Erster Tag 10 Regionen = eine Region?
Der erste Tag der Summer Academy widmet sich der Frage, aus wie vielen verschiedenen Regionen eine Region besteht: Abseits einer administrativen Abgrenzung ist eine Region durch viele in ihr liegende Regionen gekennzeichnet oder sie ist selbst Teil einer größeren Region. Was auf den ersten Blick verwirrend klingt ist im Rahmen von ,Regional Governance’ eine sinnvolle Fragestellung. Der Begriff ,Region’ ist - in Anbetracht einer nachhaltigen Entwicklung - nicht länger nur durch administrative Anforderungen der Raumplanung definiert, sondern geht viel weiter: Er beschreibt z.B. ein thematisches Netzwerk, einen Wirtschafts-Cluster oder ein besonderes Schutzgebiet. In der Regel haben diese ,Regionen’ nur wenige Berührungspunkte, besonders in stärker urbanisierten Gebieten, wo die Zahl verschiedener Akteurs-Netzwerke, die zu einer Region gehören, sehr hoch ist. Am ersten Tag der Summer Academy soll die Möglichkeit erörtert werden, wie verschiedene Regionen bzw. regionale Netzwerke für das Ziel einer nachhaltigen Regionalentwicklung ,verlinkt’ werden können und inwiefern Regional Governance dazu beitragen kann.
Zweiter Tag Unternehmen als treibende Kraft nachhaltiger Regionalentwicklung
Viele Studien haben gezeigt, dass Unternehmen eine vernachlässigte Akteursgruppe im Rahmen von Prozessen nachhaltiger Entwicklung sind. Abseits von Programmen, die Aktionen in Unternehmen initiieren und unterstützen - wie z.B. Aktivitäten im Bereich Öko-Effizienz - wurde bisher sehr wenig unternommen, um Unternehmen in den Prozess nachhaltiger Regionalentwicklung zu integrieren. Insbesondere die Agenda-21-Aktivitäten auf der lokal-regionalen Ebene äußern häufig einen Bedarf nach stärkerer Unternehmenseinbindung. Der zweite Tag der Summer Academy stellt die Ambitionen von Unternehmen in den Mittelpunkt, stärker regional zu denken und zu handeln. Es soll versucht werden, mögliche Wege einer konsistenten Einbindung in regionale Entwicklungsprozesse zu identifizieren. Abgerundet wird dieses Thema durch den Besuch von Unternehmen, die am aktuellen Entwicklungsprozess der Region im Bergischen Städtedreieck (Remscheid, Wuppertal, Solingen) der ,Regionale 2006’, teilnehmen.
Dritter TagHerausforderungen und Bedarfe
Der dritte und letzte Tag der Summer Academy zielt auf darauf ab, Entwicklungskorridore für den Beitrag zu formulieren, den ,Regional Governance’ in näherer Zukunft für die nachhaltige Entwicklung von Regionen leisten muss. Da die Summer Academy als eine europaweite Veranstaltung konzipiert ist, wird vor allem das Zusammentragen der jeweiligen nationalen Sichtweisen und zukünftigen Herausforderungen und Bedarfe im Mittelpunkt stehen. Die Veranstaltung wird am dritten Tag ein besonderes Augenmerk auf die Periode ,2006+’ legen und der Frage nachgehen, welche Formen Regionalentwicklung in einer erweiterten und modifizierten Europäischen Union haben wird.