekontakt:
Dr. Silke Domasch
Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU) e.V.
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
silke.domasch(at)ufu.de, 030 4284 993 36, www.ufu.de

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