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Grüne Stadt der Zukunft – klimaresiliente Quartiere in einer wachsenden StadtTeilvorhaben: Analyse sozialer und ökonomischer Aspekte grüner Infrastrukturen

In vielen deutschen Städten wächst die Bevölkerung. Das führt zu einem erhöhten Flächenverbrauch in den Städten: Wohnungen und Gewerbebauten werden realisiert, zentrale Infrastrukturen etwa im Mobilitätsbereich eingerichtet. Die damit einhergehende Nachverdichtung, primär in den Innenstadtbereichen bedroht zunehmend Grün- und Freiflächen und die Lebensqualität in deutschen Städten.
Eine „grüne“ Stadtentwicklung sollte die mit der Nachverdichtung verbundenen vielfältigen ökologischen und sozialen Herausforderungen berücksichtigen und integrative Lösungsansätze schaffen, die zum Erhalt und der Verbesserung von grünen Infrastrukturen in den Städten beitragen.
Das Verbundvorhaben „Grüne Stadt der Zukunft“, gefördert im Rahmen der „Leitinitiative Zukunftsstadt“ des BMBF, verfolgt als ein wesentliches Ziel grüne Infrastrukturen in sich verdichteten Stadtstrukturen zu unterstützen, also Grün- und Freiflächen zu erhalten und zu verbessern und diese schon bei städtischen Planungsprozessen mitzudenken. Diese müssen zukünftig vermehrt eine Reihe von Anforderungen erfüllen: Grün- und Freiflächen sollen multifunktional sein und vernetzt über das Gebiet eines Quartiers oder der ganzen Stadt angelegt werden.
Vor dem Hintergrund der Nachverdichtung in Städten werden im Projekt bei der Gestaltung von Grün- und Freiflächen Lösungsansätze besonders im Kontext der Klimawandelanpassung und Klimaschutz erarbeitet und erprobt.  
Räumlicher Fokus der Untersuchungen des Verbundvorhabens sind die bayrische Landeshauptstadt München sowie im Projektverlauf ausgewählte Stadtquartiere.
Das IÖW analysiert im Projekt soziale und ökonomische Aspekte grüner Infrastrukturen mit dem Fokus, eine klimaresiliente Innenentwicklung zu schaffen. Im Detail analysieren die Forscher/innen die quartiersbezogene Entwicklung von Zukunftsbildern und von Transformationspfaden, wie diese Zukunftsbilder erreicht werden können. Außerdem analysieren sie unternehmerisches Engagement unter anderem im Bereich Corporate Citizenship sowie geeignete Formate, wie einzelne Akteursgruppen aktiviert und ausgewählte Maßnahmen für die Verbreitung grüner Infrastrukturen finanziert werden können. Der ökonomische Aspekt grüner Infrastrukturen wird berücksichtigt, indem der Wert von Stadtgrün für Erholungszwecke ermittelt wird. Daran schließt sich auch die Untersuchung von Hemmnissen und Potenzialen bei der Umsetzung von Begrünungsmaßnahmen im Gebäudeumfeld an, beispielsweise, warum Förderprogramme für Begrünungsmaßnahmen noch nicht umfassend genutzt werden und welche Anreize dafür gesetzt werden müssten. Zum Ende des Vorhabens werden die erworbenen Erkenntnisse, beispielsweise in Form von Visualisierungen und mit Hilfe eines erklärenden Films aufbereitet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dadurch kann für die entwickelten Lösungsansätze das notwendige Handlungswissen bereitgestellt werden.

IÖW-Projektteam

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