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Meldungen des IÖW

Seit 10 Jahren zeichnet der Bundespreis „Blauer Kompass“ regelmäßig innovative Projekte zur Klimavorsorge und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus. Die neue Wettbewerbsrunde richtet sich mit einer neuen Bewerbungskategorie erstmalig auch an Schulen. Ausgelobt wird der bundesweite Wettbewerb gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt. Das IÖW ist für die fachliche Bewertung der Wettbewerbseingänge verantwortlich. > mehr Informationen

 

Das Energiesystem klimaneutral umzubauen, ist mehr als ein technisches Projekt – es ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Daher untersuchen zahlreiche Forschungsprojekte neben technologischen Innovationen auch Aspekte wie Teilhabe, Bezahlbarkeit, Resilienz und demokratische Ausgestaltung. Das neue Forschungsvorhaben „BEWEGT – Die Energiewende-Gesellschaft“ vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) vernetzt und begleitet zahlreiche Forschungsprojekte im Förderschwerpunkt „Energiewende und Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). > mehr Informationen

 

Für Hausbesitzer*innen ist es schwierig, einen Überblick zum Thema energetische Gebäudesanierung zu bekommen. Informationsdefizite gibt es besonders bei geeigneten Heizungstechnologien, Förderbedingungen und gesetzlichen Verpflichtungen. Das zeigt das Forschungsprojekt „building-dialogue“, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Das Projektteam hat mit dem Online-Tool Building Dialogue einen Wegweiser entwickelt, der frei verfügbar ist und mit dem sich Hauseigentümer*innen ohne Vorwissen unabhängig informieren können. > mehr Informationen

 

Der internationale Tag des Ehrenamtes macht auf den Wert des Engagements von Bürger*innen aufmerksam. Die freiwillige Arbeit ist in ländlichen Regionen besonders relevant, da sie den Zusammenhalt und die Lebensqualität vor Ort fördert. Das Forschungsprojekt WIRinREGIONEN hat die Bedeutung sozialer Innovationen im ländlichen Raum untersucht und legt nun Ergebnisse vor: Die Forschenden vom IÖW und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) regen Kommunen an, ehrenamtliches Engagement gezielt zu fördern, um Begegnungsorte in ländlichen Räumen zu unterstützen. Das Projekt, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wurde, zeigt mit einer Broschüre und einem Spiel, wie Kommunen vor Ort den Austausch und Ideenreichtum fördern können. > mehr Informationen

 

Bürger*innen wirken an der Energiewende aktiv mit – von der eigenen Solaranlage bis hin zur Energiegenossenschaft, die Windräder baut. Bei der Bürgerenergie geht es aber nicht nur um die Produktion von Strom, sondern auch um Modelle, ihn gemeinschaftlich zu verbrauchen, etwa per Mieterstrom oder Energy Sharing. Wie solche Gemeinschaften im Spannungsfeld von Markt und Mitbestimmung agieren, beleuchtet die aktuelle Ausgabe von „Ökologisches Wirtschaften“. Wo steht die Bürgerenergie heute und welches Potenzial hat sie trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen? > mehr Informationen

 
Die schematische Darstellung zeigt ein Nahwärmenetz im Ortskern einer Siedlung. Im Hintergrund stehen Bäume und Windräder. Im Vordergrund gibt es eine Kirche, ein Geschäft und einige Wohnhäuser, oft mit Solaranlagen auf dem Dach. Im Erdreich ist zu erkennen, dass die Gebäude durch das Nahwärmenetz versorgt werden. Das Netz nutzt mehrere Wärmequellen: Mitteltiefe Geothermie; Solarthermieanlagen; eine Abwasserwärmepumpe; ein Biomasse-Heizwerk, das Grünschnitt verwertet; und eine Erdwärmepumpe, die oberflächennahe Geothermie verarbeitet.

Viele Kommunen in Deutschland wollen neue Wärmenetze umsetzen. Mit ihnen lassen sich lokale erneuerbare Energiequellen nutzen, etwa Erdwärme, Solarthermie oder Biomasse. Damit Nahwärme wirtschaftlich umsetzbar ist, braucht es jedoch einen geeigneten Netzbetreiber und genügend Gebäudeeigentümer*innen, die sich ans Wärmenetz anschließen lassen wollen. Wie dies auch für kleinere Kommunen ohne eigenes Stadtwerk gelingen kann, zeigen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), die Technische Universität Berlin (TUB) und das Umweltzentrum Stuhr-Weyhe im Projekt Suburbane Wärmewende 2. Das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) geförderte Projekt begleitet die niedersächsische 32.000-Einwohner-Gemeinde Weyhe im Bremer Speckgürtel bei der Planung eines Wärmenetzes und befragte Praxisakteure. > mehr Informationen

 

Welche innovativen Wege gibt es, um den Einsatz von Kunststoffen in Lebensmittelverpackungen zu reduzieren? Eine Reihe von Forschungsprojekten, die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert werden, hat Innovationen entwickelt, die dazu beitragen können, Verpackungen von Lebensmitteln nachhaltiger zu gestalten. Die Vorhaben zeigen auf, wie Mehrwegsysteme verbessert, Datenbanken und Zertifizierungen für mehr Transparenz genutzt und nachhaltige Materialien entwickelt werden können. Gestern stellten die Projekte ihre Forschungsergebnisse auf einer Fachtagung in Berlin vor. Diese war Teil des RePack-Netzwerks, das die Vorhaben begleitet und vernetzt. > mehr Informationen

 

14 Tonnen Materialverbrauch pro Kopf – so groß ist laut Eurostat (2024) der Fußabdruck des Konsumverhaltens der Menschen in Europa. Ziel wären 5,5 bis 8 Tonnen, so das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Dieser Verbrauch trägt zum weltweiten Verlust von Biodiversität bei, besonders im Globalen Süden. Eine neue Studie vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) beleuchtet die Rolle der Produktion von Soja, Palmöl und Shrimps. Die Forschenden geben Empfehlungen für eine EU-Politik im Einklang mit Zielen des Biodiversitätsschutzes. Diese Woche wurden die Ergebnisse der Studie „Towards nature-friendly consumption“ im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) auf einer Onlinekonferenz mit internationalen Expert*innen diskutiert. > mehr Informationen

 

Worauf sollte die öffentliche Verwaltung beim Kauf von Arbeitskleidung, Nutzfahrzeugen, Notebooks und Co. achten? Vergabe- und Bedarfsstellen müssen die Anforderungen des Klimaschutzgesetzes (KSG) und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) umsetzen. Weil dies auf den ersten Blick herausfordernd wirken kann, hat das Umweltbundesamt zusammen mit dem Öko-Institut und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) eine Arbeitshilfe erstellt. Neben den rechtlichen Grundlagen und Kriterien enthält sie auch Beispiele für zehn Produktgruppen, darunter Rechenzentren, Büromöbel und Arbeitsschuhe. > mehr Informationen

 

Wie lässt sich gesellschaftlicher Wandel gestalten, wenn die Krisen zunehmen und das Vertrauen in politische Prozesse schwindet? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Tagung „Wandel am Limit. Und jetzt?“, zu der das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung am 9. Oktober 2025 nach Berlin eingeladen hatten. Rund 120 Teilnehmende aus Forschung, Politik, Zivilgesellschaft und Medien explorierten Wege, sozialen und ökologischen Wandel gerecht, demokratisch und gemeinsam voranzubringen. > mehr Informationen