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Neue Ausgabe »Ökologisches Wirtschaften«: Wachstum und Postwachstum

Grenzen des Wachstums – Der Bericht stellte 1972 einen Meilenstein für die Umwelt- und Nachhaltigkeitsdebatte dar und löste Kontroversen aus: Wie wir wirtschaften, kann zu einem systemischen Kollaps führen. Nun, 50 Jahre später, sind viele Fragen weiterhin unbeantwortet und im Angesicht weltpolitischer Krisen ist die Diskussion um Wachstum und Postwachstum aktueller denn je. In der Zeitschrift ÖkologischesWirtschaften diskutieren die Autor*innen, wie Postwachstum in Zukunft neu gedacht und gelebt werden kann.

Auch heute könnte die sozial-ökologische Transformation durch andere Krisen infrage gestellt werden: Weltkrisen wie der Krieg in der Ukraine oder die Corona-Pandemie lassen ambitionierte Umweltpolitik in die Defensive geraten. Die Autor*innen blicken in sieben Beiträgen im Schwerpunktthema „Wachstum und Postwachstum“ auf Wachstumsgrenzen von gestern und heute.

Grenzen des Wachstums damals und heute

IÖW-Wissenschaftler Ulrich Petschow, Florian Kern und David Hofmann würdigen den Report Grenzen des Wachstums anlässlich seines 50. Jubiläums. Sie beleuchten die historischen Kontexte der Studie, ziehen Schlussfolgerungen für die Zukunft und stellen Bezüge zur vorsorgeorientierten Postwachstumsposition her.

Irmi Seidl und Angelika Zahrnt verweisen auf Kontexte der Veröffentlichung der Grenzen des Wachstums und zeigen, dass eine weitreichende Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch unrealistisch ist und daher wachstumsunabhängige Strukturen entwickelt werden müssen.

Corinna Dengler geht auf die Degrowth-Debatte ein, in der die sozial-ökologische, kulturelle und feministische Wachstumskritik eine wichtige Rolle einnimmt. Sie betont, dass „die patriarchalen Wurzeln des kapitalistischen Wachstumsparadigmas in Debatten um ökologisches Wirtschaften von vorneherein mitgedacht werden“ sollten.

Neue Konzepte: Stranded Assets, Biodiversität, Wertschöpfung

In der Rubrik Neue Konzepte zeigen Klaus Eisenack und weitere Autor*innen, welche Auswirkungen die Transformation des Energiesystems für fossile Kapitalanlagen haben wird. Laut den Autor*innen werden diese massiv an Wert verlieren. Die Erfassung dieser Verluste helfe, Einzelinteressen der Klimapolitik besser zu verstehen.

Die Übernutzung natürlicher Ressourcen, der Verlust natürlicher Habitate, die ansteigende Verbreitung gebietsfremder Arten und der Klimawandel erhöhen den Druck auf Biodiversität. Diana Hummel, Thomas Fickel, Hansjörg Graul und Sophie Peter betonen, dass eine problemorientierte Analyse einen Beitrag zum besseren Verständnis und zur Bearbeitung von normativen Konflikten um Biodiversität ermöglicht.

Ulrike Zeigermann, Michael Böcher und Lia Weitz beleuchten einen neuen Ansatz zur Identifikation und Verstärkung von Erfolgsfaktoren für Regionalentwicklung und Klimaschutz, um in ländlichen Regionen eine Balance zwischen Klimaschutz, Klimaanpassung und Wirtschaftlichkeit zu schaffen.

Leseproben:


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Neu im freien Online-Zugang: Ausgabe 2/2021: Zukunft gestalten

Ende April 2021 fällte das Bundesverfassungsgericht ein weitreichendes Urteil: Das Klimaschutzgesetz von 2019 war zu kurz gedacht. Die Ziele zur Treibhausgasreduktion müssten über das Jahr 2030 hinausreichen, um die Freiheiten der Bürger*innen auch in Zukunft zu garantieren. Dieses Urteil zeigt: Damit eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft Realität wird, stellt sich immer wieder die Frage, wie wir Zukunft imaginieren, diskutieren und gestalten können. Die Ausgabe ÖkologischesWirtschaften „Zukunft gestalten“ beleuchtet aus Sicht einzelner Themenfelder, Akteure und Formate wie partizipative Zukunftsgestaltung ermöglicht werden kann und wie die Weichen angesichts aktueller Herausforderungen neu gestellt werden könnten.

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