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Neue Studie erschienen: Fahrplan für die Mobilitätswende

Klimaschutz, Digitalisierung und autonomes Fahren: Verschiedene Faktoren verändern die Automobilindustrie erheblich. Damit der Wandel sozial und ökologisch gestaltet wird, bedarf es einer Strategie für die Mobilitätswende. Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssen zusammenarbeiten und grundlegende Maßnahmen abstimmen und gemeinsam umsetzen. Die Studie „Mobilitätswende – Die deutsche Automobilindustrie im Umbruch“ zeigt einen Weg, wie die Transformation erfolgreich, sauber und bedarfsgerecht umgesetzt werden kann. Das IÖW hat die Studie im Auftrag von Denkwerk Demokratie durchgeführt.

Die Autoren Ulrich Petschow, Christian Uhle und Heinrich Boeing identifizieren Klimaschutz, autonomes Fahren und Digitalisierung als die drei Treiber für einen Wandel in den Märkten der Mobilität. Für eine Mobilitätswende seien effizientere und saubere Autos allein nicht ausreichend – das gesamte Mobilitätssystem müsse sich wandeln, so die Forscher. Verkehrsbedarfe müssten reduziert werden. Neue Angebote, wie Mobilitätsbedürfnisse befriedigt und gleichzeitig das Verkehrsaufkommen reduziert werden kann, müssten geschafft werden.

Damit die Mobilitätswende sozial und ökologisch nachhaltig verläuft, müssten politische Regulierung, unternehmerische Strategien und beschäftigungspolitische Erwägungen klug aufeinander abgestimmt sein, so die Autoren. „Der Wandel im Verkehrssektor ist bereits in vollem Gange – es ist höchste Zeit, dass die Industrie und die Politik die Herausforderungen viel aktiver angehen als bislang. Ansonsten könnte die Automobilindustrie ihre Position im internationalen Wettbewerb einbüßen und mittelfristig zum Zulieferer für führende Mobilitätsdienstleister der IKT-Branche werden“, sagte Studienautor Ulrich Petschow vom IÖW, der die Erstellung der Studie mit Förderung durch den Verein Denkwerk Demokratie geleitet hat.

Umfassende Transformationsstrategie notwendig

Die neue Mobilitätswelt könnte eine ökonomische, ökologische und kulturelle Erfolgsgeschichte werden. Zu einer umfassenden Mobilitätswende gehören:

  • Antriebswende bei Automobilen,
  • Verzahnung der digitalen mit der ökologischen Transformation,
  • verkehrssparsame Stadt,- und Siedlungsstrukturen,
  • Stärkung des Umweltverbundes.

Politik und Industrie: Maßnahmen für die Mobilitätswende erforderlich

Die Autoren verweisen darauf, dass die technologischen Innovationen wie Digitalisierung und autonomes Fahren Potenziale und Möglichkeiten für eine Verkehrswende bieten. Um das Potenzial zu erschließen, seien aktive Politikmaßnahmen notwendig. Grüne industriepolitische Strategien müssten zusätzlich den Strukturwandel in Industrie und Regionen unterstützen. Insbesondere die Zulieferindustrie muss dabei mitgedacht werden. Dazu müssen Politik, Industrie, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft die nachhaltige Mobilitätswende unterstützen. Dies schließe Maßnahmen ein, wie etwa eine Ladestruktur für E-Mobilität im Bereich Infrastruktur oder Forschungsförderung, sowie finanzielle Anreizsysteme und die neue Organisation von Wohnen und Arbeit im Stadtraum und in der Region.

Die Autoindustrie habe gute Voraussetzungen, die Mobilitätswende und Herausforderungen durch die Digitalisierung erfolgreich anzugehen. Die Konzerne müssten aber einen Umbau zu Mobilitätsdienstleistern schaffen, um neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Mehr Informationen

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Die Studie zum Download (pdf; 0,8 MB)

Kontakt:
Ulrich Petschow
ulrich.petschow(at)ioew.de

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