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CSR-Reporting in Deutschland 2021 Ranking der Nachhaltigkeitsberichte von Großunternehmen und KMU: Ergebnisse, Trends, Branchen- sowie Sonderauswertungen zu Klimaneutralität und Corona

Im elften Durchgang des Rankings der Nachhaltigkeitsberichte haben das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Unternehmensvereinigung future e.V. erneut die Nachhaltigkeitsberichte der 100 größten deutschen Unternehmen sowie ausgewählter kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mit Hilfe eines umfassenden Kriteriensets analysiert und bewertet.

Durch eine Überarbeitung der Bewertungskriterien sind die Anforderungen an eine gute Nachhaltigkeitsberichterstattung in diesem Durchgang stark gestiegen. Damit konnten die Unternehmen im Durchschnitt nicht mithalten. Die Standardisierung der Nachhaltigkeitsberichte bleibt jedoch auf einem hohen Niveau: Die Berichtstandards der Global Reporting Initiative (GRI) sowie externe Berichtsprüfungen sind weiterhin weit verbreitet.

Die Publikation geht auf verschiedene Trends in der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie auf Stärken und Schwächen ein: Während z. B. über das Thema Klimaschutz von den meisten Unternehmen ausführlich berichtet wird, gibt es große Lücken u. a. in den Bereichen Lieferketten und Biodiversität. Insgesamt berichten die Unternehmen mehr über Ziele als über Handlungsansätze oder Maßnahmen, mit denen diese erreicht werden sollen. Auch Indikatoren, an denen die Zielerreichung gemessen werden kann, werden nur teilweise dargestellt.

Die Sonderauswertung zur Klimaneutralität verdeutlicht, dass ohne Einordnung und Substanz auch anspruchsvoll klingende Ziele zahnlos bleiben: Das vielfach genannte Ziel der Klimaneutralität wird kaum erklärt – somit bleibt unklar, welche Emissionen in die Betrachtung einfließen und welche Rolle die Kompensation von Treibhausgasemissionen dabei spielt. Die Sonderauswertung zu Corona zeigt zudem die Notwendigkeit für Unternehmen auf, aus der Pandemie Lehren zu ziehen, um sich angesichts multipler Krisen resilienter aufzustellen – auch mit Blick auf die Lieferketten.

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