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Steffen Lange erhält Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie

Bild: privat

IÖW-Wissenschaftler Dr. Steffen Lange wurde für einen der drei Kapp-Forschungspreise für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung ausgewählt. Er erhielt den Preis für seine an der Universität Hamburg geschriebene Dissertation zum Thema „Macroeconomics Without Growth: Sustainable Economies in Neoclassical, Keynesian and Marxian Theories“. Die Studie geht der Frage nach, welche makroökonomischen Rahmenbedingungen zu nachhaltigen Ökonomien ohne Wachstum führen würden.

Nullwachstum ist aus Sicht aller Theorien denkbar

Lange untersucht die einschlägigen Theorien aus der neoklassischen, der keynesianischen und Marx’schen Theorieschule – mit dem Ergebnis, dass Nullwachstum aus Sicht aller Theorien grundsätzlich denkbar ist. Jedoch jeweils nur unter bestimmten, letztlich wirtschaftspolitisch umzusetzenden Bedingungen etwa hinsichtlich der Steuerung von Angebot und Nachfrage sowie der Arbeitszeit. Die Studie mündet in der Entwicklung eines eigenen Modells für nachhaltige Ökonomie ohne Wachstum.

Aus Sicht der Jury ist die Arbeit von Steffen Lange nicht nur wegen ihres hohen wissenschaftlichen Niveaus und der umfassenden Kenntnis aller Spielarten der heute an Universitäten gelehrten Makroökonomik herausragend. Sie ist auch deshalb so außergewöhnlich, weil sie das Themenfeld Postwachstum, das sich jenseits des sogenannten Mainstreams entwickelt hat, in diesen hineinträgt. Die hier Lehrenden und Lernenden werden, so die Jury in ihrer Begründung, an diesem Buch nicht mehr vorbeikommen; und damit auch nicht mehr an der Diskussion darüber, von welcher Wirtschaft volkswirtschaftliche Theorien handeln – und welchen Beitrag die Wissenschaft für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft leisten kann. Die Laudatio hielt Adelheid Biesecker.

Die Dissertation ist als Buch in der Reihe „Wirtschaftswissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung“ im Metropolis-Verlag erschienen.

Kapp-Forschungspreis

Weitere Presiträger/innen waren die Volkswirtin Barbara Plank und der Nachhaltigkeitsökonom Marius Rommel. Der Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie wird im zweijährigen Turnus gemeinsam von der Vereinigung für Ökologische Ökonomie, der anstiftung, Kapp-Stiftung, Hatzfeldt-Stiftung sowie der Selbach-Umwelt-Stiftung vergeben. Der Name des Preises erinnert an den bedeutenden Ökonomen Karl William Kapp (1910-1976), der bereits Anfang der 1950er-Jahre als einer der ersten Ökonomen die sozialen und ökologischen externen Kosten der Marktwirtschaft aufgezeigt und analysiert hat.  

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Redaktionelle Informationen:

Bibliographische Daten:
Steffen Lange (2018): Macroeconomics Without Growth. Sustainable Economies in Neoclassical, Keynesian and Marxian Theories, Wirtschaftswissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung Band 19, Metropolis-Verlag, Marburg

586 Seiten, ISBN 978-3-7316-1298-8, 34,80 €, E-Book: 28,54 €

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