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Umweltauswirkungen einer ländlichen Bioökonomie Lebenszyklusanalyse von drei Wertschöpfungsketten einer Koppel- und Kaskadennutzung von nachwachsenden Rohstoffen

Ziel der nationalen Politikstrategie Bioökonomie ist es, den Weg zu bereiten für ein zukunftsfähiges Wirtschaften, das zunehmend auf nachhaltig erzeugten und nachwachsenden Ressourcen sowie biogenen Rest- und Abfallstoffen beruht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Potenziale eine ländliche Bioökonomie in Deutschland unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte aufweist. Die Schriftenreihe stellt die Umweltbewertung von drei ausgewählten Wertschöpfungsketten dar: Nährstoffextrakte/Düngemittel und Gärrestfasern aus Biogasanlagen, Hanffaservlies zur Herstellung eines Faserdämmstoffs und Graspellets zur Herstellung von Papier und/oder Kartonagen. Die Ökobilanz zeigt auf, inwiefern und unter welchen Rahmenbedingungen der Einsatz der biobasierten Produkte mit ökologischen Nutzen im Vergleich zu potenziell substituierbaren Referenzprodukten und -systemen einhergeht und welche Aspekte aus ökologischer Perspektive bei der Umsetzung dieser Wertschöpfungsketten zu beachten sind. Die Ergebnisse zeigen, dass die biobasierten Produkte nicht per se Umweltvorteile erbringen. Sowohl im Anbau als auch in der Weiterverarbeitung bzw. Prozessintegration bestehen mögliche Risiken für erhöhte Emissionen. Aufbauend auf die Ökobilanzergebnisse identifizieren die Autor/innen Maßnahmen zur Minderung negativer Umweltwirkungen entlang der Wertschöpfungsketten, wie dem optimierten Düngemanagement, die Substitution von fossilen Produktkomponenten oder eine Prozessintegration, die sich an den konkreten technischen Bedingungen vor Ort orientiert (z. B. die Nutzung verfügbarer Abwärme für weitere Prozesse).

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