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Bioenergie-Regionen: Landwirtschaftsministerium betont Wirtschaftsfaktor

Bild: Tante Tati/ pixabay.com

Mit dem 2009 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Bonn ausgerufenen Wettbewerb „Bioenergie-Regionen“ wurde der Auf- und Ausbau regionaler Bioenergie-Netzwerke und indirekt damit lokale Energiewende-Projekte gefördert. Als Teil der Begleitforschung des Wettbewerbs quantifizierte das IÖW in einem Forschungsvorhaben die Wertschöpfung und Beschäftigung in drei ausgewählten Bioenergie-Regionen. Dafür setzten die IÖW-Wissenschaftler/innen Katharina Heinbach und Johannes Rupp das Wertschöpfungsmodell (WEBEE-Modell) ein, das alle Wertschöpfungsschritte von der Produktion über den Betrieb bis zum Rückbau einer Anlage abbildet.

Vergangene Woche fand am 16. Juni 2015 der Abschlusskongress Bioenergie-Regionen“ statt, auf dem die Begleitforschung ihre Ergebnisse und Vertreter der 21 Bioenergie-Regionen eine Auswahl an erfolgreichen Projekten präsentierten. Über das Instrument des Online-Wertschöpfungsrechners konnten die beteiligten Regionen insgesamt eine regionale Wertschöpfung von über einer Milliarden Euro durch die Bioenergie ausweisen. „Diese Regionen zeigen das große Potenzial dieses erneuerbaren Energieträgers als Wirtschaftsfaktor im ländlichen Umfeld“, stellt Peter Bleser, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeslandwirtschaftsminister, in seiner Eröffnungsrede heraus. Für die drei ausgewählten Bioenergie-Regionen Bodensee, Mittelhessen und Mecklenburgische Seenplatte ermittelte das IÖW regionale Wertschöpfungseffekte durch Bioenergie von 5 bis 13 Millionen Euro pro Region im Jahr 2012. Die Investition in Bioenergie-Anlagen erhöht die Wirtschaftskraft vor Ort und generiert Steuereinnahmen für die Kommunen. Zudem wurden pro Region Beschäftigungseffekte von zwischen 80 und 170 Vollzeit-Arbeitsplätzen geschaffen. In Summe sind dies entscheidende Faktoren für die Stärkung der Entwicklung insbesondere ländlicher Räume.

Wettbewerb steigert Akzeptanz der Erneuerbaren

Der Wettbewerb, verbunden mit intensiver Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit, hat auch dazu beigetragen, die Akzeptanz für Bioenergie vor Ort zu steigern. Durch die Umsetzung vielfältig kreativer Ideen zur Erschließung zusätzlicher Rohstoffe oder gesteigerter Effizienz in bestehenden Prozessen, die in aktiven regionalen Netzwerken gemeinsam erarbeitet und weiterentwickelt wurden, konnte sich die Bioenergie auch als interessante wirtschaftliche Option in den Regionen präsentieren. Mithilfe dieses Projektes seien die Bioenergie-Regionen nun zu Pionieren in der regionalen Energiewende und nachhaltigen lokalen Energieerzeugung geworden, resümiert Staatssekretär Peter Bleser. Die Bioenergie-Regionen wollen nun das Thema weiter fortsetzen und dabei besonders Aspekte wie Speicherbarkeit, Flexibilität und Wärme bearbeiten; Effizienz, Energieeinsparung und die Kombinierbarkeit verschiedener erneuerbarer Energien weiterentwickeln und weiterhin Ansprechpartner und Vorbilder im Bioenergiebereich bleiben.

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Mehr Informationen zum Wettbewerb "Bioenergie-Regionen":
www.bioenergie-regionen.de

Mehr Informationen zum IÖW-Vorhaben in der wissenschaftlichen Begleitforschung

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