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Vermeidung von Kunststoffeinträgen in die Umwelt durch Verpackungen Ein Impulspapier zu Steuerungsmöglichkeiten deutscher Kommunen

Obwohl die gravierenden Folgen von Plastikeinträgen in die Umwelt für marine und terrestrische Ökosysteme und für die menschliche Gesundheit in den letzten Jahren in der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden sind, steigen die Produktion, der Verbrauch und die (unzulässige) Entsorgung von Kunststoffverpackungen weiterhin an. Besonders lokale Entscheidungsträger/innen besitzen die Einflussmöglichkeit, direkte Impulse zu setzen, um das Aufkommen von Kunststoffverpackungsmüll in Kommunen zu begrenzen und zu vermeiden. Dieses Policy Paper zeigt kommunale Steuerungsmöglichkeiten auf, wie Unternehmen und Verbraucher/innen zu der Reduzierung und Vermeidung von Kunststoffverpackungen befähigt und dabei unterstützt werden können.

Kernelemente bei der Förderung von Unternehmen sind verschiedene Angebote und Aktivitäten zur Etablierung eines verpackungsarmen Produktangebots und für den Ausbau von Mehrwegsystemen. Dazu gehören die Beratung regionalangesiedelter Betriebe (einzeln oder kollektiv), die Begleitung zur Selbstverpflichtung, die Auszeichnung guter Praxisbeispiele, finanzielle Anreize und Öffentlichkeitsarbeit. Bei der Unterstützung von Verbraucher/innen wird zwischen Großverbrauchern, privaten Haushalten und Kitas und Schulen unterschieden. Großverbraucher können besonders in ihrer Verwaltung und bei öffentlichen Veranstaltungen einen Einfluss auf den Gebrauch von Kunststoffverpackungen ausüben. Nachhaltige Beschaffung sowie Mehrweggebote und Einwegverbote können hier einen deutlichen Unterschied machen. Private Verbraucher/innen können durch eine verbesserte Infrastruktur sowie Öffentlichkeitsarbeit zu einem bewussteren Umgang mit Kunststoffverpackungen und verändertem Verhalten angeregt werden. Außerdem kann in Kitas und Schulen das Potenzial genutzt werden, schon früh auf die Problematik aufmerksam zu machen, z.B. durch Mitmachaktionen, Unterrichtseinheiten und Ausflüge. Das Paper gibt einen Überblick über den derzeitigen theoretischen und praktischen Stand von kommunalen Steuerungsmöglichkeiten und wird weiter ausgebaut.

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