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Warum es wichtig ist, die Energy Sharing-Potenziale zu heben Tagesspiegel Background – Standpunkte

Die EU gibt einen Rahmen für Energy Sharing vor, aber die derzeitige Umsetzung in Deutschland liegt weit hinter den Möglichkeiten zurück. Neue Fahrt könnte die Diskussion um die Ausgestaltung der Reform des Strommarktes erhalten, auf die sich im Dezember 2023 das EU-Parlament geeinigt hat. Energy Sharing war hierbei auch Gegenstand, wurde weiter konkretisiert und der regulatorische Rahmen erweitert. Es gibt jedoch noch große Freiheitsgerade bei der Umsetzung ins nationale Recht, die Deutschland nun bestmöglich ausnutzen sollte. Schon mit der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) im November 2023 hatte die Europäische Union erneut Druck auf die Mitgliedsstaaten ausgeübt, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Der Ausbau liegt fortan im überragenden öffentlichen Interesse und dafür müssen verschiedene Instrumente umgesetzt werden. Geblieben ist die wichtige Rolle der Bürger*innen für den weiteren Ausbau.

In Deutschland gibt es bereits verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten, beispielsweise in Energiegenossenschaften, Bürgerwindparks oder durch die Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Dach. Nach wie vor fehlt aber der Rahmen, in dem Mitglieder von Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften die in eigenen Anlagen produzierte Energie auch gemeinsam nutzen können. Ergänzend zur gebäudebezogenen Eigenversorgung könnte Energy Sharing ein wichtiges Instrument werden: Es schafft deutlich mehr Spielraum für eine verbrauchsnahe Energieerzeugung in einem größeren Umkreis über das Verteilnetz. Die Autor*innen erläutern, was die Vorteile dieser Bürgerbeteiligung wären und warum es ein Versäumnis wäre, die Bedingungen nicht zu verbessern.

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