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Schulverpflegung mit Qualität - politische Aufgabe oder Elternsache?

Podiumsdiskussion

31. August 2005 18:30 - 20:30
Berlin
Gut drei Wochen nach Beginn des Schuljahres fragten das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin: Wer kann und wer muss Schule bei der wichtigen Aufgabe unterstützen, gesunde Lebensstile zu vermitteln und vorzuleben und wie kann in unseren Schulen mehr Akzeptanz für eine zeitgemäße Schulverpflegung geschaffen werden?

Veranstalter:
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW),
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin

In Kooperation mit:
Der Tagesspiegel, Berlin

Veranstaltungsort:
Abgeordnetenhaus von Berlin
Raum 311
Niederkirchnerstr. 5
10117 Berlin

Das Thema:
Mit dem neuen Schuljahr bieten alle Berliner Grundschulen Ganztagsunterricht bzw. -betreuung an. Für viele Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern bedeutet das eine große Umstellung: Schule wird jetzt zu einem Ort, an dem nicht nur gelernt und gelebt, sondern auch gegessen wird.

Das Angebot eines Mittagessens bietet den Schulen die Chance, positiven Einfluss auf die Ernährung der Schülerinnen und Schüler zu nehmen und ihnen entsprechende Kompetenzen zu vermitteln – ein wichtiger Schritt, wenn man bedenkt, dass in den letzten Jahren die Zahl fehlernährter, übergewichtiger und chronisch kranker Kinder – insbesondere aus sozial benachteiligten und Familien mit Migrationshintergrund – deutlich zugenommen hat.

Doch angesichts leerer öffentlicher Kassen wird der Mittagstisch schnell zum Zankapfel: Ernährungswissenschaftler drängen auf die Einhaltung von Qualitätsstandards, aber Qualität hat ihren Preis. Eltern erwarten für ihre Kinder leckeres und gesundes Essen, aber möglichst kostengünstig soll es sein.
Schulen wissen um die Bedeutung gesundheitsfördernder Verpflegungsangebote für Leistungsfähigkeit und Prävention, fühlen sich aber häufig damit überfordert, die unterschiedlichen Interessen von Schulträgern, Eltern und Schüler/innen beim Thema Schulessen zusammen zu bringen. Und gerade an Schulen mit einem hohen Anteil von Kindern aus sozial benachteiligten Familien oder Kindern mit Migrationshintergrund ist die Akzeptanz des Mittagstischs oft gering.

Gut drei Wochen nach Beginn des Schuljahres fragten das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin deshalb: Wer kann und wer muss Schule bei der wichtigen Aufgabe unterstützen, gesunde Lebensstile zu vermitteln und vorzuleben? Wie kann in unseren Schulen mehr Akzeptanz für eine zeitgemäße Schulverpflegung geschaffen werden? Was darf Schulverpflegung mit Qualität kosten, damit die Chancengleichheit für unsere Kinder nicht schon am Mittagstisch endet? Ist ein gesunder Mittagstisch politische Aufgabe oder Elternsache?

Gemeinsam mit Schulsenator Klaus Böger, einer Schulleiterin und einem Vertreter des Landeselternausschusses diskutierten wir außerdem, wie weit Berlin auf dem Weg zu einer Schulverpflegung mit Qualität ist – immerhin verfügt Berlin seit 2003 als bislang einziges Bundesland über Qualitätskriterien für Schulverpflegung – , und was die „neuen“ Ganztagsschulen von den langjährigen Erfahrungen der Schulen aus dem ehemaligen Ostteil der Stadt lernen können.

Die Podiumsdiskussion fand in Kooperation mit dem Tagesspiegel, Berlin, statt.

Ort und Zeit:
Die Podiumsdiskussion fand am 31. August 2005 von 18.30 Uhr bis
ca. 20.30 Uhr statt. Veranstaltungsort war das Abgeordnetenhaus von Berlin.

Es diskutierten:

Klaus Böger
Senator für Bildung, Jugend und Sport, Berlin

André Schindler
Vorsitzender Landeselternausschuss Berlin

Christiane Knoppick
Grundschule unter dem Regenbogen, Marzahn

Sabine Schulz-Greve
Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin

Thomas Korbun
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Berlin

Moderation: Susanne Vieth-Entus
Der Tagesspiegel, Berlin


Flyer zum Download

Klaus Böger (Schulsenator):
Interview
Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme.
Umstellungsschwierigkeiten

Thomas Korbun (IÖW):
zu den Leitlinien
die soziale Dimension von Schulverpflegung

Sabine Schulz-Greve (Vernetzungsstelle Schulverpflegung):
über Ernaehrungskompetenz
zu den Qualitätskriterien

Christiane Knoppick (Grundschule unter dem Regenbogen):
über Sparen am Essen
zum Versorgungsvertrag

Andre Schindler (Landeselternauschuss Berlin):
die Auswahl der Caterer
Essen braucht Zeit

Mit dem neuen Schuljahr bieten alle Berliner Grundschulen Ganztagsunterricht bzw. –betreuung an. Für viele Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern bedeutet das eine große Umstellung: Schule wird jetzt zu einem Ort, an dem nicht nur gelernt und gelebt, sondern auch gegessen wird.
Gut drei Wochen nach Beginn des Schuljahres boten IÖW und die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin allen Beteiligten ein Forum, um erste Erfahrungen auszutauschen. Auf der Podiumsdiskussion "Schulverpflegung mit Qualität - politische Aufgabe oder Elternsache", die am 31.8.2005 im Abgeordnetenhaus von Berlin stattfand, standen diese Fragen im Mittelpunkt:
Wie kann in unseren Schulen mehr Akzeptanz für eine zeitgemäße Verpflegung geschaffen werden?
Was darf Schulverpflegung mit Qualität kosten, damit die Chancengleichheit für unsere Kinder nicht schon am Mittagstisch endet?
Ist ein gesunder Mittagstisch politische Aufgabe oder Elternsache?
Die Stellungnahmen der Podiumsteilnehmer finden Sie hier zum Anhören.

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