Die Zukunft von Corporate Digital Responsibility
Mehr über die Veranstaltung
Ausgangslage & Motivation
Mit der Studie „Corporate Digital Responsibility. Wie Unternehmen im digitalen Wandel Verantwortung übernehmen“ hat das IÖW einen systematischen Überblick über die Handlungsfelder von CDR vorgelegt. Gleichzeitig zeigt die Studie auf, inwieweit Unternehmen bereits in ihren Nachhaltigkeitsberichten auf CDR-Themen eingehen. (www.ioew.de/cdr)
Ausgehend von der Studie und aktuellen Entwicklungen wollen wir über Zukunftsthemen und bislang unterbelichtete Aspekte von CDR diskutieren. Der Workshop bietet einen idealen Rahmen für einen vertieften fachlichen Austausch und zur Vernetzung mit Expert*innen aus Organisationen mit hoher CDR-Kompetenz. Beispielsweise sollen die CDR-Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, spezialisierte CDR-Beratungen, digitalpolitische NGOs und CDR-Verantwortliche aus Unternehmen mit dabei sein.Die Veranstaltung ist als Workshop im eigentlichen Sinne konzipiert: als interaktives Arbeitstreffen mit Raum zur Gedankenentfaltung und Entwicklung von Empfehlungen, Forderungen und Lösungsansätzen. Inhaltliche Kurzinputs geben Gedankenanstöße.
Es gibt bereits eine Reihe von Pilotinitiativen für Unternehmen, um Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in der Digitalisierung zu stärken (z.B. CDR-Initiative, nachhaltig.digital). Vorreiter und Good Practices sichtbar zu machen und damit Handlungsorientierungen zu geben, ist ein wichtiger Anfang. Doch es gibt noch einiges zu tun, um Digitalverantwortung systematisch in die Handlungsstrategien und Managementprozesse aller relevanten Unternehmen zu integrieren. Der Workshop „Die Zukunft von Corporate Digital Responsibility“ soll herausarbeiten, wie sich CDR weiterentwickeln sollte und welche nächsten Schritte jetzt anstehen.
Verständnis
Wir verstehen CDR nicht als einen Teilbereich des CSR- oder Nachhaltigkeitsmanagements, sondern sind überzeugt, dass die Digitalisierung umfassend neue Herausforderungen und Handlungsfelder der gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung provoziert (vgl. CDR-Studie des IÖW). Daher darf CDR nicht auf freiwillige Pilotprojekte bei wenigen IKT-Unternehmen beschränkt werden. Vielmehr muss die Tragweite der aktuellen und absehbaren Wege der Digitalisierung branchenübergreifend für nachhaltiges und gemeinwohldienliches Wirtschaften reflektiert werden. Dazu wollen wir auf dem Workshop Zukunftsperspektiven für CDR entwickeln – etwa im Hinblick auf vernachlässigte (aber wichtige) Themen, Förderinstrumente, die praktische Handlungswirksamkeit und die Breitenwirksamkeit des Konzepts.
Impulspapier
Im Rahmen des Workshops erarbeiten wir Inhalte für ein Impulspapier, das vom IÖW im Nachgang ausgearbeitet und in der Reihe IÖW-Impulse veröffentlicht wird. Die Workshop-Teilnehmer*innen können dieses Papier als Impulsgeber*innen nutzen und in ihren Netzwerken und Communities verbreiten. Die Funktion des Papieres soll darin bestehen, mithilfe prägnanter Vorschläge, Empfehlungen und Forderungen entsprechende Diskussions- und Handlungsanstöße zur Weiterentwicklung von CDR in Unternehmen, Verbänden und Politik zu geben.
Programm & Leitfragen
Programm
12:00 Uhr | Ankommen & Mittagsimbiss |
13:00 Uhr | Einführung und Überblick |
13:30 Uhr | Phase1: Themensondierung in mobiler Arbeitsrunde |
15:00 Uhr | Kaffeepause |
15:15 Uhr | Phase 2: Themenvertiefung in drei parallelen Arbeitsgruppen |
16:30 Uhr | Phase 3: Erkenntnisse aus den Arbeitsgruppen |
17:30 Uhr | Ausblick, Verdichtung der Ergebnisse und Nutzungsperspektiven |
18:00 Uhr | Ende der Veranstaltung |
Unter Mitwirkung von:
- Dr. Saskia Dörr, CDR-Beraterin und Autorin Praxisleitfaden Corporate Digital Responsibility
- Dr. Christian Thorun und Dr. Frank Esselmann für die Geschäftsstelle der CDR-Initiative des BMUV
- Dr. Marie Blachetta, Initiative D21, Referentin Digital Responsibility
- Dr. Christian Lautermann, Co-Autor der CDR-Studie des IÖW
Leitfragen
Um den Austausch im Workshop ergebnisorientiert gestalten zu können, orientieren wir uns an Leitfragen. Diese können im Vorfeld und auf dem Workshop selbst konkretisiert, priorisiert und ergänzt werden.
- Wie kann CDR in die Breite der Unternehmenslandschaft gebracht werden? Wie kann insbesondere der Mittelstand in Sachen Digitalverantwortung befähigt und aktiviert werden?
- Welche ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen sind im CDR-Konzept bislang unterbelichtet (werden aber in Zukunft besonders wichtig)?
- Wie müssen bestehende Instrumente und Ansätze weiterentwickelt werden, um mehr praktische Handlungswirksamkeit und Breitenwirksamkeit zu entfalten? Welche Rolle spielen dabei Frameworks, Reporting und Regulierungsansätze?
- Welche speziellen Erwartungen gibt es an Unternehmen hinsichtlich ihrer Digitalverantwortung, etwa von der jungen Generation und von der Zivilgesellschaft? Wie ist damit umzugehen?
- Wie kann sichergestellt werden, dass CDR sich zu einem wirksamen Konzept zur Stärkung von digitaler Ethik in Unternehmen entwickelt? Und wie kann „Ethics Washing“ vermieden werden?